„Ein Ort, an dem Zukunft gestaltet wird“ - Gymnasium Veitshöchheim feiert 25-jähriges Bestehen mit Festakt und Ehemaligentreffen
25 Jahre Gymnasium Veitshöchheim – Festakt mit Rückblick und Ausblick
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Mit einem feierlichen Festakt beging das Gymnasium Veitshöchheim am Samstagnachmittag sein 25-jähriges Bestehen.
Im September 2000 hatte die Schule im Neubau mit zunächst 318 Schülern sowie 19 hauptamtlichen Lehrkräften ihren Betrieb aufgenommen. Heute sind es 728 Jugendliche, unterrichtet von über 80 Lehrkräften , zählt die Bildungseinrichtung, die der Landkreis Würzburg einst für rund 30 Millionen Mark errichten ließ, zu den modernsten Gymnasien in Bayern.
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Jubiläums-Foto am Ende mit Protagonisten und Ehrengästen v.l.n.r. vorne Landrat Thomas Eberth, Organisatorin Margret Simmelbauer, Schulleiter Dr. Bernhard Brunner, Bürgermeister Jürgen Götz, Altlandrat Eberhard Nuß und Dieter Brückner, der bis 2021 die Schule leitete, hinten MdL Björn Jungbauer, stv. Schulleiter Gunnar Leuner, Ministerialbeauftragter der ufr. Gymnasien Dr. Robert Christoph, Altbürgermeister Rainer Kinzkofer, Ministerialbeauftragter der ufr. Realschulen Marcus Ramsteiner, Barbara Wilhelm (im Jahr 2000 im Elternbeirat), das Moderatoren-Duo der Gesprächsrunde Marie Ratte (11c) und Dr. Lukas Krenz (Abi 2011) und Berit Holzner (Kunstlehrererin seit Anbeginn).
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Mit feierlichem Glanz eröffnete das Kammerorchester der Schule unter der würdevollen Leitung von Reiko und Makoto Sudo das Event. Georg Friedrich Händels ‚A la Hornpipe‘ aus der Wassermusik erhob sich zu einem festlichen Klangbild voller Strahlkraft und Eleganz. Die beiden Profis ließen im Zusammenspiel mit Mariìa Nos, Christoph Reichert, Karina Mass, Franka Reinhard, Heidi Axmann und Luise Rüthel die barocken Töne in harmonischer Einheit durch den Raum fließen und gaben dem Moment eine erhabene musikalische Würde.
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Unter dem Motto „Zurückblicken, weiterdenken“ versammelte sich die Schulfamilie zu einem stilvollen Festakt mit Musik, Wortbeiträgen und Gesprächen, begrüßt von der Organisatorin des Festakts Mathe-Fachschaftsleiterin Margret Simmelbauer und dem stellvertretenden Schulleiter Gunnar Leuner, die die Geschicke der Schule über all die Jahre mitgeprägt haben. Gekommen waren sehr viele Ehemalige, Lehrkräfte und Elternbeiräte sowie geladene Gäste aus Politik und Schulverwaltung.
„Was für eine Geburtstagsfeier!“
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„Ich bin überwältigt von der guten Stimmung, den vielen lieben Menschen und all den Impulsen, die ich heute mitnehmen darf. Was für eine Geburtstagsfeier!“, rief Schulleiter Dr. Bernhard Brunner in die voll besetzte Schulaula.
Zu Beginn des Schuljahres habe man sich im Kollegium noch gefragt, ob man ein 25-jähriges Jubiläum überhaupt feiern solle. „Schließlich stehen wir als junger Spross neben altehrwürdigen Gymnasien wie dem Wirsberg-Gymnasium in Würzburg oder dem 100-jährigen Gymnasium Haßfurt“, so Brunner. Doch spätestens beim Kollegenausflug sei klar gewesen: „Wir wollen feiern – nicht wegen unseres Alters, sondern weil unser Projekt gelungen ist.“
Ein Blick auf die Zahlen gibt ihm recht: In 20 Abiturjahrgängen wurden 1608 Schülerinnen und Schüler erfolgreich zur Prüfung geführt. Viele seien „etwas geworden“, wie Brunner schmunzelnd anmerkte. Symbolisch überreiche man sich heute ein „Reifezeugnis im G25“.
Brunner würdigte das Architekturbüro Wagner + Moertel, das mit dem Schulbau ein funktionales und ästhetisches Zeichen setzte. Dass die Schule heute so gut dasteht, sei nicht zuletzt dem Landkreis Würzburg zu verdanken, der als Sachaufwandsträger in den letzten Jahren massiv investierte – von IT-Ausstattung über Fassadensanierung bis hin zum Lernatelier. „Eine gute Ausstattung ermöglicht Erfolg“, betonte Brunner und verwies auf Auszeichnungen bei „Jugend forscht“ und den Doppelsieg der Schülerzeitung „Mammut“ als beste Online-Zeitung Bayerns und Deutschlands.
Tatsächlich wächst das Gymnasium stetig: Von ursprünglich 325 Schülern ist man heute bei rund 750 angekommen – Tendenz weiter steigend. Erstmals mussten sogar Anmeldungen abgewiesen werden, was Brunner als „Widerspruch zum eigentlichen Bildungsauftrag“ bedauerte. Zwei neue Klassenzimmer in Containerbauweise sollen kurzfristig Abhilfe schaffen. „Auch deshalb hoffen wir auf politische Unterstützung für unseren Erweiterungsbau.“
In seiner Rede würdigte der Schulleiter zahlreiche Wegbereiter: die Aufbaugeneration der Lehrkräfte, von denen viele noch im Dienst sind, Alt-Hausmeister Jürgen Schraut sowie die seit 25 Jahren tätige Reinigungskraft Ludmilla Jakovlev, die stellvertretend für das oft unsichtbare Engagement im Hintergrund genannt wurde.
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Ein besonderer Dank ging mit einem Präsentkorb an Lehrerin Margret Simmelbauer, die als „Herz und Kopf“ der Jubiläumsfeierlichkeiten agierte. „Ob das ohne dich was geworden wäre?“, fragte Brunner und rief zum Applaus für das gesamte Organisationsteam auf.
Mit einem Blick in die Zukunft umriss Brunner drei zentrale Aufgabenfelder für die kommenden Jahre: Schülerorientierung und Individualisierung, der sinnvolle Einsatz digitaler Medien sowie Offenheit und internationale Vernetzung. Projekte wie „Cyber Mentor Plus“, diagnosebasierte Förderformate und Austauschprogramme mit Frankreich, Spanien, Israel, Tschechien und neu Tansania zeigten, wohin sich das Gymnasium bewege.
Der Schulaustausch mit Mapanda in Tansania wurde jüngst mit dem Förderpreis 2025 des bayerischen Landesverbands der Schulfördervereine ausgezeichnet. „Das sind Begegnungen, die unsere Schülerinnen und Schüler wirklich prägen“, so Brunner.
Zum Schluss blickte der Schulleiter mit einem Augenzwinkern auf das nächste große Jubiläum: „Sollten wir zum 50-jährigen Bestehen eingeladen werden, erleben wir vielleicht, wie unsere Schule ihr zweites Reifezeugnis erhält – und ich hoffe, wir dürfen dann dabei sein.“
„Ein lebendiger Ort der Persönlichkeitsentwicklung“
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Zum 25-jährigen Bestehen des Gymnasiums Veitshöchheim gratulierte Landrat Thomas Eberth mit Worten der Anerkennung und des Dankes. Die Schule sei weit mehr als ein Ort der Wissensvermittlung, so der Landrat: „Bildung ist der Schlüssel zur Demokratie, zur aktiven Mitgestaltung unserer Gesellschaft und zur Sicherung unserer gemeinsamen Zukunft.“
Mehr als 1.600 Schülerinnen und Schüler hätten seit der Gründung am Gymnasium ihr Abitur abgelegt – und dabei nicht nur Fachwissen, sondern auch soziale Kompetenzen erworben. Das zeige die nachhaltige Bildungsarbeit des Hauses, das Eberth als „lebendigen Ort des Wandels, der Innovation und der Persönlichkeitsentwicklung“ würdigte.
Als Sachaufwandsträger begleitet der Landkreis Würzburg die Entwicklung der Schule seit einem Vierteljahrhundert. „Wir haben aus Überzeugung kontinuierlich in das Schulgebäude investiert“, betonte der Landrat. Heute zeige sich der Wandel vor allem in der fortschreitenden Digitalisierung: „Sie vermittelt unseren Schülerinnen und Schülern wertvolle Medienkompetenz.“
Die stetig steigenden Schülerzahlen wertet Eberth als Zeichen der hohen Wertschätzung, die das Gymnasium in der Region genießt – und zugleich als Auftrag, weiter in Bildung zu investieren: „In Räume, Technik, Strukturen und vor allem in Menschen.“
Für die Zukunft wünschte er der Schule ein engagiertes Kollegium, das jungen Menschen mit Herz und Verstand zur Seite steht, sowie einen Elternbeirat, der sich weiterhin partnerschaftlich und konstruktiv einbringt. „Auf dass das Gymnasium Veitshöchheim auch in Zukunft ein Ort bleibt, an dem Zukunft gestaltet wird.“
„Ein Ort, an dem Leben und Lernen Spaß machen“
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Zum 25-jährigen Bestehen des Gymnasiums Veitshöchheim gratulierte Bürgermeister Jürgen Götz der gesamten Schulfamilie sowie dem Landkreis Würzburg als Schulträger – im Namen der Gemeinde und auch ganz persönlich. „Vor fünf Jahren konnten die Jubiläumsfeiern pandemiebedingt nicht stattfinden. Umso schöner ist es, nun gemeinsam zurückzublicken und das Erreichte zu feiern“, so Götz.
Von Anfang an sei das Gymnasium ein Ort der Bildung und Begegnung gewesen, betonte der Bürgermeister: „Unsere Kinder lernen hier nicht nur Lehrstoff, sondern auch das Miteinander – in einer Atmosphäre, die Lernen mit Leben verbindet.“
Dass das Gymnasium heute in Veitshöchheim steht, sei jedoch alles andere als selbstverständlich gewesen. Nach Feststellung des Bedarfs durch das Kultusministerium im Jahr 1994 hatten sich mehrere Gemeinden als Standort beworben – unter anderem Höchberg, Unterpleichfeld und Veitshöchheim.
Punkte gesammelt habe Veitshöchheim mit vorhandener Infrastruktur: einer neu gebauten Freisportanlage, der Nähe zur Förderschule des Landkreises und dem geplanten Bau der Dreifachsporthalle mit Lehrschwimmbecken. Die Gemeinde bot dem Landkreis eine gemeinsame Nutzung der Sportstätten und eine zentrale Heizungsanlage an – ein Vorteil auch in finanzieller Hinsicht.
Die Entscheidung fiel im Kreistag – demokratisch und, wie sich herausstellen sollte, alphabetisch: Da die anderen Gemeinden bei der Abstimmung keine Mehrheit erzielten, fiel die Wahl zuletzt auf Veitshöchheim – und erhielt schließlich die nötige Mehrheit.
Dem folgenden Architektenwettbewerb mit 153 Bewerbungen gewannen damals noch unbekannte Planer. Unterstützung in der Jury kam auch von zwei Veitshöchheimer Kreisräten: Altbürgermeister Rainer Kinzkofer und Bernhard Schlereth. Heute trage die gelungene Architektur zur besonderen Atmosphäre des Schulhauses bei‘, ist die Schule in Veitshöchheim heimisch geworden“, so Götz. „Aus unserer Jubilarin ist ein gefragter und erfolgreicher Twen geworden.“
Besonders beeindruckt zeigt sich der Bürgermeister von den vielfältigen Angeboten, die das Gymnasium den Jugendlichen bietet – weit über den Unterricht hinaus. „Es sind nicht allein Noten, die über ein erfolgreiches Leben entscheiden – es sind die Erfahrungen und die Persönlichkeitsentwicklung, die hier ganz bewusst gefördert werden.“
Viele Projekte habe die Gemeinde in den letzten 25 Jahren begleiten oder gemeinsam mit der Schule realisieren dürfen. Auch unter seinem Vorgänger Rainer Kinzkofer habe es bereits eine enge Zusammenarbeit gegeben.
„Dem Gymnasium Veitshöchheim wünsche ich weiterhin so engagierte Lehrerinnen und Lehrer, viel Freude am Lernen und Lehren – und alles Gute für die nächsten 25 Jahre“, so Götz abschließend.
„Vivas, crescas, floreas“ (Mögest du leben, wachsen und gedeihen)
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Mit einem ebenso persönlichen wie pointierten Grußwort gratulierte Dr. Robert Christoph, Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Unterfranken, dem Gymnasium Veitshöchheim zum 25-jährigen Bestehen. Er überbrachte dabei auch die Grüße von Kultusministerin Anna Stolz, die terminlich verhindert war.
„25 Jahre – ein schönes und jugendliches Alter, für Menschen wie für Schulen“, eröffnete Christoph seine Rede. Der Besuch in Veitshöchheim sei für ihn eine besondere Freude – nicht nur wegen des Jubiläums, sondern auch wegen der überregionalen Bedeutung des Ortes: Vom Rokokogarten über die Fastnacht in Franken bis zur Landesanstalt für Wein- und Gartenbau – und eben dem Gymnasium Veitshöchheim, das für seine besondere Architektur, sein gutes Schulklima und seine Innovationsfreude bekannt sei.
Mit sichtlicher Wertschätzung blickte Christoph auf die bisherige Geschichte der Schule. Gründungsrektor Dieter Brückner habe das Gymnasium mit Ideenreichtum und hervorragender Vernetzung vorangebracht, so Christoph. Die frühe Einführung von Laptopklassen, die Beteiligung an Modellprojekten und eine vorbildliche digitale Ausstattung seien Ausdruck dieser Innovationskultur.
Sein Nachfolger, Dr. Bernhard Brunner, stehe dem in nichts nach: Er bringe Erfahrungen vom Institut für Schulqualität mit und sei ein visionärer Schulmanager, der das Gymnasium weiterhin auf Erfolgskurs halte. Der moderne, architektonisch reizvolle Bau am Hang – von Brückner einst als „Kathedrale der Bildung“ bezeichnet – stoße inzwischen allerdings an seine Grenzen. Christoph begrüßte daher die Entscheidung des Kreistags, die Erweiterung des Schulgebäudes prüfen zu lassen. Zwei Containerklassen werden in den Ferien errichtet und stehen ab dem Schuljahr 2025/26 bereits bereit.
Zahlen unterstreichen das Wachstum: Von anfänglich 19 Lehrkräften ist das Kollegium auf über 80 angewachsen, rund 726 Schülerinnen und Schüler besuchen aktuell die Schule. Das Leitbild „Der Mensch im Zentrum“ spiegle sich im Alltag deutlich wider – durch gegenseitigen Respekt, Verantwortungsbewusstsein und ein vielfältiges Bildungsangebot. Neben sprachlichem und naturwissenschaftlich-technologischem Zweig ist seit 2020 auch ein wirtschaftswissenschaftlicher Zweig etabliert. Spanisch wird als spät beginnende Fremdsprache angeboten, seit 2009 gibt es eine Einführungsklasse für Realschülerinnen und -schüler auf dem Weg zum Abitur.
Auch in Sachen Innovation bleibt das Gymnasium Vorreiter: Teilnahme am Modellversuch zur „Innovativen Prüfungskultur“, „MINT-freundliche Schule“, Mitglied im Projekt „Leistung macht Schule“ (LemaS), Träger des Nachhaltigkeitspreises 2016 und engagiert im Netzwerk „Schule ohne Rassismus“.
„Ich gratuliere dem Gymnasium Veitshöchheim herzlich zu 25 Jahren Erfolgsgeschichte – im Namen des Kultusministeriums und ganz persönlich“, schloss der Ministerialbeauftragte. Eine Schule sei dann besonders erfolgreich, wenn alle gemeinsam Verantwortung tragen – Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Verwaltung und Politik. Dass der Festakt in ein Schulfest mit Lebensfreude und Genuss übergehe, sei ganz im Sinne der Region. „Ich sage nur: Veitshöchheimer Spätburgunder.“
Mit einem lateinischen Wunsch endete das Grußwort: „Vivas, crescas, floreas – Mögest du lebendig bleiben, wachsen (Stichwort Erweiterungsbau!) und gedeihen. Auf die nächsten 25 Jahre!“
Podiumsgespräch mit Rück- und Ausblick
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Im Zentrum des Festakts stand ein moderiertes Podiumsgespräch unter dem Titel „Rück- und Ausblick“, das auf sehr persönliche Weise die Geschichte der Schule lebendig werden ließ. Durch die Runde führten die Schülerin Marie Ratte (11c) und der ehemalige Abiturient Dr. Lukas Krenz (Abi-Jahrgang 2013), die Gäste aus der Gründungszeit sowie heutige Vertreter der Schulfamilie begrüßten.
„Das Gymnasium Veitshöchheim hat in den vergangenen 25 Jahren viele Wegbegleiter erlebt – wir möchten gemeinsam mit Ihnen zurück- und vorausblicken“, erklärte Lukas Krenz zu Beginn.
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Der 2013er Abiturient erinnerte sich an eine Schulzeit voller Möglichkeiten: „Damals war vieles noch unbeschrieben – wir hatten Raum, uns auszuprobieren, Ideen umzusetzen, Projekte zu starten.“ SMV-Events, eine Schülerfirma oder die Initiative „Schule ohne Rassismus“ seien Ausdruck dieses Aufbruchs gewesen. Krenz betonte: „Das war nur möglich durch die Unterstützung von Lehrkräften, Schulleitung, Elternbeirat und Förderverein.“
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Als erster Gesprächspartner kam Gründungsrektor Dieter Brückner auf die Bühne. Der ehemalige Schulleiter war 2000 von München nach Veitshöchheim gekommen – damals auf eine Baustelle. „Was mich gereizt hat, war die Möglichkeit, eine Schule mitzugestalten – ohne Schubladen, ohne altes Siegel“, sagte Brückner. Er habe ein pädagogisches Profil mit Individualität und Offenheit verfolgt – ein Geist, der bis heute spürbar sei. „Ich wollte eine Schule, in der nicht nur Wissen zählt, sondern auch Haltung.“
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Auch Lehrkräfte der ersten Stunde wie Berit Holzner, die vom Deutschhaus-Gymnasium nach Veitshöchheim wechselte, kamen zu Wort. „Der Aufbau war spannend – man konnte von null anfangen und viel gestalten“, erinnerte sie sich. Der Zusammenhalt sei von Anfang an groß gewesen: „Die Schulgemeinschaft ist organisch gewachsen – das hat man im Alltag gespürt.“
Ein besonderer Dank galt auch jenen, die im Hintergrund wirken – etwa Hausmeister Wolfgang Schraut, der seit der ersten Stunde für das Schulgebäude verantwortlich ist. Das Moderatoren-Duo zeigte sich beeindruckt: „Wenn man das Haus betritt, merkt man nicht, dass es schon 25 Jahre alt ist – das liegt auch an der Sorgfalt, mit der es gepflegt wird.“
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Nicht fehlen durften beim Rückblick die Eltern, ohne deren Vertrauen die Schule damals nicht hätte starten können. Barbara Wilhelm, Mutter eines Schülers aus den Anfangsjahren, erinnerte sich an die Entscheidung, ihr Kind an eine „noch unfertige Schule“ zu schicken: „Es war ein Schritt ins Ungewisse – aber wir haben ihn nie bereut.“
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Die Gegenwart vertrat schließlich auch die aktuelle Schülerin Marie Ratte: „Ich schätze an dieser Schule besonders die Offenheit, die Atmosphäre und den Mut, neue Wege zu gehen.“ Für die Zukunft wünsche sie sich, dass „die Schule sich weiterentwickelt, aber dabei ihr Herz behält.“
Am Ende der Gesprächsrunde wurde deutlich: Das Gymnasium Veitshöchheim war und ist ein Ort, der von Engagement, Gestaltungsfreude und einem starken Gemeinschaftsgeist lebt. Oder wie es Lukas Krenz formulierte: „Wir sind hier alle erwachsen geworden – und ein Stück weit bleibt man immer Teil dieser Schule.“
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In einem Video hatten Schüler zeichnerisch und akustisch ausgedrückt, was das Gymnasium Veitshöchheim ausmacht.
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Logo der Schule, dargestellt beim SMV-Tag 2009/2010
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Für einen emotionalen Moment sorgte der Chor der Unterstufe (Klassen 5–7) mit einer einfühlsamen Interpretation von „The Story Of My Life“ (One Direction), begleitet am Klavier von Wolfgang Cimander unter der Leitung von Claudia von der Goltz.
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Mit einer gefühlvollen Soloeinlage am Flügel setzte Mathis von der Goltz (Abitur 2018) einen weiteren musikalischen Glanzpunkt: Er interpretierte „One Day My Prince Will Come“ – jenes Lied, das Schneewittchen im gleichnamigen Disney-Klassiker singt. Ursprünglich als Filmmelodie komponiert, entwickelte sich der Song längst zum beliebten Jazzstandard – und bekam nun durch von der Goltz eine ebenso zarte wie virtuose Note.
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Besonders stimmungsvoll gestaltete sich der musikalische Abschluss mit dem „Jubiläumschor“, in dem aktuelle Lehrkräfte gemeinsam mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern das irische Segenslied „An Irish Blessing“ unter der Leitung von Claudia von der Goltz darboten – ein musikalisches Symbol für Zusammenhalt und Weitergabe.
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Beim anschließenden Sektempfang nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch, zum Erinnern und zum gemeinsamen Feiern eines Vierteljahrhunderts Gymnasium Veitshöchheim.
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Ein besonderes Highlight der Jubiläumsfeierlichkeiten war das anschließende große Ehemaligentreffen: Über 400 ehemalige Schülerinnen und Schüler kehrten an ihre alte Wirkungsstätte zurück, tauschten Erinnerungen aus, führten anregende Gespräche und freuten sich über zahlreiche Wiedersehen. Auch der VCC war mit einem Bratwurststand vertreten.“
Text und Fotos Dieter Gürz