60 Jahre Kaserne: „Das vergisst man sein Leben lang nicht mehr“ - Günterslebens Bürgermeister Michael Freudenberger erinnert sich an seinen Wehrdienst in Veitshöchheim
„Das vergisst man sein Leben lang“, sagt Michael Freudenberger, wenn er an seine Zeit als Sanitätssoldat denkt.
1991 rückte der gebürtige Günterslebener nach der Berufsaufbauschule in das Sanitätsbataillon 12 ein. Als „Heimschläfer“ durfte er nach Dienstschluss nach Hause, während andere in der Kaserne blieben.
Im Bild: Michael Freudenberger als junger Sanitätssoldat vor dem elterlichen Anwesen
Sanitätskompanie vor dem Kompaniegebäude der Balthasar-Neumann-Kaserne.
Abrüstung statt Routine
Sein Wehrdienst fiel in eine bewegte Zeit: Deutschland rüstete nach der Wiedervereinigung ab, Verbände wurden aufgelöst.
„Eigentlich sollte ich als Narkosehelfer arbeiten, doch wir waren mehr mit Aufräumen beschäftigt.“
Trotzdem bereut er nichts:
„Die Kameradschaft in der Kompanie war groß, die Zeit möchte ich nicht missen. Man gibt einem Land, dem man als junger Mensch viel zu verdanken hat, etwas zurück.“
Unvergessliche Erlebnisse
Luftverladeübung mit dem CH-53-Transporthubschrauber nach Niederstetten
Gefechtsschießen auf dem Truppenübungsplatz Baumholder
Ehrenzug zu einem Gelöbnis in Thüringen
Michael Freudenberger präsentiert zu Hause seinen großen Dienstanzug.
Fotos: Slg. Freudenberger
Bundeswehr und Heimatleben
Das Veitshöchheimer Heeresmusikkorps hat den Musikverein Güntersleben geprägt. Viele ehrenamtliche Musiker wurden dort ausgebildet – auch Freudenbergers Sohn spielt Schlagzeug, unter Anleitung eines Heeresmusikers.
„Wir versuchen, unsere Soldaten in unsere Vereine einzubinden“, sagt der Bürgermeister.
60 Jahre Balthasar-Neumann-Kaserne
Beim Jubiläum fällt ihm auf, wie wenig sich verändert hat:
„Der Speisesaal der Truppenküche sieht noch genauso aus wie früher, und meine Stube würde ich sofort wiederfinden.“
23 Jahre nach seinem Wehrdienst brachte er die gelbe Schleife der Verbundenheit an den Ortseingang von Güntersleben.
Bürgermeister Freudenberger mit Brigadegeneral André Abed bei der Übergabe der gelben Schleife. Foto: Bundeswehr / Oberstleutnant Karsten Dyba = auch Textquelle des Artikel
„Das ist ehrlich, und das tut den Soldaten gut“, sagt Brigadegeneral André Abed.
Sammlungsaufruf
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Gender-Hinweis: Bei allen Bezeichnungen, die auf Personen bezogen sind, meint die gewählte Formulierung sämtliche Geschlechteridentitäten.
Vertretungsberechtigter und V.i.S.d.P. Dieter Gürz
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