Strafanzeige und Zwangsvollstreckungsverfahren: Mainfrankensäle GmbH informiert über Sachstand zum ehemaligen Pachtverhältnis "Büttnerstuben"
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Die Mainfrankensäle GmbH sieht sich aufgrund wiederholter Rückfragen veranlasst, die Öffentlichkeit über den aktuellen Stand im Zusammenhang mit der Beendigung des Pachtverhältnisses mit der ehemaligen Pächterin des Restaurants in den Mainfrankensälen, Pia Schloßareck, zu informieren.
Im Juni 2025 sah sich die Mainfrankensäle GmbH gezwungen, das Pachtverhältnis über die Gaststätte in den Mainfrankensälen sowie den bestehenden Cateringvertrag mit Pia Schloßareck außerordentlich fristlos zu kündigen. Hintergrund waren erhebliche Zahlungsrückstände sowie weitere Verstöße gegen vertragliche Pflichten.
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„Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Als kommunale Gesellschaft tragen wir Verantwortung gegenüber der Gemeinde und damit gegenüber den Bürgern. Wenn vertragliche Verpflichtungen in erheblichem Umfang nicht erfüllt werden, müssen wir konsequent handeln“, erklärt Geschäftsführerin Julia Moutschka (im Bild).
Frau Schloßareck räumte das Objekt in der Folge. Zwischenzeitlich wurde ein Betrag von rund 30.000 Euro durch einen rechtskräftigen Vollstreckungsbescheid tituliert. Die bislang eingeleiteten Maßnahmen der Zwangsvollstreckung blieben jedoch erfolglos.
„Die offenen Forderungen belasten letztlich den kommunalen Haushalt. Deshalb sind wir verpflichtet, alle rechtlich zulässigen Schritte zur Durchsetzung unserer Ansprüche auszuschöpfen“, so Moutschka weiter.
Im Zuge des Auszugs wurden nach Angaben der GmbH Terrassenmöbel, die zum Pachtobjekt gehörten und im Eigentum der Mainfrankensäle GmbH stehen, mitgenommen. Trotz mehrfacher Aufforderung zur Rückgabe sowie der Erstattung einer Strafanzeige ist diese bislang nicht erfolgt.
„Es geht hierbei nicht nur um finanzielle Aspekte, sondern auch um den respektvollen Umgang mit fremdem Eigentum. Wir erwarten, dass die betreffenden Gegenstände unverzüglich zurückgegeben werden“, betont Moutschka.
Darüber hinaus wird die Geschäftsadresse der Mainfrankensäle weiterhin in sozialen Medien, auf einer Website sowie auf weiteren Plattformen im Zusammenhang mit dem früheren Gastronomiebetrieb geführt, obwohl dies zu unterlassen ist. Auch hierzu wurden entsprechende Schritte eingeleitet.
„Die weitere Verwendung unserer Geschäftsadresse ist unzulässig und geeignet, bei Geschäftspartnern und Gästen für Verwirrung zu sorgen. Wir haben daher auch in diesem Punkt klare rechtliche Schritte eingeleitet“, stellt die Geschäftsführerin klar.
Seither übernehmen – wie auch bereits zuvor bei zahlreichen Veranstaltungen – externe Caterer die Saalbewirtschaftung. Zusätzlich hat die Mainfrankensäle GmbH einen eigenen kleinen Thekenverkauf eingerichtet.
„Mit dieser Lösung bleiben wir handlungsfähig. Das Modell verschafft uns zusätzliche Einnahmen und gleichzeitig mehr Flexibilität bei der Organisation unterschiedlicher Veranstaltungsformate“, erläutert Moutschka.
Eine sofortige Neuausschreibung der Gastronomie plante Bürgermeister Jürgen Götz nicht. Der Aufsichtsrat der Mainfrankensäle GmbH wollte zunächst verschiedene Nutzungsmodelle prüfen – auch im Hinblick auf die geplante Neugestaltung der „Urbanen Lände“.
Bis zu einer grundsätzlichen Entscheidung gilt daher das aktuelle Modell: externe Caterer für große Veranstaltungen, eigener Thekenverkauf für kleinere Formate.
„Wir möchten diese Phase bewusst nutzen, um tragfähige und wirtschaftlich sinnvolle Konzepte zu entwickeln, die langfristig Stabilität bringen“, so Moutschka.
„Was ursprünglich als vielversprechende Bewerbung begann, ist für uns mit erheblichen rechtlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen verbunden. Umso wichtiger ist es uns, transparent zu informieren und Gerüchten sachliche Fakten entgegenzustellen“, erklärt Moutschka.
Die GmbH legt nach eigenen Angaben Wert auf Transparenz und sieht es als ihre Pflicht an, die Öffentlichkeit sachlich über diese Vorgänge zu informieren, da letztlich Haushaltsmittel der Gemeinde Veitshöchheim betroffen sind.
Bereits im August 2025 war die Schließung des Restaurants „Büttnerstuben“ öffentlich thematisiert worden (siehe nachstehender Link). Das Lokal hatte im Juli 2023 in den Mainfrankensälen eröffnet. Zuvor war das Restaurant unter wechselnden Namen und Pächtern geführt worden, darunter „Frankenstuben“ (1981–2013) und „Kaskade“ (2015–2023).
Die Mainfrankensäle wurden 1981 eröffnet und in den Jahren 2013 bis 2015 umfassend saniert und erweitert. Seit 2014 übernimmt die Mainfrankensäle GmbH die Vermarktung und den Betrieb der Veranstaltungslocation. Alleinige Gesellschafterin ist die Gemeinde Veitshöchheim.
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