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Haushalt 2025 - Halbjahresbilanz: Veitshöchheim muss den Gürtel enger schnallen

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Die Gemeinde Veitshöchheim hat ihren Halbjahresbericht für 2025 vorgelegt. Zwar zeichnet sich ab, dass der Haushaltsplan eingehalten werden kann – allerdings nur bei strenger Ausgabendisziplin.

Zur Jahresmitte liegen die Einnahmen aus der laufenden Verwaltung deutlich unter Plan. Ein Grund: Wichtige Zahlungen aus Einkommen- und Umsatzsteuer fließen erst im zweiten Halbjahr. Auch bei der Gewerbesteuer gibt es eine Lücke von derzeit rund 765.000 Euro gegenüber dem Ansatz von 6,25 Mio. Euro, deren Schließung unsicher ist.

Bei den Investitionen laufen die Großprojekte Parkplatzumbau „Neue Lände“, Haus VI Kinderbetreuung und Sanierung Lindentalstraße (im Bild) auf Hochtouren. Das belastet die Kasse, ebenso wie die Tatsache, dass Grundstücksverkäufe im Baugebiet „Sandäcker“ momentan nicht möglich sind. Fördermittel für Bauvorhaben flossen bislang nur zögerlich, jedoch wie Bürgermeister Jürgen Götz in der Sitzung sagte, in den letzten Tagen in siebenstelliger Höhe.

Von den knapp sieben Millionen Euro Finanzmitteln, die die Gemeinde Ende Juni noch hatte, sind gut 1,5 Millionen Euro fest in Bausparverträgen für künftige Großprojekte gebunden.

Die Kämmerei mahnt deshalb: Neue, nicht zwingend notwendige Projekte sollen nicht gestartet, Einsparmöglichkeiten konsequent genutzt werden. Ziel sei es, die Handlungsfähigkeit der Gemeinde auch in den kommenden Jahren zu sichern – obwohl der finanzielle Spielraum bereits spürbar kleiner wird.

Versorgungsbetriebe Veitshöchheim: Halbjahresbilanz stabil

Die Versorgungsbetriebe Veitshöchheim haben auch in der ersten Hälfte des Jahres 2025 solide Zahlen vorgelegt. Im Rahmen der Ferienausschusssitzung stellte die Werkleitung den Halbjahresbericht vor, der einen Überblick über die Erträge, Aufwendungen und investiven Maßnahmen gibt.

Demnach ist die Finanzrechnung für das erste Halbjahr noch nicht vollständig aussagekräftig, da einige Einnahmen und Auszahlungen erst im zweiten Halbjahr erfolgen – darunter Gewinnausschüttungen der Beteiligung an der Energieversorgung Lohr/Karlstadt GmbH & Co. KG sowie Zahlungen an den Abwasserzweckverband Maintal Würzburg und das Finanzamt Würzburg.

Dennoch weist das Halbjahresergebnis bereits einen kleinen Überschuss von 12.328 Euro auf. Für das laufende Jahr wird ein Jahresüberschuss von 648.500 Euro erwartet, der voraussichtlich erreicht oder leicht übertroffen werden kann.

Auch bei den investiven Maßnahmen verläuft alles planmäßig: Die Baumaßnahme in der Lindentalstraße ist gestartet und wird termingerecht umgesetzt. Positiv hervorzuheben ist, dass der Eigenbetrieb seit Ende 2016 schuldenfrei ist.

Die Finanzlage zeigt zum 30. Juni 2025 liquide Mittel in Höhe von rund 2,42 Millionen Euro. Der ursprünglich geplante Fehlbetrag von 2,2 Millionen Euro dürfte nicht erreicht werden – es könnte sich sogar eine Verbesserung abzeichnen.

Der Ferienausschuss nahm den Bericht ohne Einwendungen positiv zur Kenntnis und bestätigte damit, dass der Wirtschaftsplan 2025 der Versorgungsbetriebe Veitshöchheim in vollem Umfang eingehalten werden kann.

Halbjahresberichte 2025: Gemeinde zieht Zwischenbilanz

Dem Ferienausschuss des Gemeinderats Veitshöchheim wurden die Halbjahresberichte der Verwaltung zu den wichtigsten Projekten und Aufgabenfeldern 2025 vorgestellt. Sie dienen der Erfolgskontrolle und sollen künftig gezielter auf ausgewählte Themen konzentriert werden.

Breites Spektrum an Aufgaben

In der Hauptverwaltung wurden neue Dienstanweisungen zu Antikorruption und mobiler Arbeit eingeführt, das Intranet modernisiert.

Im Bereich Öffentliches Grün wurden Blühflächen gepflegt, Pflanzbeete erneuert und Bäume umgesetzt. Die Hitze macht jedoch vielen Bestandsbäumen zu schaffen, weshalb trockenheitsresistente Arten nachgepflanzt werden.

Bei den Bauprojekten schreitet die Planung der Generalsanierung der Eichendorffschule voran. Die Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrhauses steht in den Startlöchern, für die Bücherei und das Jüdische Kulturmuseum laufen Machbarkeitsstudien zum Heizungstausch.

Im Schul- und Kinderbetreuungsbereich wird der Bedarf mit dem Neubau an der Eichendorffschule und dem Interimskindergarten „Zauberbaum“ bis 2027 gedeckt – in den Horten bleibt der Platzbedarf hoch.

Der Klimaschutz setzte auf Veranstaltungen wie das Repair Café, die „Wattwanderung ohne Gummistiefel“ und das Stadtradeln. LED-Umrüstungen in öffentlichen Gebäuden und neue E-Ladestationen sind in Arbeit.

Ausblick
Für 2026 will der Gemeinderat die berichtspflichtigen Themen neu festlegen und gemeinsam mit der Verwaltung weitere Ziele formulieren.

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