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Veitshöchheimer Carneval-Club feierte mit einem Jahr Verspätung mit 150 Gästen sein närrisches 5 x11 Jahre-Jubiläum mit einem gelungenen Ehrenabend in den Mainfrankesälen

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Wegen Corona mit einem Jahr Verspätung feierte der Veitshöchheimer Carneval-Club 1966 e.V. (VCC) sein närrisches 55-, sprich 5 x 11-jähriges Jubiläum gebührlich mit einem Ehrenabend in den Mainfrankensälen. Sitzungspräsident Manuel Seemann moderierte souverän die drei Stunden dauernde Jubiläumsfeier, bei der sich die 150 Gäste bei einem kalten Tisch-Buffet mit fränkischen Schmankerln stärken konnten.


 

Zum Empfang der Gäste standen Gardemädchen im Foyer Spalier. Die Ehre gab dem VCC neben den drei Grußrednern auch Pfarrer Robert Borawski. Willkommen hieß Seemann neben der VCC-Familie auch Abordnungen des Patenvereins FC Thüngersheim, der KG Windshemia, der Kronicha Fousanaocht und  der Tanzsportgarde Veitshöchheim sowie der örtlichen Vereine Angler, Feuerwehr, Kolpingsfamilie, MGV, Musikverein, Sportschützen, Theater am Hofgarten und der Ortsverbände von CSU und SPD.

Nach der Vorführung eines reich bebilderten Jubiläumsvideos heizten fünf Minuten lang 55 Tänzerinnen aus der Weißen, Roten und Blauen Garde mit ihrem von Benita Eckert entwickelten und von allen VCC-Trainerinnen einstudierten Tanz nach dem Lied "Erdbeben" von Helene Fischer ein.

In ihren Grußworten würdigten der Präsident des Fastnachtsverbandes Franken Marco Anderlik, Landrat Thomas Eberth und 2. Bürgermeister Elmar Knorz, zugleich VCC-Ehrenpräsident die lebendige und aktive Brauchtumspflege und hervorragende Jugendarbeit des VCC in den vergangenen Jahrzehnten.

Neben der Ehrung von 18 verdienten Mitgliedern durch FVF und BDK stand dann der 45minütige historische, mit vielen  persönlichen Anekdoten angereicherte Rückblick auf 55 Jahre VCC des 83jährigen VCC-Urgesteins und Zeitzeugen Rudi Hepf im Mittelpunkt des Geschehens (siehe nachstehender Link auf audio-Datei),

Krönender Abschluss des offiziellen Teil der Jubiläumsfeier war dann der 20minütige kabarettistische Vortrag des VCC-Büttenredner-Stars Rudi Zott (siehe nachstehender Link auf audio-Datei), ehe dann im gemütlichen Teil DJ Rui Peter Bessa Tanzmusik auflegte. Am Ende sprachen auch Nichtmitglieder des VCC von einem sehr schönen, gelungenen Abend.

Die Vereinsführung mit v.r.n.l. Clubpräsidentin Conny Lyding, Sitzungspräsident Manuel Seemann, Schriftführerin Carmen Kneitz und 2. Clubpräsident Andreas Röhm freute sich, von den vier noch lebenden Gründungsmitgliedern drei begrüßen zu können, so v.l.n.r. mit Ehrenurkunde Werner Karl, Edgar Wenger und Fritz Huttner.

Gruppenbild mit allen Geehrten v.l.n.r. vorne Andreas Röhm (2. Clubpräsident), Jasmin Lyding, Juliane Lyding, Michaela Röhm, Karolin Stricker, Saskia Marciniak und Marc-Nicolas Winter, hinten Carmen Kneitz (Schriftführerin), Ingrid Ganzer (ufr. Fastnachtsbezirk), Conny Lyding (1. Clubpräsidentin), Manuel Seemann (Sitzungspräsident), Bernhard Schlereth, Michael Berr, Marco Anderlik (Präsident Fastnachtsverband Franken), Marie Pitz, Erhard Sungel, Melanie Röhm, Lisa Wuttkowski und Peter Will.

Den "Till von Franken in Silber" verliehen Anderlik und Ganzer an Peter Will, seit 40 Jahren für den VCC ehrenamtlich tätig: Elferrat von 1982 bis 2002, 2. Schatzmeister von 89-92, seit 1997 im Vergnügungsausschuss tätig für Planung und Organisation von mehrtägigen Vereinsfahrten und Elferratsausflügen.

 

Als Geburtsgeschenk überreichte FVF-Präsident Marco Anderlik der Clubpräsidentin Conny Lyding Gutscheine für den Verein zum Besuch des Fastnachtsmusuems in Kitzingen. Kurz darauf händigte er ihr den BDK-Verdienstorden in Silber aus, sei 1993 im VCC aktiv: Gardebetreuerin von 1996-2006 (Näharbeiten Kostüme, Ankleiden, Schminken, Betreuung bei Auftritten und Freizeitgestaltung), 2003-2006 Jugendleiterin, 1999 aktiv in Nostalgie-Garde zum 44jährigen Jubiläum, 2006-2010 zweite und danach bis 2018 bis zu ihrer Wahl als erste Clubpräsidentin erste Schriftführerin (mitverantwortlich für Planung, Organisation und Ausführung von Veranstaltungen des VCC).

Den FVF-Verdienstorden  erhielten:

  • - Michaela Röhm (1983-2003 aktive Tänzerin, dann Trainerin der Roten und Blauen Garde, seit 2019 auch Trainerin des Männerballetts)
  • - Erhard Sungl (Werdegang beim VCC begann 2003 als Elferrat, schon 2004 zweiter Schatzmeister, 2010-2012 zweiter und von 2013-2019 erster Sitzungspräsident)
  • - Jasmin Lyding (1993-2014 aktive Tänzerin, 2003-2004 Jugendsprecherin, Trainerin 2007-2014 Blaue Garde, 2009-2010 Weiße Garde, 2011-2014 Tanzmariechen, 2010-2014 zweite Schriftführerin, 2016-2018 Trainerin Junioren- und Aktivengarde im Schautanz, seitdem beratende Unterstützung des Trainerteams, im Besitz des B-Trainerscheins seit 2012

Die FVF-Ehrennadel in Gold erhielten:

  • - Melanie Röhm (seit 2008 Gardebetreuerin, seit 2010 Fundusverwalterin, tatkräftige Mithilfe bei Veranstaltungen)
  • - Michael Berr (seit 2002 Elferrat, im Faschingswagen-Bauteam, tatkräftige Mithilfe bei Veranstaltungen)

Den FVF-Sessionorden bekamen:

  • - Marie Pitz (seit 2012 aktive Tänzerin, seit 2018 Trainerin der Tanzmariechen, tatkräftige Mithilfe bei Veranstaltungen)
  • - Marc-Nicolas Winter (seit 2018 aktiver Tänzer im Männerballett, seit 2019 Elferrat)
  • - Juliane Lyding (seit 2008 Vereinsfotografin und Mitglied im VCC-Fanclub)

Das BDK-Treuabzeichen erhielten-

  • - Karolin Stricker (in Silber)
  • - Saskia Marciniak (in Silber)
  • - Lisa Wuttkowski (in Bronze)

"Das waren wirklich bemerkenswerte ehrenamtliche „Lebensläufe“ für den VCC", konnte man nach der Ehrungszeremonie im Saal von einer Vereinsvorsitzenden hören.

Der Ehrenpräsident des Fastnachtsverbandes Franken Bernhard Schlereth ist nun beim VCC Träger des Ehrenordens Nr. 1. Diesen 2004 neu geschaffenen ganz besonderen Orden für Mitglieder, die sich besondere Verdienste erworben haben,  sollte er eigentlich laut einem Präsidiumsbeschluss schon 2004 als Erster erhalten, wie Rudi Hepf erläuterte, der Träger des Ordens mit der Nummer 2 ist. Mittlerweile haben ihn neun Mitglieder erhalten.

Damals wurde der Orden jedoch bis heute zurückgehalten, weil ihm ein Mitglied, so Hepf, in die Schuhe schieben wollte, dass er verantwortlich für die damalige Neugründung der Tanzsportgarde sei. Diese nachweislich falsche Unterstellung sollte nun revidiert werden.

Wie Hepf feststellte, ist Schlereth seit 1993 Senator beim VCC. In all den Jahren habe er in dieser Funktion dem Club mit 7.500 Euro für die Jugendarbeit zur Verfügung gestellt.

Es sei ein Verdienst von Schlereth, so Hepf, dass der VCC eine Anzahl von Gardetanzturnieren ausrichten durfte, darunter mit der TSGV auch Süddeutsche, Fränkische und Unterfränkische Meisterschaften. Es sei auch dessen Engagement zu verdanken, dass die nach der Trennung der beiden Faschingsvereine entstandenen Gräben Schaufel für Schaufel verschwanden und wieder ebene Wege entstanden. Ein weiterer Schritt der Annäherung war die Beteiligung beider Vereine am WIR-Weinfest im Rokokogarten.

Bernhard Schlereth äußerte dann wie Rudi Hepf in seinem Rückblick den Wunsch, dass das was zusammengehört, zusammenwächst (gemeint sind der VCC und die TSGV).

Was Schlereth am Herzen liegt ist weiter, ist die Bewahrung der alten Tradition der Veitshöchheimer Schlappsäu. Er wünschte sich, dass sie nicht abreißt, sondern nach der Corona-Zeit wieder voll belebt und unterstützt wird. Deshalb habe er das Fastnachtshaus in der Bahnhofstraße auf seine Kosten mit den Motiven der Schlappsäu bemalen lassen.

Nur zehnmal vergeben wurde bisher in der VCC-Geschichte nach den Recherchen von Rudi Hepf der VCC-Ehrenring, das letzte Mal an den im vergangenen Jahr verstorbenen VCC-Ehrenpräsidenten Horst Grimm. Auf Wunsch von dessen Frau Gunda übergab nun Hepf den Ring, nach seinen Worten ein Prunkstück, ein Unikat des Goldschmiedes Ulrich Jung, an die Club-Präsidentin Conny Lyding. Und als ein weiteres Geschenk hatte Hepf für Lyding noch im Auftrag von Gunda Grimm in petto, nämlich die Vereinskrawatte ihres Mannes mit den VCC-Initialen, die sich dieser von einem Künstler als Unikat mit mehreren Luftballons und einem wunderschönen Clown hat erstellen lassen.

Landrat Thomas Eberth fragte, was man nach  einem so emotionalen Ehrenmoment als Landrat noch sagen soll. Auch er bedankte sich für das tolle ehrenamtliche Engagement engagierter Menschen beim VCC und die Bereitschaft, nicht nur im Fasching, sondern das ganze Jahr über in der Jugendarbeit  und in die Ortsgemeinschaft bei veschiedenen Festivitäten und Anlässen im Jahreskreis einzubringen. Er wünschte dem VCC ein "Weiter so"zur Bereicherung des Ortslebens und weitere erfolgreiche Jahre.

In seine VCC-Geschichtsstunde ließ Rudi Hepf seine persönlichen Erfahrungen einfließen, unterschrieb er zwar nicht die Gründungsurkunde, zählt aber 48 Stunden später eingetreten, gleichwohl als ein Mann der ersten Stunde, für seine Verdienste mit den höchsten Ehrungen wie den Till von Franken in Silber und dem BDK-Verdienstorden in Silber dekoriert.

Nachstehend der Link auf seinen 45minütigen Rückblick (Audio-Datei) und ein Ausdruck am Schluss.

Hier sein Resümee: "Fasenacht ist nix, was mer am Smartphone erleben kann! Fasenacht muss mer mitmach! Manche sagen: Mit dem VCC habe ich einen Teil der schönsten Stunden in meinem Leben verbracht! Und ich sage: "Ja, wir haben wunderbare Fasenacht erlebt und gelebt mit unserem VCC!"

FVF-Präsident Marco Anderlik würdigte in seinem Grußwort Hepfs wunderbaren Vortrag als"Traum". Er lobte vor allem die ganzjährige, ausgezeichnete Jugendarbeit des VCC und die sehr gute  Zusammenarbeit mit dem VCC, sei es die regelmäßige Unterstützung der  Fastnacht in Franken oder aber die Ausrichtung von Gardetanzturnieren, auf den VCC war nach seinen Worten stets Verlass.

Besonders freue er sich über die in Vereinsgemeinschaft VCC/TSGV geplante Ausrichtung der Süddeutschen Meisterschaft im karnvealistischen Tanzsport Anfang/Mitte März 2023.

Das obligatorische Geldgeschenk der Gemeinde Veitshöchheim bei Vereinsjubiläen (7,50 Euro pro Jahr des Bestehens) überreichte 2. Bürgermeister Elmar Knorz.

Wie er sagte, gelang es den Aktiven des VCC mit ihren mitreißenden Auftritten in der fünften Jahreszeit seit über fünf Jahrzehnten immer etwas Besonderes zu geben und den Gästen viel Freude und Frohsinn zu vermitteln. Der VCC bereichere mit viel Einsatz, Ideen, Kreativität und Gemeinschaft aber nicht nur den Fasching, organisere Gardetanzturniere und Feste und nehme an kulturellen, kirchlichen und sportlichen Veranstaltungen teil und bringe sich auch im sozialen Bereich ein.

Dafür galt sein Dank ausdrücklich den vielen Verantwortlichen, Mitgliedern und allen helfenden Händen für ihren persönlichen Einsatz und ihr umfangreiches Engagement.

Zum Schluss des offiziellen Teils der Jubiläumsfeier lief mit Rudi Zott ein VCC-Hochkaräter zur Hochform auf, der seit 1980 bis zuletzt im Jahr 2019 bei den Prunksitzungen des VCC als Zalondo-Man mit seiner nicht ganz ernst gemeinten Narrenschau stets dafür sorgte, dass das Lokalkolorit nicht zu kurz kam, so manche örtliche Episode aus dem letzten Jahr publik wurde. Ausgezeichnet als VCC-Ehrenordensträger, mit dem Till von Franken in Silber und dem BDK-Verdienstorden in Silber, hat das VCC-Urgestein die Corona-Zeit gut genutzt und als Mitarbeiter in der Teststelle im Treffpunkt den Veitshöchheimern alle Informationen aus der Nase gezogen, die er für seinen Beitrag brauchte, wenn sie auch teils erfunden waren.

So glossierte er den Karrieresprung Veitshöchheims, seit Gadheim der Nabel der EU ist. Dort könne man inzwischen auch hervorragend essen und auch ausgezeichnete Weine trinken, je nach dem was man mitnehme. Auf die Schippe nahm er den zum Ehrenbürger ernannten Altbürgermeister Rainer Kinzkofer, der noch darauf warte, für ein neues Amt vorgeschlagen zu werden.

War Kinzkofer noch der Sonnenkönig, so sei sein Nachfolger Jürgen Götz nun der Baustellenkönig, der Jürgen mit dem Presslufthammer. Seine Tourist-Info biete nun einen Info-Gang zu den drei beliebtesten Baustellen im Ort an. Auch die Pflasterer in der Kirchstraße bekamen zu Zotts Gesang "Oh Pflasterbau, oh Pflasterbau, wie schön sind deine Steine" ihr Fett ab. Zott: "Jede Woche gibts Jourfix, doch vorwärts geht leider nichts."

Zur Sprache brachte der Büttenredner auch die 21 in der Kirchstraße ausgebuddelten Skelette aus dem 7. Jahrhundert. Wie er verriet, habe sich die Baustelle aber nicht wegen dieser verzögert, sondern weil ein Container-Schiff im Suezkanal steckenblieb, auf dem die Pflastersteine aus China für den Altort in Veitshöchheim drauf waren. Es nütze nicht viel, so spielte Zott auf die Klima- und Energiekrise an, wenn der Bürger seine Kartoffeln auf dem Wochenmarkt beim Biobauren kauft, aber Veitshöchheim seine Pflastersteine für den Altort mit dem Containerschiff aus China ankarren lässt.

"Über diese Brücke wirst du gehen, schon nach sieben Jahren wird sie stehen..." sang Zott zum Mainsteg. Vor Freigabe suche die Gemeinde nun zur Überprüfung der Statik freiwillige Rentner in Badekleidung, die einmal rüber und einmal zurück laufen. Zur Belohnung gebe es dann ein Seepferdchen. Sollte die Brücke das aushalten, werde sie freigegeben.

Das hellauf begeisterte Publikum dankte dem Lokalmatador mit Standing Ovations.

Im gemütlichen Teil legte DJ Rui Peter-Bessa Musik auch zum Tanzen auf.

Fotos Dieter Gürz

Rudi Hepf orientierte sich bei seinem Rückblick auf 55 Jahre VCC weitgehend an dem Vortrag von Rudi Zott, vorgetragen beim Festkommers zum 50jährigen Jubiläum im November 2015 - siehe nachstehender Link auf Veitshöchheim News vom 16. April 2016

  • Wir schreiben das Jahr 1966 und just am 30.03.1966 stand im Veitshöchheimer Gemeindeblättle der Aufruf der Interessengemeinschaft zur Gründung eines Veitshöchheimer Carneval-Clubs: "Kummt am Samstag, den 16.04.um Achte zum Wundling, unserm Starewirt zur Gründungsversammlung." Gezeichnet : Edgar Wenger! Und 47 Gründungsmitglieder wählten Major Hermann Schwander zum 1. Clubpräsidenten, Heinz Zott zum 2. Präsidenten, Edgar Wenger zum 1. Sitzungspräsidenten, Dieter Pröcking zum Schatzmeister und Willy Bergner zum Schriftführer.
  • Am Samstag, den 21.01.1967 die erste Prunksitzung mit 530 Leut in der restlos ausverkauften Turnhalle der Vitusschule. Tortz der Enge en bombastischer Erfolg! Die Stars des Abends waren der unvergessene Verwandlungskünstler Albert Kiesel als Zarah Leander, Fritz Löschel zusammen mit Irmgard und Toni Zeller als Eisenbahner, Horst Göhler als Landstreicher, Emmos bunte Wanderbühne, der kleine Chor des MGV und Edgar Wenger auch in der Bütt als Vereinstrottel, der auch den 1. Till von Franken für den Verein bekam. Sitzungskapelle war das Musikkorps 12 der BW unter der Leitung von Hans Wollgast.
  • Am 6.2.67 dann erstmals der Faschingszug in Veitshöchheim unter der Leitung des VCC´ s mit über 300 Aktiven Teilnehmern. Schon damals unheimlich beliebt beim Nachwuchs waren auch gleich die Kindermaskenfeste mit Onkel Fritz Friedrich Löschel, später mit Heinz Schreitmüller.
  • Noch im ersten Jahr wurden durch eine Bausteinaktion 4000 Deutsche Mark gesammelt und das Gardechorps gegründet. Toni Zeller und Hans Greve waren die Ausbilder.
  • 1968 hatte der Verein schon 326 Mitglieder, Fritz Löschel wurde 1. Clubpräsident, Alex Sebold, der Wirt vom Scharfen Eck, Rudi Hepf, Ernst Liebler, Ottmar Hofmeister, Marliese Kilian, Karin Mader und Fritz Meyer glänzten in der Bütt. Anne Greve wurde Gardechefin und betreute die Blaue Garde, das Flaggschiff des VCC. Und durch Heinz Zott hatte der Verein noch etwas, was alle anderen Faschingsvereine nicht hatten: Eigene Texte zu wunderschönen VCC-Liedern, damals schon von vielen beneidet.
  • Der Verein wuchs rasant und vor allen Dingen die Jugendarbeit kostete ja auch Geld. So wurde 1970 das erste Mainfest ins Leben berufen. Ein Riesenfest, unten am Dreschplatz, vor allem die Tombola war der absolute Hit. Im ersten Jahr wurde als erster Preis eine riesen Sau verlost. Reinerlös: 35.500 DM.
  • 1973 hatte der VCC , mit Zusatzsitzung und Extrasitzung fürn VDK insgesamt sechs Sitzungen in Veitshöchheim, und alle ausverkauft. Franz Lunz, Andreas Bauer und Ildefons May aus Junkershausen bereicherten die Sitzungen und es wurde die Rote Garde gegründet. Der Postmichel, Michael Jungklaus, Walter Schmid und Gustav Prange, der beste Luftballonaufbläser aller Zeiten, waren Zugleiter und der VCC hatte mit Karl-Heinz Melchior einen Tonmeister, mit Waldemar Spiegel einen Clubfotografen und mit Ingrid Birk eine eigene Maskenbildnerin!
  • 1974 gab es erstmals am 11.11. eine Faschingseröffnung im Rathausinnenhof und 76 betrat die Mexicogruppe die Bühne, ein Erfolgsschlager, der den Ruf des Vereins weit über die Grenzen hinaus tragen sollte.
  • 1977/ 78 dann die große Jubiläumsfeier: 11 Jahre VCC in den Huttensälen. Fritz Löschel war 1.Clubpräsident, Günter Arntz 2. Präsident, Edgar Wenger 1.Sitzungspräsident, und Dieter Barthelmes 2. Sitzungspräsident, Schatzmeister waren Reinhard Vogel und Wolfgang Herrmann und Schriftführer ein gewisser Ludwig Kneitz. Bis heute waren es nur ganz Wenige im Verein, die so viele verschiedene Ämter und Aufgaben übernommen haben wie der Lubber! Ob Schriftführer, Kassier, Büttenredner, Koordinator bei den Sitzungen oder sogar Tanzmariechen, der Lubber hat immer eine Bomben- Figur abgegeben.
  • 1978 hat Marianne Arntz ihre legendäre Büttenrede als Gastarbeiterin gehalten, die inzwischen zu einem Evergreen geworden ist. In den Sitzungen gabs einen neuen Superknüller: Fritz Löschel und Rudi Hepf, die als „die zwä vom Birkental“ ganz Veitshöchhe einen neuen Ohrwurm beigebracht haben.
  • 1980: Der VCC hatte das erste und das einzige Mal ein Prinzenpaar, Günter und Marianne Arntz. Allerdings nicht für Veitshöchhe, sondern als Leihgabe für die Elferatsgesellschaft in Würzburg. Eugen Holzheimer trat als Winzermännle auf und auch Rudi Zott wurde dann als Schlappsau aufs Publikum losgelassen. Und - die weiße Garde wurde gegründet.
  • 1982 dann, lang ersehnt, endlich wahr, die erste Sitzung in den nagelneuen Mainfrankensälen. Im selben Jahr der erste Sturm aufs Würzburger Rathaus. Sowas hat Würzburg vorher noch nie erlebt ghabt! Der Trolls Heiner der Porzelts Horscht und der Schlereths Karl Heinz ham vorn Dom Leberwürschtli aus einem riesen Waschkessel verkefft wie die Weltmeister. In diesem Jahr gabs auch das erste Weinfest im Rathausinnenhof.
  • 1983 durfte dann der VCC das Fränkische Gardetanztunier in der Carl Diehm Halle ausrichten, ein Riesenerfolg für den Verein. Das Geld konnte der VCC auch dringend brauchen, denn im gleichen Jahr wurde das Clubheim in der Vitusschule eingeweiht. 60.000 Mark und viele, viele Helferstunden der Mitglieder machten diesen Meilenstein in der Geschichte des Vereins möglich.
  • 1984 folgte dann der 2. Rathaussturm in Würzburg, die ersten Bacchustage, so hieß das Weinfest des VCC im Hofgarten und die Theatergruppe wurde gegründet und der "Feinschmecker" gespielt (machte sich  später als Theater am Hofgarten selbständig).
  • 1985 wurde dann in den Prunksitzungenein neues Dream-Team geboren: Die Ratschweiber Marianne Arntz und Barbara Kinzkofer betraten den Veitshöchheimer Sternenhimmel. Die zwei Mädels sind seit 30 Jahren ein wunderbares Stück echter Veitshöchheimer Fasenachts-Kultur!
  • Die Jugendarbeit wurde immer erfolgreicher, die Garden tanzten nicht mehr nur um Unterfränkische Titel sondern auch um Fränkische, Süddeutsche und Deutsche Meisterschaften. Vor allen Dingen, als Sylvia Wenger, heute Schraut, Petra Greiner und Andrea Endres heute Holleber, in die Ausbildung mit einstiegen und Anne und Hans Greve unterstützten.
  • Möglich wurde der Erfolg, wie vieles im Verein auch durch seine Senatoren. Oskar Böhringer, Bruno und Alfred Wehner, Ludwig Arnold, Alex Sebold, Hans Wolf, Günter Arntz, Torald Rohloff, Rudi Röhm, Hans Peter Schlangen, Rüdiger Betz und Adolf Dolzer unterstützten vor allen Dingen die Jugendarbeit.
  • 1986 dann der dritte Rathaussturm
  • 1987/88 dann 22 Jahre VCC mit einer Nostalgiesitzung.
  • 1987 startete auch das erste Veitshöchheimer Altortfest, eine Erfolgsstory ohnegleichen in ganz Unterfranken, die wir vor allen Dingen dem damaligen Bürgermeister und Ehrensenator Rainer Kinzkofer zu verdanken haben. 
  • 1988 war wieder ein tolles Jahr: Jens Ißleib und Annelie Schubert wurden 2. der Fränkischen Meisterschaften, die Weiße Garde Fränkischer Meister und 5.ter der Deutschen Meisterschaften im Gardetanz in Kaiserslautern. Edgar Wenger bekam als erster  VCC´ler den Goldenen Till von Franken (inzwischen hat ihn auch Bernhard Schlereth) und die erste Fernsehsitzung wurde aus den Mainfrankensälen in ganz Deutschland übertragen. Damals war zur Generalprobe am Donnerstag ganz Veitshöchheim bei freien Eintritt eingeladen. Hepf: "Versucht heut amal, trotz hoher Eintrittspreisen, zur Generalprobe ä Karte zu kriegen."
  • 1989 dann wurden Fritz Löschel und Edgar Wenger Ehrenpräsidenten, Hans Peter Schlangen 1. Clubpräsident und Dieter Barthelmes 1. Sitzungspräsident (bis 2007).
  • 1993 übernahm dann Horst Grimm als 1. Clubpräsident die Führungsspitze des Vereins und Rita Wrazidlo wurde 1. Schriftführerin. Dieter Barthelmes hat als Sitzungspräsident wunderbare Sitzungen abgeliefert und vor allen Dingen ist ihm eines gelungen, was den Verein eigentlich immer ganz besonders ausgezeichnet hat: die Prunksitzungen mit eigenen Kräften zu gestalten.
  • Die legendären Spätzecknachtigallen unter der Leitung von Ernst Kinzinger wurden gegründet, der unvergessliche Richard Fuchs betrat erstmals die Bühne, Flocky Werner Siebentritt, Dr.med Uwe Hansen, Brigitte Engelhard, Eva Kinzkofer, die Ratschweiber und Rudi Zott als Meekätt waren alle VCC´ler durch und durch.
  • Im Jahr 2000 saß in der Fernsehsitzung Dieter Barthelmes als Elferat auf der Bühne, die Rote Garde tanzte die Welt des Musicals, Richard Fuchs gab seinen Baron Münchhausen zum Besten und auch Rudi Zott durfte, dank Bernhard Schlereth, seine Bütt vor einem Millionenpublikum vortragen. 2000 wurde Elmar Knorz 2. Clubpräsident, Peter Reick 3. Clubpräsident, Rudi Zott erster Sitzungspräsident und die Rote Garde Deutscher Vizemeister und ein Jahr später Deutscher Meister! Nicht nur sportlich der absolute Höhepunkt in der Geschichte des Vereins.
  • Dieter Barthelmes wurde Ehrensitzungspräsident und Rudi Zott gelang es sehr gut, sein Erbe als Sitzungspräsident fort zu führen. Die Tanzknirpse durften das erste mal auf die Bühne, Hauptmann Küppers Rolf Herzel und Rochus Hammer wurden VCCler, sogar der Bürgermeister von Marokko, Günter Stock wurde eingebürgert, die Trendsetter gegründet, die den Namen des Clubs weit hinaus getragen haben, und überall in Franken und auch bei TV Touring den Verein berühmt und beliebt machten. Und Rudi Zott konnte den Michl Müller zehn Jahre lang für den VCC gewinnen, der hier seine Riesen-Karriere gestartet habe.
  • Alles war bestens bis der Edgar Wenger 2003 gesagt hat: Auszugsmarsch für mich und alles was Wenger heißt oder hieß und den Garden des VCC!  Hepf: "Es sollte wohl eine Ironie des Schicksals sein, dass ausgerechnet der Mann, der maßgeblich diesen Verein gegründet und geführt hat, der immer unser aller Vorbild war, mit seinen Töchtern und unseren Garden, den Verein auf so unrühmliche Weise verlassen hat. Ich habe es zwar miterlebt, aber verstehen tu ich es bis heute nicht."
  • Gott sei Dank hatte der Verein mit Horst Grimm einen besonnenen und ausgleichenden Clubpräsidenten, so dass der Club auch diesen Schicksalsschlag überlebte. Es fanden sich neue Trainerinnen und Trainer, und neue Gardemädchen tanzten für den VCC und die Vereins-Geschichte ging und geht weiter.
  • 2004: Eine neue Ära begann: Elmar Knorz wurde 1. Clubpräsident und Rudi Wallesch Zweiter
  • 2005 fand das erste Bratpfannenfest statt.
  • 2007 wurde Richard Fuchs 1. Sitzungspräsident, leider nur all zu kurz, so dass Rudi Zott wieder einspringen musste. Rudi Hepf und Günter Hillawoth wurden Senatoren und der Verein durfte die Süddeutschen Meisterschaften in der S Oliver Arena ausrichten.
  • Zwischendurch ist leider das schöne Vereinsheim abgefackelt und seitdem fehlte was in diesem Verein bis 11.11.2018, als der VCC im Dachgeschoss des sanierten Mittelbaues des Rathauses ein neues Domizil bekam.
  • 2008 übernahm Günter Hillawoth das 1. Sitzungspräsidentenamt und Rudi Zott konnte daheim seinen alten Schuhkarton ausgraben und wieder in die Bütt gehen.
  • 2010 dann die große Feier 4 x 11 Jahre VCC, Andy Röhm wurde 2. Clubpräsident und Conny Lyding 1. Schriftführerin und der VCC richtete erstmals zusammen mit der TSG die Süddeutsche Meisterschaften in der S Oliver Arena aus. Erhard Sungel wurde 1. Sitzungspräsident bis 2019, Günter Röhm Schatzmeister.
  • 2019: Mit Conny Lyding wird erstmals eine Frau Club-Präsidentin.
  • Seit 2020 ist Manuel Seemann Sitzungspräsident.
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