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Veitshöchheim bekommt seine Kunst zurück - Neustart mit dem „KunstWerk Veitshöchheim“

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Sie lassen ein kulturelles Format Veitshöchheims neu aufleben: v.l.n.r.  Katharina Schwerd, Barbara Grimm, Claus Orgzall, Ines-Constanze Flesch, Ulrike Zimmermann und Ursula Peterson, sehr zur Freude von Bürgermeister Jürgen Götz.

Foto Dieter Gürz

Sechs Kunstschaffende setzen ein Zeichen für Kreativität und Begegnung

Nach Jahren des schwindenden Interesses an den „Tagen der Offenen Ateliers“ setzen sechs engagierte Kunstschaffende in Veitshöchheim ein klares Zeichen: Mit dem neuen Zusammenschluss „KunstWerk Veitshöchheim“ entsteht eine unabhängige Plattform, die Kunst wieder sichtbar, erlebbar und zugänglich macht.

Die Initiatoren – Katharina Schwerd, Ines-Constanze Flesch, Ulrike Zimmermann, Ursula Peterson, Barbara Grimm und Claus Orgzall – wollten sich nicht damit abfinden, dass ein etabliertes kulturelles Angebot einfach verschwindet. Ihr Ziel: ein frischer Anfang, der die Vielfalt der Kunst vor Ort neu belebt.


Warum gerade jetzt?

Die Antwort der Kunstschaffenden ist deutlich: Kunst braucht Räume – und diese gehen verloren, wenn man sie nicht aktiv erhält.

In einer Zeit, in der digitale Plattformen wie Instagram, Facebook oder X schnelle Aufmerksamkeit versprechen, bleibt das unmittelbare Kunsterlebnis oft auf der Strecke. Die Gruppe stellt sich bewusst dagegen:

Echte Begegnung, persönlicher Austausch und das intensive Betrachten von Kunstwerken stehen im Mittelpunkt. Denn kreative Prozesse und individuelle Wahrnehmung lassen sich nicht durch das schnelle Scrollen ersetzen.


Vielfalt als gemeinsames Fundament

Das „KunstWerk Veitshöchheim“ vereint unterschiedliche Generationen, Stilrichtungen und Materialien. Gerade diese Vielfalt macht den Reiz aus:

  • Malerei trifft auf Keramik
  • Mode auf Glasgestaltung
  • Holzkunst auf sakrale Ikonenmalerei

Unter dem Motto „Gemeinsamkeit & Vielfalt“ entsteht ein künstlerischer Dialog, der zeigt: Fantasie kennt keine Grenzen.


Tage der Offenen Ateliers 2026

Der Neustart wird sichtbar am Wochenende:

Samstag, 25. April 2026
Sonntag, 26. April 2026
jeweils von 14:00 bis 18:00 Uhr

Besucher sind eingeladen, die Ateliers zu erkunden, Einblicke in Arbeitsweisen zu erhalten und direkt mit den Kunstschaffenden ins Gespräch zu kommen.


Grußwort des Bürgermeisters

Auch Veitshöchheims 1. Bürgermeister Jürgen Götz begrüßt die Initiative:

Veitshöchheim verfüge seit jeher über eine große Bandbreite künstlerischer Ausdrucksformen – von Malerei über Keramik bis hin zu Glas- und Objektkunst. Die offenen Ateliers böten eine besondere Gelegenheit, die kreative Vielfalt des Ortes hautnah zu erleben und die Menschen hinter den Werken kennenzulernen.

Er lädt alle Bürger zu einem inspirierenden Kunstspaziergang ein.


Die Künstlerinnen und Künstler im Porträt

 

Claus Orgzall – Natur als künstlerischer Dialog

Im Atelier in der Raiffeisenstraße entstehen außergewöhnliche Werke aus Treibholz, kombiniert mit Einflüssen aus Afrika, Indien und Asien. Orgzall versteht seine Arbeiten als Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Seine Skulpturen und Objekte sind nicht nur dekorativ, sondern Ausdruck einer tiefen Verbindung zur Natur – ideal als markante Blickfänge moderner Architektur.


Ines-Constanze Flesch – Ikonen als Fenster zum Göttlichen

Ihre Werke führen in die Welt der sakralen Kunst. In traditioneller Technik entstehen auf Holz gearbeitete Ikonen mit Kreidegrundierung und Vergoldung. Für Flesch sind Ikonen mehr als Bilder – sie sind „Türen zum heiligen Raum“ und visualisieren das Unsichtbare des Glaubens.


Ursula Peterson – Glas als magische Transformation

In der Galerie „GlasTraum“ zeigt Peterson die Kunst des Glasperlenwickelns. Aus festen Glasstäben entstehen in der Flamme filigrane Formen – ein Prozess, der an Alchemie erinnert. Kombiniert mit Keramik und Treibholz entstehen individuelle Objekte, oft mit humorvollen Namen und persönlichem Charakter.


Katharina Schwerd – Mode zwischen Minimalismus und Experiment

Die Designerin verbindet klare, geometrische Formen mit ungewöhnlichen Materialien. Inspiriert von Stoffen entwickelt sie reduzierte Schnitte mit individuellen Details. In ihrer Galerie präsentiert sie neben eigenen Arbeiten auch Werke anderer Künstlerinnen und Künstler und schafft so einen kreativen Treffpunkt im Ort.


Ulrike Zimmermann – Die Ziege als künstlerisches Motiv

Zu Gast bei Katharina Schwerd widmet sich Zimmermann einem besonderen Thema: der Ziege. Ob als Porträt, Karikatur oder abstrakte Form – das Tier steht symbolisch für Naturverbundenheit, Eigenwilligkeit und kreative Freiheit. Ihre Arbeiten verbinden Humor mit kunsthistorischen Bezügen.


Barbara Grimm – Keramik im Garten

Seit über 30 Jahren arbeitet Grimm mit Ton und gestaltet wetterfeste Gartenkeramik. Zwischen Pflanzen und Beeten entfalten ihre Figuren – Tiere und Fantasiewesen – eine besondere Wirkung. Ihre Werke verbinden Natur und Kunst auf spielerische Weise und laden zum Entdecken ein.


Kunst erleben – statt nur betrachten

Das „KunstWerk Veitshöchheim“ versteht sich nicht nur als Ausstellung, sondern als Einladung zum Dialog. Die Besucher erwartet keine anonyme Präsentation, sondern persönliche Begegnung, Austausch und Inspiration.

Oder, wie es die Initiatoren formulieren:
Kreativität lässt sich nicht abschaffen – man muss ihr nur Raum geben.


Herzlich willkommen zu den Tagen der Offenen Ateliers in Veitshöchheim!

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