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Mit RoRo-Schiffen, auf Schienen und zu Land – Panzergrenadierbrigade 37 der 10. Panzerdivision in Litauen angekommen

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Auf allen Verkehrsträgern, also per Straßenmarsch, Schiene, Flugzeug und Seetransport erreichten die Soldaten mit ihrem Material Litauen (Foto Bundeswehr Fischer)

Ein weiterer Meilenstein für die 10. Panzerdivision mit Stab in Veitshöchheim: Die Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“ hat laut deren Presseoffizier Hauptmann Susan Billing mit ihren rund 2.000 Soldaten ihr Ziel in Litauen erreicht. Damit ist der Auftakt zur Großübung „Grand Eagle 2025“ geglückt. „Ich bin happy, dass endlich alle hier sind“, begrüßte Brigadegeneral David Markus seine Truppe nach den strapaziösen Tagen der Verlegung.

„Die Aufnahme, Zusammenführung und Erstversorgung der Landstreitkräfte im Zielland – das muss reibungslos funktionieren“, betonte Markus. Für diesen sogenannten RSOM-Prozess ist in diesem Jahr das Logistikregiment 1 verantwortlich.

Dicht an dicht:  Insgesamt 1000 Fahrzeuge werden in der Übung "Grand Eagle 2025 nach Litauen verlegt (Bundeswehr Fischer)

Mehrere Hundert Fahrzeuge waren zuvor mit dem Roll-On-Roll-Off-Schiff Britannia im litauischen Hafen Klaipeda angekommen (Foto Bundeswehr Fugmann), andere Einheiten legten auf dem Landweg in nur vier Tagen rund 1.500 Kilometer zurück.

 Handarbeit: Damit beim Seetransport nichts verrutscht, sind die Fahrzeuge gesichert (Bundeswehr Fischer)

Das Logistikbataillon 163 kümmert sich um die Entladung der Fahrzeuge im Hafen von Klaipeda (Bundeswehr Koochi)

Die Brigade gehört zur 10. Panzerdivision, die von Veitshöchheim aus geführt wird. Von hier aus laufen die Fäden zusammen, wenn es um Planung, Koordination und die übergeordnete Einsatzführung geht. Mit dem Übungscluster „Quadriga 2025“, in dem „Grand Eagle“ mit weiteren Manövern verzahnt ist, setzt die Division ein sichtbares Zeichen an der NATO-Ostflanke (Foto links Bundeswehr Baehr).

 

Das Versorgungsbataillon 131 trainiert die Prozesse zwischen Basis- und Einsatzlogistik gemeinsam mit dem Logistikregiment 1 (Bundeswehr Baehr)

Kaum angekommen, starteten die ersten freilaufenden Übungen. Das Aufklärungsbataillon 13 und das Versorgungsbataillon 131 trainieren auf ziviler Infrastruktur möglichst realitätsnah ihre Verfahren. In der Logistik geht es etwa darum, Schnittstellen zwischen Basis- und Einsatzversorgung zu beüben.

 

Schreibbereitschaft ist hergestellt: Soldatinnen und Soldaten erhalten die ersten Befehle im Übungsszenario in Litauen (Bundeswehr Dorow)

 

Ob in der Halle oder outdoor: Die Soldatinnen und Soldaten des Versorgungsbataillons 131 können Material überall instandsetzen (Bundeswehr Baehr)

Ob Munition, Wasser, Instandsetzung, Kraftstoff oder Verpflegung – das Netz muss unter Einsatzbedingungen über hunderte Kilometer stabil funktionieren. „Gemeinsam mit dem Logistikregiment 1 wollen wir das System unter Last bringen“, erklärte Markus.

Ob in der Halle oder outdoor: Die Soldaten des Versorgungsbataillons 131 können Material überall instandsetzen (Bundeswehr Baehr)

Die Aufklärer wiederum üben Tarnung, Beobachtung und Lagemeldungen – oder wie der General es scherzhaft formuliert: „Sie machen Aufklärerdinge.“

Die Übung läuft rund um die Uhr und so ist das Aufklärungsbataillon 13 auch in der Nacht im Spähwagen Fennek unterwegs (Bundeswehr Dorow)

Während der freilaufenden Übung des Aufklärungsbataillons 13 wird ausschließlich zivile Infrastruktur genutzt. Das Übungsszenar soll so realitätsnah wie möglich sein (Bundeswehr Dorow)

Dabei bleibt der Ernst der Lage stets präsent. „Vorfälle wie kürzlich in Polen schärfen unser Bewusstsein für das, was tatsächlich passiert“, so Markus. „Das hier ist nicht nur irgendeine Übung. Es ist das Szenario, auf das wir uns vorbereiten. Und ich weiß: Wir sind einsatzbereit, wir sind robust, wir können das.“ In den kommenden Tagen stehen weitere Übungsabschnitte auf dem Programm.

 Mit „Grand Eagle 2025“ stellt die in Veitshöchheim beheimatete 10. Panzerdivision einmal mehr unter Beweis, dass sie als Führungsdivision zentrale Verantwortung für die Bündnisverteidigung übernimmt. So ist man bei der "Zehnten" stolz darauf, von Veitshöchheim aus einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit in Europa leisten zu können.

Hintergrund: Panzergrenadierbrigade 37
Die Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“ ist seit Januar 2025 erneut für einen NATO-Auftrag vorgesehen. Als Teil der 10. Panzerdivision stellt sie in Litauen die Multinationale Brigade und gilt als Verband mit höchster Verfügbarkeit und Einsatzbereitschaft des Heeres. Ziel ist es, gemeinsam mit Bündnispartnern die Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit an der NATO-Ostflanke zu stärken – und damit auch der Bevölkerung vor Ort Sicherheit zu geben.

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