Wenn die Wohnung zur Hitzefalle wird - Warum Fassadenbegrünung nicht nur schön, sondern auch nützlich ist
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Der Sommer zeigt sich in diesem Jahr wieder von seiner heißen Seite. Wer an heißen Tagen in den eigenen vier Wänden schwitzt, fragt sich: Muss das sein? Oder lässt sich die Wärme zumindest etwas reduzieren? Viele Einheimische haben es schon bemerkt – das Wohnklima verändert sich, und die Hitze dringt immer spürbarer in die Wohnungen ein.
Auch Gemeinderat und Umweltreferent Günter Thein machte in den letzten Wochen eine interessante Beobachtung: In seiner eigenen Wohnung war es deutlich wärmer als in den Vorjahren – trotz ähnlicher Außentemperaturen. Und das hatte einen Grund: Der sonst dicht mit Efeu bewachsene Teil seiner Fassade war im Frühjahr zurückgeschnitten worden. Zwar begrünten sich die Wände rasch wieder, doch die schützende Pflanzenschicht war noch zu dünn, um die Sonnenstrahlen effektiv abzuhalten. Die Folge: ein Temperaturunterschied von spürbaren zwei bis drei Grad.
Für Thein ist klar: Begrünung kühlt – und zwar messbar. Bäume, Kletterpflanzen, begrünte Dächer und entsiegelte Flächen können helfen, Wohnräume in Hitzewellen angenehmer zu machen. Nicht nur die Temperatur sinkt, auch das Mikroklima verbessert sich: Pflanzen verdunsten Wasser, werfen Schatten und halten die Umgebungstemperaturen niedriger. Zudem bieten sie Lebensraum für Tiere – und verbessern das Erscheinungsbild ganzer Straßenzüge.
„Ein schattenspendender Baum im Garten, eine begrünte Hauswand oder ein bepflanztes Garagendach leisten mehr für unsere Lebensqualität, als viele denken“, sagt Günter Thein. Dabei kann jede und jeder Einzelne etwas tun – und wird in Veitshöchheim sogar dabei unterstützt.
Fördergeld für mehr Grün
Denn auf Antrag der Grünen Fraktion hat der Gemeinderat entsprechende Förderprogramme beschlossen: Wer sein Dach oder seine Fassade begrünt, wer Flächen entsiegelt oder für bessere Regenwasserversickerung sorgt, kann finanzielle Unterstützung bekommen. Damit soll der Trend zu Schottergärten und grauen Betonflächen gestoppt werden – zugunsten einer klimafreundlichen, lebendigen Umgebung.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Im Sommer bleibt das Haus kühler, im Winter wärmer. Regenwasser kann besser aufgenommen werden und läuft nicht ungenutzt in die Kanalisation. Und auch das Ortsbild profitiert von der Begrünung.
Informationen online abrufbar
Wer sich informieren möchte, findet Details und Förderbedingungen auf der Website der Gemeinde Veitshöchheim unter dem Menüpunkt Baurecht und Umweltschutz:
www.gemeinde-veitshoechheim.de/rathaus-politik/gemeindeverwaltung/ortsrecht
„Klimaschutz beginnt im Kleinen – und er beginnt bei uns zu Hause“, betont der Umweltreferent des GemeinderatesGünter Thein. „Wer Begrünung schafft, schützt sich selbst – und trägt dazu bei, dass Veitshöchheim auch in Zukunft lebenswert bleibt.“
Foto Günter Thein