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Veitshöchheimer SPD-Ortsverein auf närrischen Spuren im Fastnachtmuseum in Kitzingen

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Die SPD Veitshöchheim lud am Freitag, 14. Februar, zu einer kostenlosen Führung durch das Fastnachtmuseum in Kitzingen ein. FVF-Ehrenpräsident und Gemeinderatskandidat Bernhard Schlereth nahm rund zwanzig Teilnehmer mit auf eine kurzweilige Entdeckungsreise durch die Geschichte der fränkischen Fastnacht. Die Veranstaltung richtete sich an alle Interessierten und bot im Anschluss Gelegenheit zum Austausch.

Die Ortsvereinsvorsitzende Olga Kämmer begrüßte die Gruppe und betonte die Bedeutung solcher Angebote: „Fastnacht ist ein wichtiger Teil unserer fränkischen Identität. Es ist uns als SPD wichtig, kulturelle Einrichtungen vor Ort erlebbar zu machen.“ Gerade in bewegten Zeiten brauche es Orte der Begegnung. „Kultur verbindet Generationen – und sie bringt Menschen ins Gespräch“, so Kämmer.

Sechzig Jahre närrische Geschichte

Das im November 2013 neu eröffnete Deutsche Fastnachtmuseum in Kitzingen ist das offizielle Museum des Bundes Deutscher Karneval. Im Museum in der Luitpoldstraße wird anhand von orginalen Exponaten, darunter Bilddokumente, Urkunden, Masken und Kostüme, die Geschichte der Fastnacht erzählt. Durch zahlreiche interaktive Stationen werden dem Besucher nicht nur das Dargestellte lebendig präsentiert.

Zum Auftakt erinnerte Schlereth an die bewegte Geschichte des Hauses. Vor genau 60 Jahren, am Faschingsdienstag, wurde das Museum im Faltenturm eröffnet. Später folgte der Umzug in die Luitpoldstraße, nachdem mehrere Gebäude in der Luitpold- und Rosenstraße erworben worden waren. Mit dem Kauf durch den Fastnachtverband Franken erhielt das Museum eine verlässliche Trägerschaft. Heute finanziert es sich durch Aktionen, Eintrittsgelder und eine Stiftung.

Auch die umfassende Sanierung war Thema. Rund zehn Millionen Euro wurden investiert. Der Umbau blieb im Zeit- und Kostenrahmen – ein Umstand, der bei den Gästen anerkennendes Nicken auslöste. Schlereth brachte sich dabei intensiv ein, begleitete Materialauswahl und Umsetzung und setzte sich beharrlich für tragfähige Lösungen ein.

Mehr als Konfetti und Büttenrede

Inhaltlich spannte Schlereth den Bogen von den Ursprüngen der Fastnacht bis in die Gegenwart. Anschaulich erläuterte er die enge Verbindung zwischen kirchlichem Kalender und närrischer Zeit. Dass die Fastnacht unmittelbar vor der Fastenzeit liegt, sei historisch gewachsen und Ausdruck gelebten Brauchtums.

Die Exponate beeindruckten: kunstvoll geschnitzte Masken, farbenprächtige Kostüme und historische Zeugnisse aus unterschiedlichen Regionen.

Sie verdeutlichen, dass der Narr stets mehr war als ein Spaßmacher – nämlich Mahner und Spiegel seiner Zeit.

Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung der Akademieräume, in denen Aktive ihre Fertigkeiten trainieren – von der Büttenrede bis zum Gardetanz. „Hier sieht man, wie viel Engagement und Disziplin hinter einer gelungenen Prunksitzung stecken“, sagte Kämmer. „Das verdient Respekt und Unterstützung.“

Austausch beim Kaffee

Im Anschluss ließ die Gruppe den Nachmittag bei Kaffee und Gesprächen ausklingen. „Eine rundum gelungene Veranstaltung“, resümierte die SPD-Vorsitzende. „Solche gemeinsamen Erlebnisse stärken den Zusammenhalt in unserer Gemeinde.“

So zeigte sich an diesem Faschingssamstag eine stille, erkenntnisreiche Seite der fünften Jahreszeit. Die Fastnacht mag auf den Straßen ihre lautesten Töne entfalten – ihr Fundament liegt in Geschichte, Gemeinschaft und kultureller Leidenschaft.

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