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VEITSHÖCHHEIM HELAU! Närrischer Bieranstich läutet die Session ein

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Wenn’s am 11.11. um 11.11 Uhr in Veitshöchheim scheppert, dann weiß jedes Kind: Die fünfte Jahreszeit ist da! Und heuer war’s besonders zünftig, denn der Veitshöchheimer Carneval-Club (VCC) eröffnete seine Session 2025/2026 nicht irgendwo – sondern mitten im Herzen des Ortes, auf dem Kirchplatz vor der Vituskirche.


Vom Weihwasser zum Freibier

Wo sonst Weihwasser spritzt, floss diesmal das Bier – allerdings fachgerecht und ohne Schaumschlacht. Der VCC hatte nämlich zum „Bieranstech-Workshop“ geladen, und wer durfte ran?

Natürlich Bürgermeister Jürgen Götz und VCC-Präsident Elmar Knorz persönlich. Unter der fachkundigen Anleitung von Prokurist Rolf Grieshober (re.) und Außendienstler Benedikt Drescher (Mitte) von der Brauerei Herzog von Franken aus Arnstein lernten sie die hohe Kunst des Zapfens – ganz ohne Bierverlust und Schürzenkatastrophe.


„Heute schreiben wir Geschichte – oder verhindern eine Bierkatastrophe!“

Mit gewohnt trockenem Humor eröffnete Sitzungspräsident Manuel Seemann die Session. Anlass seines augenzwinkernden Aufrufs: ein missglückter Bieranstich bei der Fronleichnamsprozession im Juni, bei dem der Hahn klemmte und das Bier stattdessen Richtung Himmel floss. „Menschen haben geweint. Es war schrecklich!“, erzählte Seemann theatralisch und sorgte für großes Gelächter.

Diesmal aber lief alles wie am Schnürchen – beziehungsweise wie am Zapfhahn. Mit sicherem Schlag brachte Bürgermeister Götz das Bier zum Fließen, und der Jubel war groß.

 „Kein Bier mehr für den Boden – ab jetzt nur noch für die Kehlen von Veitshöchheim!“, rief Seemann, bevor er das erste dreifach donnernde „VCC – Veitshöchheim – Franken – Helau!“ der neuen Kampagne an- und die Narrenschar miteinstimmte.


Fachkunde mit Schalk

Prokurist Grieshober erklärte dem Publikum mit viel Witz, was einen richtigen Fassanstich ausmacht – und dass auch Profis mal danebenhauen dürfen: „Beim ersten offiziellen Oktoberfest-Anstich 1950 brauchte Münchens Bürgermeister 17 Schläge. Also, Herr Götz, Sie liegen weit vorne!“

Ganz nebenbei erzählte er von der langen Brautradition seines Hauses, das seit elf Generationen in Arnstein Bierkultur pflegt – „sozusagen mit fränkischer Schlagkraft seit 1707“.


Ein Orden für den Bürgermeister

Zur Belohnung für seinen gelungenen Auftritt erhielt Bürgermeister Götz den ersten Orden der neuen Session. Der schmucke Pegasus darauf steht heuer für Stärke, Aufbruch und Leichtigkeit – „und vielleicht auch ein bisschen für Standfestigkeit nach dem dritten Seidla“, wie Seemann augenzwinkernd ergänzte.

Auch die Tanzsportgarde Veitshöchheim mit Sitzungspräsident Norbert Kronthaler ließ es sich nicht nehmen, dem närrischen Start beizuwohnen und auf die neue Kampagne anzustoßen.

So wurde der Kirchplatz vor der Vituskirche an diesem 11. November wieder zur Hochburg der guten Laune – mit Musik, Freibier, viel Humor und einem Bürgermeister, der bewiesen hat: In Veitshöchheim ist selbst der Fassanstich eine Punktlandung!

VCC – Veitshöchheim – Franken – Helau!


Abends wird weitergeschunkelt

Nach dem zünftigen Mittagessen im VCC-Vereinsheim – Kassler mit Kraut, wie sich’s gehört – geht es am Abend närrisch weiter: Ab 18.45 Uhr zieht ein kleiner Faschingszug, begleitet vom Musikverein Veitshöchheim, von der Bücherei über Bahnhof- und Kirchstraße zurück zum Rathaushof. Dort wird weitergeschunkelt, gesungen und gelacht.

Nach dem Grußwort von Bürgermeister Götz ruft Sitzungspräsident Seemann das Präsidium des VCC und alle  Elferräte vor die Bühne und verleiht ihnen die Orden der Session.


Fotos Dieter Gürz

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