Energieversorgung Lohr-Karlstadt: Veitshöchheim erhält für 2024 eine Ausschüttung von 244.680 Euro
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Veitshöchheim erhält für 2024 eine Ausschüttung von 244.680 Euro
Jahresabschluss 2024 des Unternehmens „Die Energie".
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Sie setzten im Mai 2025 ein Zeichen für die regionale Energiewende (von links): Jürgen Götz (Bürgermeister Veitshöchheim), Mario Paul (Bürgermeister Lohr), Marek Zelezny (Geschäftsführer „DIE ENERGIE“) und Michael Hombach (Bürgermeister Karlstadt), in dem die Kommunen ihre Beteiligung an der Energieversorgung Lohr-Karlstadt und Umgebung GmbH & Co. KG – kurz: DIE ENERGIE – um jeweils eine Million Euro erhöhten (Foto: Stefan Schinagl).
Der Gemeinderat Veitshöchheim nahm nun in der Sitzung am Dienstag, 18.11.2025, den Jahresabschluss 2024 des Unternehmens „DIE ENERGIE“ zur Kenntnis. Die Gemeinde war in diesem Jahr noch mit 413.850 Euro beteiligt. Ihr Gesellschafter-Anteil von bisher 6,117 Prozent 2024 stieg nun durch die Kapitalerhöhung 2025 auf 7,613 Prozent.
Der von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Göken, Pollak und Partner geprüfte Abschluss weist für 2024 Umsatzerlöse von rund 103,9 Mio. Euro aus – weniger als im Vorjahr, was auf Marktvolatilität zurückgeführt wird. Dennoch konnte das Unternehmen seinen Jahresüberschuss auf 7,01 Mio. Euro steigern (2023: 5,13 Mio. Euro). Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 98,5 Mio. Euro.
Die Gesellschafter beschlossen eine Gewinnausschüttung von 4 Mio. Euro, wovon 244.680 Euro an Veitshöchheim gehen (Vorjahr: 300.375 Euro). Der restliche Gewinn von 88.396 Euro wird vorgetragen. Geschäftsführer und Beirat wurden entlastet; zudem wurde Marek Zelezny ab November 2026 für fünf weitere Jahre als Geschäftsführer bestätigt.
Im Risikobericht zeigten sich keine existenzbedrohenden Gefahren für das Unternehmen. Allerdings bleibt der Energiemarkt durch geopolitische Entwicklungen, volatile Beschaffungspreise und zunehmenden Wettbewerbsdruck angespannt. Vor allem der Imageverlust des Energieträgers Erdgas und mögliche strukturelle Änderungen im Heizungsmarkt gelten als Risiko.
Die ENERGIE setzt auf ein breites Beschaffungsportfolio und ein eigenes Risikomanagementsystem. Kooperationen – etwa im „Frankenpool“ mit den Stadtwerken Ansbach und Kitzingen – sollen Kosten senken und die Versorgung stabilisieren.
Als Zukunftsfelder sieht der Versorger unter anderem Mieterstrommodelle, Smart-City-Projekte, öffentliches WLAN sowie Investitionen in erneuerbare Energien. Durch neu ausgewiesene Windvorranggebiete strebt die ENERGIE Beteiligung an zwei Windenergieanlagen im Raum Main-Spessart an. Auch der Ausbau des Installationsgeschäfts – etwa Brennstoffzellenheizungen oder private Photovoltaikanlagen – soll die Kundenbindung stärken.
Der Wirtschaftsplan sieht Investitionen von 9,5 Mio. Euro vor, vor allem in Strom- und Gasnetze (6,4 Mio. Euro). Weitere Mittel sind für Messstellenbetrieb, Fahrzeuge und Finanzanlagen vorgesehen. Die Finanzierung erfolgt aus Eigenmitteln und einem Darlehen über 4 Mio. Euro.
Für 2025 rechnet das Unternehmen mit einem leicht rückläufigen Absatz im Strom- und Gasbereich, jedoch mit höheren Margen durch günstigere Bezugskosten. Ziel ist ein Ergebnis, das erneut eine Ausschüttung von 4 Mio. Euro ermöglicht.