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Spatenstich für die Umgestaltung des Omnibusparkplatzes = Startschuss für Großprojekt „Urbane Lände“

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Mit einem symbolischen Spatenstich am Donnerstag, 21. August, hat die Gemeinde Veitshöchheim den Umbau des bisherigen Busparkplatzes an der Parkstraße eingeläutet v.l.n.r. Alexander Ströhlein und Jürgen Hardecker (Tiefbaureferat der Gemeinde), Bauleiter Joshua Lenze vom Münchner Büro Großberger-Beyhl-Partner, Klaus Kaiser (Bauamtsleiter), Bürgermeister Jürgen Götz Alexander Zeller (Regierung von Unterfranken), Ulrich Schätzlein (Geschäftsführer der Würzburger Pflasterbau GmbH) und dessen Polier Daniel Scheiner auf dem Bagger.

Bereits Mitte Juli erfolgte die Freigabe des neuen Busparkplatzes unter der ICE-Brücke in der Pont-l’Évêque-Allee, für den die Gemeinde 280.000 Euro investierte. Dort stehen nun acht Stellplätze für Reisebusse zur Verfügung, die die sieben alten Bus-Parkflächen an der Parkstraße ersetzen. 

Bis Ende des Jahres  2025 wird der bisherige Bus-/PKW-Parkplatz umgebaut und erfolgt in der Parkstraße eine Kanalbaumaßnahme im Vollausbau mit gepflastertem Gehweg. Der Umbau sieht vor, dass der Platz künftig als Pkw-Parkplatz mit 52 Stellplätzen und Umfahrung für Reisebusse dient. Die Stellplatzflächen werden einheitlich mit versickerungsfähigem Rasenpflaster befestigt, Fahrspuren und Straßen erhalten einen Asphaltbelag, der Gehsteig wird gepflastert. Baumreihen, Stauden und Hecken begrenzen an zwei Seiten die Stellplatzreihen.

Der Platz kann auch weiterhin für ein Festzelt 45/25m zuzüglich Anbau 30/3 m genutzt werden.  Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüsse für den Festbetrieb sind vorgesehen.

Erneuert wird auch die Parkpplatzbeleuchtung.

Von März bis Juni 2026 entsteht dann an der Pont l’Eveque-Allee auf der dem Main zugewandten Straßenseite nach Verschwenken der Straßenführung eine Haltestelle für zwei Reisebusse, die querungsfrei über einen Gehweg an die Urbane Lände angebunden ist. Nach dem Aussteigen der Gäste parken die Reisebusse am neuen Busparkplatz unter der ICE-Brücke. Es erfolgt auch hier ein Vollausbau bis  zur Tiergartenstraße.

Im Zuge dessen wird der bisher abrupt endende Radweg an der Pont-l’Évêque-Allee auf Höhe Tiergartenstraße verlängert und am Mainufer bis zur Rampe des Höchheimer Stegs geführt – eine deutliche Entschärfung der bislang unübersichtlichen Verkehrssituation.

Kosten und Förderung

Für den ersten Bauabschnitt belaufen sich die Gesamtkosten einschließlich Planung auf 1,9 Millionen Euro. Davon sind 1,7 Millionen Euro förderfähig. Mit einem Fördersatz von 60 Prozent erhält die Gemeinde rund eine Million Euro Zuschuss vom Freistaat Bayern.

Wie geht es weiter?

Der Parkplatzumbau bildet den ersten von drei Bauabschnitten im Rahmen der Umgestaltung der Mainlände nach dem Bau des Höchheimer Stegs.

  • 2. Bauabschnitt (ab Mitte 2026): Urbane Lände am neuen Mainsteg mit Mainbalkon, Wasserspiel, Ufertreppe, Markt- und Gastronomieflächen sowie Grünstrukturen.

  • 3. Bauabschnitt: Bereich des alten Mainstegs mit neuem Wohnmobil- und Pkw-Parkplatz, Mainterrasse und Parkgestaltung.

Bereits im Oktober 2018 waren die relais-Landschaftsarchitekten Marianne Mommsen und Gero Heck  aus Berlin als 1. Preisträger   des von der Gemeinde Veitshöchheim ausgelobten freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs für das Umfeld des Neuen Mainstegs hervorgegangen. Statt Blechlawinen auf dem Dreschplatz visavis der Mainfrankensäle hatte relais unter dem Schlagwort "Urbane Lände" einen neuen zentralen, großzügigen Platzraum am Wasser zur multifunktionalen Nutzung (Feste, Märkte und Aktionen) vorgeschlagen.

Mit dem Startschuss für den ersten Bauabschnitt ist die Gemeinde auf dem Weg, die Mainlände zu einem modernen, attraktiven Aufenthalts- und Begegnungsort am Mainufer zu entwickeln – mit mehr Aufenthaltsqualität, sichereren Verkehrswegen und neuer Infrastruktur für Feste und Märkte. Bürgermeister Götz sprach beim Spatenstich von einem „Aushängeschild der Gemeinde“, das den Mainuferbereich rund um die Mainfrankensäle deutlich aufwerten werde.

2. Bauabschnitt Urbane Lände am neuen Mainsteg - Baubeginn angestrebt im zweiten Halbjahr 2026

 

Die Umgestaltung betrifft den Bereich der Mainlände zwischen Parkstraße und Obere Maingasse auf rund 4.400 Quadratmetern Fläche, wo eine großzügige Fußgängerzone vor den Mainfrankensälen entstehen soll. Eine Schranke auf Höhe der Parkstraße wird künftig den unberechtigten Fahrzeugverkehr unterbinden.

Die beiden unschönen Betonkästen für die Abspannseile des Pylon werden in einer Vegetationsinsel mit sieben Bäumen (zwei Eschen, vier Ulmen und eine Traubenkirsche) abgeschirmt. Die Auswahl aller Bäume erfolgte in Absprache der Planer mit der LWG Veitshöchheim.

Am Übergang zur Platzmitte ist eine Nebelanlage mit zahlreichen bodenbündigen Nebeldüsen vorgesehn, die für angenehme Abkühlung an heißen Sommertagen sorgt.

Das Zentrum des Platzes steht für bis zu 20 Marktwagen des wöchentlich stattfindenden Grünen Marktes zur Verfügung. Vorgesehen ist neben dem Markt auch ein Standort eine Außengastronomie der Mainfrankensäle mit Anschlüssen für einen mobilen Kiosk.

Es wird Wert gelegt auf eine barrierefreie Ausgestaltung des Platzes. In Absprache mit dem BFW sind auch Maßnahmen für Blinde und Sehbehinderte wie tastbare Borde, Aufmerksamkeitsfelder, Leit- und Auffindestreifen vorgesehen.

3. Bauabschnitt:  Umgestaltung am alten Mainsteg - Landschaftliche Lände 

Nach bereits erfolgtem Rückbau des alten Stegs soll die freiwerdende Fläche als Park mit Ergänzung von Bäumen gestaltet werden. Weiter sind vorgesehen:

  • 🔨nun  10 - 12 Wohnmobilstellplätze: neu gegliedert mit Ver- und Entsorgungsstationen
  • 🔨 Neuordnung 16 PKW-Stellplätze entlang Grundstücksgrenze zu Team Orange - getrennt durch Vegetationsstreifen von den Wohnmobilstellplätzen
  • 🔨 Bau einer Mainterasse mit steinerner Sitzbank und kleiner Ufertreppe als Aufenthaltsort am Wasser

Noch offen ist laut Bürgermeister, ob wegen anderweitiger Möglichkeiten die Anlage der Wohnmobilstellplätze hier realisiert wird.

Finanzierung

Die Gesamtkosten aller drei Bauabschnitte liegen nach Angaben von Alexander Zeller (Regierung von Unterfranken) bei 10,17 Millionen Euro, wovon 9,05 Millionen Euro förderfähig sind. Damit ergibt sich eine Gesamtförderung von 5,43 Millionen Euro.

Die Zahlen sind bereits in das vom Gemeinderat im März 2025 zum Haushalt beschlossenen Investitionsprogramm bis 2028 aufgenommen. Nicht enthalten ist dabei die jüngste Einsparung: Statt teurem Natursteinpflaster in gebundener Bauweise kommt ein kostengünstigeres Betonpflaster zum Einsatz. Damit spart die Gemeinde 1,1 Millionen Euro, wovon nach Abzug der Förderung etwa 450.000 Euro weniger im Gemeindehaushalt zu Buche schlagen.

Bereits am 7.11.2023 hatte der Gemeinde aus Kostengründen zum fortgeschriebenen Planungsentwurf mit Gesamtkosten von  11,38 Mio. Euro im Bereich der Urbanen Lände am neuen Steg die Streichung der Calisthenics-Anlage und im Bereich der Parkplätze nur den Teil 3 - Umbau des Omnibusparkplatzes beschlossen, wodurch sich die reinen Baukosten  (ohne Honorare + Nebenkosten) von 9,65 Mio. Euro um 2,0 Mio. Euro auf 7,65 Mio. Euro reduzierten.

Parkpatznachweis

Durch den Wegfall der Planungs-Teile 1 und 2 der Parkplatzanlage reduzierte sich die Zahl der nachgewiesen Stellplätze von 276, davon acht Behindertenstellplätze nahe den Mainfrankensälen sowie vier Stellplätze mit E-Ladestation auf dem Parkplatz Teil 1, auf 227, sodass die Gemeinde 68 Stellplätze auf dem Bestandsparkplatz Pont-L'Evêque-Allee nachwies, um auf die für den Betrieb der Mainfrankensäle geforderte Stellplatzzahl von 295 zu kommen. 

 

In den Bestandsparkplätzen an den  Mainfrankensälen werden zwei Bereiche mit sieben und zehn Stellplätzen ergänzt. 

Auf dem Dreschplatz können derzeit 80 Autos auf markierten Flächen parken.

Fotos Dieter Gürz - Pläne relais-Architekten Berlin

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