Container-Kita Zauberbaum bleibt wohl länger – Gemeinde investiert über 33.000 Euro in neue Spielgeräte
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Mehr als eine Übergangslösung: Veitshöchheimer Container-Kita „Zauberbaum" bleibt wohl länger
Eigentlich war die Kita zur Überbrückung gedacht. Jetzt investiert die Gemeinde über 33.000 Euro in Spielgeräte. Auch die Betriebserlaubnis ist verlängert.
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Entwickelt sich Interimslösung zur Dauerlösung?
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Die ursprünglich als Übergangslösung seit September 2023 in Containerbauweise am Spitalfeld 65 im Neubaugebiet Sandäcker betriebene Kita „Zauberbaum“ wird Veitshöchheim offenbar länger erhalten bleiben als ursprünglich geplant. Ein deutliches Zeichen dafür ist die jüngste Entscheidung, in die Außenanlage der Einrichtung zu investieren.
Nichtöffentlicher Beschluss des Gemeinderats: Neue Spielgeräte für 33.782 Euro
Wie aus der letzten Ausgabe von „Veitshöchheim Aktuell“ vom 22. Dezember 2025 hervorgeht, hat der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung am 18. November 2025 ein Konzept zur Überarbeitung der Außenanlage des Containerkindergartens zur Kenntnis genommen. Gleichzeitig wurde beschlossen, den Auftrag für die Lieferung und Montage von Spielgeräten inklusive Fallschutz an die Firma Eibe Produktion + Vertrieb GmbH & Co. KG aus Röttingen zu vergeben. Die Auftragssumme beträgt 33.782 Euro.
Die neue seit dem Kindergartenjahr 2023/2024 vom BRK-Kreisverband Würzburg betriebene Kita mit einer Regel- und zwei Krippengruppen war zunächst laut Baugenehmigung als eine auf zwei Jahre befristete Interimslösung für den neuen, sechsgruppig geplanten Kindergarten hinter der Tennishalle in der Wolfstalstraße gedacht. Die Gemeinde hatte dafür im Baugebiet Sandäcker zunächst den Verkauf von vier gemeindeeigenen Reihenhaus-Grundstücken zurückgestellt.
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Wegen der Befristung der Übergangslösung wurde die Möblierung des Außenspielhofes für die „Eulen“-Regelgruppe bei der Eröffnung der Kita vor zwei Jahren bewusst klein gehalten. Zur Begründung hieß es damals, dass die 25 Regelkinder auf kurzem Weg die Straße runter zum großen Spielplatz „Sandäcker“ gelangen können.
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Derzeitige Ausstattung des Spielhofes für die bis zu 24 Krippenkinder
Im Sommer 2025 hatten besorgte Eltern öffentlich auf Personalengpässe, wiederholte Notbetreuung und die unklare Zukunft der Einrichtung hingewiesen. Ein Elternabend Ende Juli sorgte laut Medienberichten für mehr Transparenz und Dialog zwischen Eltern, Träger und Gemeinde. Dabei wurde deutlich, dass das Bauleitplanverfahren für den Neubau hinter der Tennishalle durch zahlreiche Einwendungen und eine angekündigte Klage erheblich verzögert wird. Zugleich kündigte die Gemeinde Verbesserungen am bestehenden Standort an – darunter mehr Schattenplätze und zusätzliche Spielgeräte.
Neubau hinter der Tennishalle wohl vom Tisch
Bürgermeister Jürgen Götz hatte zuletzt bei der Bürgerversammlung am 20. November 2025 verlauten lassen, dass die Betriebserlaubnis für den Interimskindergarten Zauberbaum um zwei Jahre verlängert wurde und eine weitere Verlängerung grundsätzlich möglich sei. Nach aktuellen Prognosen und Geburtenzahlen werde im Ort der Bedarf an zusätzlichen Kindergartenplätzen in den kommenden Jahren nicht weiter steigen.
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Deshalb stehe auch die bereits im Oktober 2024 erstellte Planung des Büro GKT für den ursprünglich vorgesehenen sechsgruppigen Ersatzneubau hinter der Tennishalle in der Wolfstalstraße derzeit nicht weiter zur Debatte.
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Sollte sich künftig wieder ein zusätzlicher Bedarf an Betreuungsplätzen ergeben, so Götz, könnten alternative Standorte geprüft werden. Als Beispiel nannte er eine mögliche Fläche am Geisberg nach der Umsiedlung des dortigen Reiterhofs nach Gadheim. Die Gemeinde werde aber die Entwicklung der Bedarfslage weiterhin sorgfältig beobachten, um flexibel reagieren zu können.
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Mit der nun beschlossenen Ausstattung der Außenanlage mit neuen Spielgeräten setzt die Gemeinde nun eine der beim Elternabend Ende Juli angekündigten Verbesserungen um. Wie aus Kreisen des Elternbeirats zu hören ist, hat sich seitdem durch neues Personal vieles zum Positiven in der Kita verändert. Mit neuen Spielgeräten und einer verlängerten Bau- und Betriebserlaubnis dürfte der ohne Honorar 1,9 Millionen Euro teure Containerbau aber noch etliche Jahre Bestand haben.
Fotos Dieter Gürz