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40 Jahre Hotel am Main – Musik, Emotionen und ein großes Dankeschön: Zum Jubiläum spielte die B 27 Bigband der Musikschule groß auf - Hotelinhaberin spendete 4.000 Euro an örtliche Einrichtungen

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

 Ein Fest für alle Sinne

Es war ein Sonntag voller Musik, Begegnung und Dankbarkeit: Mit einem stimmungsvollen Jazz-Frühschoppen feierte das Hotel am Main am Sonntag sein 40-jähriges Bestehen.

Rund 400 Gäste genossen im Schatten des Kastaniengarten  die Musik der B 27 Bigband und ein vielfältiges kulinarisches Angebot von Kaffee und Kuchen bis zu Weißwurstfrühstück und regionalem Wein. Eingebettet war das Fest in das Programm „Veitshöchheim macht Musik & Appetit“.

Rückblick mit Herz und Weitblick

In ihrer Rede blickte Hotelinhaberin Dorothea von Droste mit spürbarer Dankbarkeit auf die Geschichte des Hauses zurück, das ihr Vater Max Weckesser 1984 eröffnete. „Dieses Haus lebt von den Menschen, die hier arbeiten, einkehren und sich wohlfühlen“, sagte sie. „Und es lebt von der Idee, dass Gastfreundschaft mehr ist als ein Bett – nämlich Begegnung, Kultur und Verantwortung.“

Seit der Eröffnung wurde das Hotel kontinuierlich erweitert: 1996 kam der „Goldene Anker“ hinzu, 2006 ein großzügiger Gartensaal, 2014 ein eigenes Tagungshaus. Seit 2022 ist das Haus zertifiziertes Biohotel – und seit April 2024 trägt es den Titel Literaturhotel.

 

Ein Ort für Bücher und Kunst

Die Idee zum Literaturhotel geht auf den Nachlass ihres 2019 verstorbenen Vaters zurück, dessen Bücher nun im lichtdurchfluteten Raum „Clara“ in einer eigens geschreinerten Bibliothek zugänglich sind. Lesungen, Schreibstipendien, Buchempfehlungen und Kooperationen mit Verlagen, Buchhandlungen und der Bücherei im Bahnhof füllen das Konzept mit Leben.

Die nächste Lesung findet am 17. Juli um 19 Uhr statt – zu Gast ist der Autor und Literaturkritiker Ulrich Rüdenauer. Karten gibt es online unter pretix.eu oder telefonisch unter 0931/98040.

Kunst trifft Frühstück

Neu sind die regelmäßig wechselnden Kunstausstellungen im Frühstücksraum. Aktuell sind dort Werke des Würzburger Künstlers Walter Bausenwein zu sehen. Alle zwei bis drei Monate wird neu gehängt – geöffnet ist die Ausstellung täglich von 11 bis 18 Uhr.

„Nachhaltigkeit, Literatur, Kunst und Kultur wollen wir nicht nur fördern, sondern formen und mit Leben füllen“, sagt Dorothea von Droste. „Wir möchten ein Ort der Begegnung sein – für unsere Gäste, aber auch für die Menschen vor Ort.“

Ein großes Dankeschön

Das Jubiläum war nicht nur Anlass zum Feiern, sondern auch zum Danken: „Ohne mein wunderbares Team, das täglich mit Einsatz und Herzblut dabei ist, wäre all das nicht möglich. Mein Dank gilt auch meiner Familie – und natürlich der Bevölkerung für die Treue und das gute Miteinander in den vergangenen vier Jahrzehnten.“

Auch an frühere Wegbereiter erinnerte die Inhaberin: Ursula Heidinger prägte das Hotel von 1985 bis 2003, Petra Koch bis 2015. Seit Juli 2022 wird Dorothea von Droste von Hoteldirektor Henning Michel unterstützt – ein erfahrener Hotelprofi und „große Bereicherung“ für das Haus.

Für die Zukunft wünsche sie sich die Chefin, das Hotel weiterhin als Ort der Begegnung zu gestalten – offen, engagiert und lebendig.„Dieses Hotel hat mich mein ganzes Leben begleitet – nun darf ich es führen und mit Leben füllen“, sagte sie. „Und was könnte schöner sein, als das mit anderen zu teilen?“

Großzügige Spende an vier lokale Einrichtungen

Zum Zeichen der Verbundenheit überreichte das Hotel Spenden in Höhe von jeweils 1.000 Euro an die Bücherei im Bahnhof, die Grundschule Veitshöchheim, die Freiwillige Feuerwehr (für die Jugendarbeit) sowie die Sing- und Musikschule Veitshöchheim.

Symbolische Spendenschecks in Empfang nahmen so v.l.n.r. 1. Kommandant Florian Fischer für die Jugendarbeit der Freiwilligen Feuerwehr, Leiterin Christina Stibi für die Sing- und Musikschule, Rektorin Gabriele Schwenkert und Elternbeiratsvorsitzender Martin Husch für die Grundschule, Hoteldirektor Henning Michel, Dorothea von Droste, Bürgermeister Jürgen Götz und Leiterin Dr. Astrida Wallat für die Bücherei im Bahnhof.

Bürgermeister würdigt Hotel als Aushängeschild

Für ihre Arbeit und ihr Herzblut wurde Dorothea von Droste nicht nur vom Publikum mit langem Applaus bedacht. Bürgermeister Jürgen Götz gratulierte dem Hotel in einer sehr persönlichen Ansprache. „Das Hotel am Main ist ein echtes Stück Heimat auf Zeit – und ein Aushängeschild für Veitshöchheim“, sagte er. Er würdigte die Balance zwischen Tradition und Innovation und hob das nachhaltige und kulturelle Engagement der heutigen Betreiberin hervor: „Frau von Droste führt dieses Haus mit großer Leidenschaft, Feingefühl und klarem Blick für die Zukunft.“ Das Hotel habe in den letzten vierzig Jahren viel zur touristischen und wirtschaftlichen Entwicklung Veitshöchheims beigetragen.

B 27 Bigband sorgt für musikalische Höhepunkte

Die B 27 Bigband der Sing- und Musikschule Veitshöchheim sorgte mit einem über zweistündigen Konzert für beste Stimmung. Unter der neuen Leitung von Lukas Espenlaub spannte das Repertoire den Bogen von Klassikern wie „Blue Monk“ und „Sing, Sing, Sing“ bis hin zu modernen Arrangements wie „Locked Out Of Heaven“ oder „September“.

 

Die 22-köpfige Formation brachte das Publikum so in Schwung, dass sogar vor dem Hotel in der Mainuferpromenade getanzt wurde.

Immer wieder begeisterten Solisten das Publikum: etwa Saxophonist Hannes Klemenz, der am Vortag noch mit seiner Band „Tuesday“ in der Wiener Botschaft auftrat, Uli Sagmeister am Schlagzeug oder der frühere Ludwigsburger Oberbürgermeister Werner Spec an der Trompete. Auch Musikschulleiterin Christina Stibi an der Posaune und Keyboardlehrer Alex Klebl zeigten, wie viel musikalische Leidenschaft in der Bigband steckt.

Im letzten Set überraschte die Bigband noch mit der Uraufführung „Fliege mit mir in die Heimat“ – DAS Veitshöchheim-Lied („Komm doch zu uns nach Veitshöchheim“) als Arrangement für Bigband, von Thorsten Maaß, von der Musikschule in Auftrag gegeben und für sie extra komponiert.

 

Ein Fest voller Musik, Erinnerung und Ausblick – so präsentierte sich das Hotel am Main zum 40. Geburtstag: traditionsverbunden und zukunftsgewandt zugleich.

 

Goethe’sche Vision in Veitshöchheim? Büchereileiterin überrascht mit literarischem Gruß zur Spendenübergabe

Eine literarische Überraschung hatte Büchereileiterin Astrida Wallat parat, als sie im Namen der Gemeindebücherei den Spendenscheck entgegennahm. In ihrem Dank erfreute sie die  die Hotelchefin mit einem angeblich bislang unbekannten Fragment aus den späten Gesprächen zwischen Johann Wolfgang von Goethe und seinem Sekretär Johann Peter Eckermann.

Wie Wallat berichtete, habe Goethe im Oktober 1815 tatsächlich Veitshöchheim gestreift – wenn auch eher zufällig. Überliefert sei laut der Bibliothekarin, dass der Dichter auf dem Weg nach Würzburg dem Drang folgte, „dem langmütigen, rebenumsäumten Lauf des Mains“ ein Stück weit zu folgen.

In poetischen Worten beschrieb Goethe demnach einen Moment der Eingebung beim Anblick der Veitshöchheimer Flusslandschaft:

„Mein Blick ruhte mit Wohlgefallen auf den weichen Höhen der Weinberge, die gleich ungeschriebenen Versen das Ufer säumten. Stromaufwärts gelangte ich bald an einen lieblichen Ort, den die Einheimischen Veitshöchheim nennen. Kaum hatte ich den Fuß auf dessen Pflaster gesetzt, überkam mich ein feines Ahnen – wie von einer Begebenheit, die noch in den Schattierungen der Zukunft lag.“

Goethe habe gespürt, so das Fragment weiter, dass dort eines Tages ein gastliches Haus entstehen würde – „eine Herberge, in der Speise und Trank gereicht würden und zugleich der Geist sein Auskommen fände“. Ein Haus, offen und freundlich, „in dem gegessen und getrunken, gelesen und gedacht würde“. Auch eine Gastgeberin habe er sich vorgestellt: „mit hellem Blick und warmem Herzen“, die neben ihrer Arbeit in Küche und Keller auch der örtlichen Bücherei „ab und an einen silbernen Groschen zueignen“ würde.

Den literarischen Abschluss bildete eine fast modern anmutende Zeile aus dieser vermeintlichen Vision des Dichterfürsten:

„Veitshöchheim – so lässt sich’s leben.“ - seit Jahren das Logo der Gemeinde

Ob authentisches Fundstück oder charmante Fiktion – das Publikum war sich einig: Diese Goethe-Hommage war ein Geschenk für sich.

1000 Euro für die Jugendfeuerwehr: Spende für Nachwuchsförderung in Veitshöchheim

Große Freude herrschte bei der Freiwilligen Feuerwehr Veitshöchheim: Eine Spende in Höhe von 1000 Euro wurde von der Hotelinhaberin und ihrem Hoteldirektor an Kommandant Florian Fischer und seine Jugendfeuerwehr überreicht.

Für die Spenderin war es ein persönliches Anliegen: „Diese Spende liegt mir sehr am Herzen“, betonte von Droste. „Gerade in der heutigen Zeit wird das Ehrenamt oft zu wenig gewürdigt – dabei leistet die Freiwillige Feuerwehr enorm viel für die Allgemeinheit.“ Angesichts der aktuellen Klimaentwicklung würden die Herausforderungen für die Feuerwehr in Zukunft noch wachsen.

Ein besonderes Augenmerk legt sie auf die Nachwuchsarbeit: „Mir geht es vor allem um die Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren. Wir möchten mit der Spende mehr Veranstaltungen ermöglichen, um die jungen Menschen enger an die Feuerwehr zu binden – oder neue für dieses wichtige Ehrenamt zu begeistern.“

Kommandant Florian Fischer zeigte sich sichtlich dankbar: „Ich habe heute eine kleine Abordnung unserer Jugendfeuerwehr mitgebracht – auch Vertreter unseres Vereins und der Aktiven sind dabei. Die Spende kommt auf jeden Fall gut bei uns an und wird vollständig in die Jugendarbeit investiert.“

Aktuell zählt die Jugendgruppe 25 Mitglieder. Fischer: „Es gibt schon viele Ideen, wie wir das Geld sinnvoll einsetzen können. Vielen Dank für die Unterstützung – damit können wir auch künftig tatkräftig mit anpacken und jederzeit für die Bürger zur Stelle sein.“

Gut gebrauchen kann die 1000 Euro-Spende auch der Elternbeirat der Grundschule, damit, so dessen Vorsitzender Martin Husch die Zweitklässler in Zukunft mit dem Roller schon mal vorher üben können, um die Verkehrsregeln zu lernen.

 Freude über Spende an Musikschule

Riesig war die Freude über eine weitere großzügige Spende beim Jubiläumsfest besonders auch bei Musikschulleiterin Christina Stibi. Dorothea von Droste kündigte mit spürbarer Begeisterung die Zuwendung an: „Ich liebe Musik – sie ist magisch und bringt so viel Schönes ins Leben. Deshalb freue ich mich sehr, auch der Sing- und Musikschule Veitshöchheim 1.000 Euro spenden zu können.“

Sie appellierte zugleich an das Publikum: „Egal wie alt man ist – fangt an zu singen oder ein Instrument zu lernen. Es ist etwas unglaublich Wertvolles. Und hier in der Musikschule seid ihr bestens aufgehoben – mit tollen Lehrerinnen und Lehrern, mit einer tollen Leitung.“

Christina Stibi zeigte sich bewegt: „Ich bin völlig überwältigt. Liebe Dorothea, vielen Dank!“ Sie betonte die enge Verbindung zur Spenderin: „Ihre vier bezaubernden Kinder sind alle bei uns in der Musikschule – und sie selbst auch.“

Stibi dankte auch für die Möglichkeit, das Fest musikalisch mitgestalten zu dürfen: „Es ist wunderbar, dass wir den Kastaniengarten heute in einen Klanggarten verwandeln dürfen – und mit der Big Band diesen besonderen Tag feiern.“ Der Scheck sei das i-Tüpfelchen auf einem ohnehin besonderen Festtag.

Weitere Impressionen vom Jubiläumsfest

40 Jahre Hotel am Main – Musik, Emotionen und ein großes Dankeschön: Zum Jubiläum spielte die B 27 Bigband der Musikschule groß auf  - Hotelinhaberin spendete 4.000 Euro an örtliche Einrichtungen
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Alle Fotos Dieter Gürz
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