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Ein Meer aus Lichtern erhellte den Veitshöchheimer Altort: Beim Martinszug wurde an das erinnert, was der heilige Martin vorgelebt hat: Teilen, Helfen und füreinander da sein

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Die Pfarrei St. Vitus feierte mit ihrem traditionellen Martinszug ein stimmungsvolles Fest der Nächstenliebe und Gemeinschaft.

Vor dem Eingangs-Podest am Mittelbau des Rathauses verfolgten die Kinder gespannt das Martinsspiel, das anschaulich die berühmte Mantelteilung des heiligen Martin darstellte.

„Ich geh mit meiner Laterne…“ – am Sonntag, 9. November, war der Veitshöchheimer Altort wieder erfüllt von fröhlichen Kinderstimmen und dem warmen Licht hunderter Laternen. Um 17 Uhr startete der traditionelle St.-Martinszug am Rathausplatz. Zahlreiche Familien folgten der Einladung der Pfarrei St. Vitus, um gemeinsam die Geschichte des heiligen Martin und seiner Botschaft des Teilens zu feiern.

Festliche Eröffnung im Rathausinnenhof

In der idyllischen Ambiente des Rathausinnenhofes begrüßte Pfarrer Christian Nowak Kinder, Eltern und Großeltern: „Schön, dass ihr wieder da seid, mit euren schönen Laternen! Wenn viele kleine Lichter leuchten, wird die Welt hell.“ Direkt im Anschluss an seine Eröffnungsrede segnete er die Kinder: „Herr Jesus Christus, schau auf diese Kinder. Vertreibe Angst und schenke ihnen Freude, anderen zu helfen.“ Stolz hielten die Kinder ihre Lampen in die Höhe – kleine Sonnen, Sterne, Tiere oder fantasievolle Figuren, liebevoll gebastelt in Kindergarten, Schule oder daheim.

Anschließend sang die Gemeinde das bekannte Lied „Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind“, das den stimmungsvollen Auftakt für den Martinsspiel-Teil bildete. Die Nachwuchskapelle des Musikvereins gab dazu den Ton an.

Martinsspiel am Mittelbau

Auf dem Podest am Eingang zum Mittelbau des Rathauses wurde die berühmte Mantelteilung des heiligen Martin eindrucksvoll dargestellt. Es  spielten mit großer Begeisterung den heiligen Martin der Viertklässler Matteo Arca, die Bettlerin die Drittklässlerin Lorena Heim – unter der Anleitung von Angelika Vey-Rossellith. Das Spiel machte die zentrale Botschaft des Abends erlebbar: Nächstenliebe, Teilen und Hilfsbereitschaft.

Pfarrer Nowak betonte: „So wie Martin damals geholfen hat, können wir heute im Alltag Licht weitergeben.“

Lichterzug durch den Altort

Angeführt von der 13jährigen Charlotte Krebs als  „Sankt Martin“ auf dem 24 Jahre alten Pony „Stine“ aus dem Nieberler-Reitstall, setzte sich der Zug in Bewegung.  

Die Kinder sangen „Laterne, Laterne“ und „Ich geh mit meiner Laterne“, während sie ihre Lampen durch die dunklen Straßen schwenkten.

Die Feuerwehrjugend sicherte die Strecke. 

Die Musikkkapelle begleitete den Umzug mit klassischen Martinsliedern.

Die Route führte vom Rathausinnenhof über den Kirchplatz, Kirchstraße, Obere Maingasse, Mainlände und zurück über die Untere Maingasse zum Rathausplatz. 

Diese Anwohner der Oberen Maingasse feierten den Zug auf der Straße in gemütlicher Runde an einem Tisch sitzend mit.

Stärkung auf dem Rathausplatz

Nach dem Umzug versammelten sich die Teilnehmer wieder auf dem Rathausplatz, wo ein stimmungsvolles Beisammensein wartete. An die Kinder verteilt wurden 350 gebackene Martinsgänse der Bäckerei Grünwald, die sichtlich allen sehr gut schmeckten.

Für das leibliche Wohl sorgte das Gemeindeteam auch mit warmen Würstchen, Brötchen und Brezeln.

Der Arbeitskreis Kenia der Kolpingsfamilie schenkte jeweils 17 Liter Kinderpunsch und alkoholischen Punsch aus – der Erlös kommt wie immer dem Partnerkindergarten in Kenia zugute. Viele Familien brachten dazu ihre eigenen Becher mit, um die Aktion zu unterstützen. Alle Getränke gingen gegen Spende restlos weg.


Ein Abend voller Lichter und Freude

Trotz der kühlen Temperaturen herrschte eine warme, herzliche Atmosphäre. Überall leuchteten Laternen und Kinderaugen um die Wette. Der Martinsabend endete so, wie er begonnen hatte: mit Musik, Lichtern und der Gewissheit, dass ein kleines Licht, geteilt mit anderen, die Dunkelheit ein Stück heller machen kann.

Pfarrer Nowak hob hervor: „Der Martinszug ist ein schönes Zeichen des Teilens und der Gemeinschaft. Es ist wunderbar zu sehen, wie viele Menschen gemeinsam feiern und das Licht des heiligen Martin weitertragen. Jeder kann im Alltag etwas von diesem Geist bewahren.“

Fotos: Dieter Gürz

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J
Mit einer Flasche Multivitaminsaft auf dem Tisch zeigen die Bewohner der Oberen Maingasse selbstverständlich, was wahre Vorbildfunktion bedeutet!
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