Am nördlichen Rand der Gartensiedlung in Veitshöchheim wächst seit heute ein neuer Baum: Der Eigenheimerbund hat gemeinsam mit dem Bauhof den Jahresbaum 2026 gepflanzt – eine Zitterpappel (Populus tremula). Die Baumart wurde am 5. November 2025 von der Dr. Silvius Wodarz-Stiftung offiziell zum „Baum des Jahres 2026“ ausgerufen.
Gemeinsame Pflanzaktion mit prominenter Unterstützung
Nach der fachgerechten Pflanzung des von der Baumschule Weiglein in Wiesentheid gelieferten Jungbaums durch die Bauhofgärtner griffen auch Vertreter des Eigenheimerbundes sowie der Gemeinde selbst zum Spaten. Mit dabei waren Beirätin Waltraud Apelt-Iverson mit Ehemann Ingo, Bauhofleiter Thomas Remling und Bürgermeister Jürgen Götz, der sich trotz eines vollen Terminkalenders die Teilnahme nicht nehmen ließ.
Symbolischer Start mit fränkischem Wein
Der junge Baum wurde von einem Vereinsmitglied anlässlich eines runden Geburtstages gestiftet. In der Hoffnung auf ein gutes Anwachsen erhielt die Zitterpappel zum Abschluss der Pflanzaktion eine symbolische „Bewässerung“ mit fränkischem Wein.
Die Zitterpappel – Baum der Vielfalt und Erneuerung
Die Zitterpappel, auch Espe genannt, gilt als besonders klimaresiliente Pionierbaumart. Sie besiedelt schnell offene Flächen, verbessert Böden und bietet zahlreichen Tierarten Lebensraum. Charakteristisch sind ihre rundlichen Blätter, die schon bei leichtem Wind hörbar „zittern“ – daher auch ihr Name.
Mit ihrer Fähigkeit, sich rasch an veränderte Umweltbedingungen anzupassen, steht die Zitterpappel symbolisch für Erneuerung, Widerstandskraft und Artenvielfalt – Eigenschaften, die sie zu einer idealen Wahl als Baum des Jahres 2026 machen.
Der Jahresbaumweg als Erfolgsprojekt
Die Pflanzung ist Teil einer langjährigen Tradition: Bereits im April 2009 wurde im Zuge der mit Gold ausgezeichneten Teilnahme Veitshöchheims am Bundeswettbewerb „Entente Florale Deutschland“ der rund 600 Meter lange „Weg der Jahresbäume“ angelegt. Seither kümmert sich der Eigenheimerbund kontinuierlich um die Erweiterung und Pflege dieses besonderen Lehrpfads.
Heute ist der Weg nicht nur ein ökologisch wertvolles Projekt, sondern auch ein beliebtes Ziel für Spaziergänger. Ruhebänke bieten herrliche Ausblicke ins Maintal bis nach Erlabrunn. Ergänzt wird der Weg durch einen Streuobstversuch der LWG sowie eine Vielzahl heimischer Wildsträucher.
Nachhaltigkeit im Fokus
Mit der jährlichen Pflanzung des „Baums des Jahres“ setzt der Eigenheimerbund ein Zeichen für Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein. Neben der Ergänzung des Bestandes gehört auch gemeinsam mit dem Bauhof der Ersatz eingegangener Bäume zu den Aufgaben des Vereins.
Ein wachsender Lehrpfad mit Geschichte
Seit 1989 wurden zahlreiche von Bürgern und Vereinen gestiftete Baumarten entlang des Veitshöchheimer Jahresbaumwegs gepflanzt. Mit der Zitterpappel setzt sich diese Reihe nun fort.
Der Weg bleibt damit nicht nur ein Ort der Erholung, sondern auch ein lebendiges Beispiel für Umweltbildung und bürgerschaftliches Engagement in Veitshöchheim.
Neben dem Fächerbaum (Ginkgo) als Jahrtausendbaum sind nun auf dem Veitshöchheimer Jahresbaumweg folgende 37 Baumarten vertreten und mit Täfelchen gekennzeichnet und beschrieben. Es sind dies
Wenn man in die Nähe einer Espe (Zitterpappel) kommt, dann kann man sie oft hören. Ein kleiner Windhauch genügt, schon rascheln die Blätter. Das hat seinen Grund, denn die rundlichen Blätter h...
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