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Gottesdienst beim 32. Veitshöchheimer Kirchgang der Vereine fand erstmals in den Mainfrankensälen statt

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Einmarsch der Fahnenträger in die Mainfrankensäle

Als Tag der Ortsgemeinschaft wird in Veitshöchheim traditionell der Kirchweihsonntag am ersten Sonntag im November gefeiert. Nach dem coronabedingtem Ausfall 2020 konnte heuer wieder der nun schon 32. Veitshöchheimer Kirchgang der Vereine mit geselligem Treff über die Bühne gehen. Da aktuell wegen der Baustelle der Zugang zur Vituskirche vom Kirchplatz aus nicht möglich ist, hielt Pfarrer Robert Borawski den Gottesdienst erstmals in den Mainfrankensälen ab, also am Ort der anschließenden geselligen Zusammenkunft. Umgehkehrt fand nur 2013 und 2014 der Frühschoppen wegen des Umbaus der Mainfrankensäle im Haus der Begegnung ab.

Für die zehn Fahnenträger bedeutete die diesjährige Handhabung eine Erleichterung, denn es entfiel der Fußmarsch in die Kirche und während des Gottesdienstes das Halten der Fahne.

Nach der musikalischen Gestaltung des Festkommerses der Freiwilligen Feuerwehr am Abend zuvor, waren Stefan Wagner und sein Musikvereins-Orchester schon wieder fit,

auch den Gottesdienst musikalisch zu begleiten und anschließend beim Frühschoppen aufzuspielen.

Pfarrer Robert Borawski konnte im Saal neben dem Musikverein an einhundert Gäste begrüßen.

Zu Beginn seiner Predigt sagte er, dass er die Knochenfunde bei Grabarbeiten an der Vituskirche im Frühjahr dieses Jahres höchst interessant und als schon etwas Besonderes fand, in der Nähe einer alten Kirche solche Zeugnisse der Vergangenheit zu entdecken.

Er habe das Gefühl gehabt, in die Vergangenheit und in die Zukunft zu schauen. Borawski: "Da wurden plötzlich Menschen zu Tage gefördert, die vielleicht schon 1000 Jahre in aller Ruhe im Boden schlummern konnten, beerdigt wurden und über die wir gelaufen oder gefahren wind." Ihn habe immer wieder erstaunt, wie gut teilweise die Zähne noch waren. Er hätte sie gerne gefragt, wie sie damals gelebt haben und wie das Leben in diesem Dorf am Main ausgesehen hat. Es sei sicher ein härteres Leben als heute gewesen.  Haben die Leute auch damals wie teilweise auch heute immer nur über die schlechten Bedingungen geklagt, nach dem Staat, der Obrigkeit, den Grundherren gerufen, wenn etwas nicht geklappt hat, oder habe es auch damals wie heute immer wieder Menschen gegebn, die sich für das Allgemeinwohl, für die Allgemeinheit eingesetzt und aufeinander aufgepasst haben.

Für ihn als Dorfpfarrer ist die spannendste Frage, wie haben es die Toten vor der Kirche mit der Religion gehalten? Als er die Verstorbenen vor der Vituskirche sich ansah, habe er auch in die Zukunft gesehen. Es zeige sich wieder einmal, dass man im Tod nichts mitnehmen kann an Gold, Geld und Ruhm, aber man könne etwas da lassen an guten Werken, an Engagement, an Hoffnung, Liebe und Glauben über den Tag hinaus.

Wäre dies nicht so, hätten wir heute keinen Neubau der Vituskirche, keine neuen Schulen und Sozialeinrichtungen, keine Vereine, keine Feuerwehr, kein gutes Gemeinwesen und keine intakte Gemeinde. An uns liege es, dies weiter zu tragen.

Bei solchen historischen Ausgrabungen sehe man seine eigene Geschichte - die Vergangenheit, die wir überlebt haben, die Zukunft, die wir mit Spannung erwarten dürfen und das was wir sind und wir aus dieser Geschichte machen hier und jetzt in unserer Zeit und Gegenwart.

"Vereine machen eine Gemeinde lebendig", sagte Bürgermeister Jürgen Götz in seiner Begrüßungsrede.

Er freue sich, dass so viele Mitbürgerinnen und Mitbürger seiner Einladung trotz oder gerade auch wegen Corona so zahlreich gefolgt sind.

Götz: "Es geht heute natürlich auch wieder darum, dass wir als Vertreter der Vereine und Gruppierungen, sozusagen als Säulen unseres örtlichen gesellschaftlichen Miteinanders, nach den vielen Monaten des Stillstandes und der Lockdowns endlich wieder, wenn auch unter bestimmten Auflagen,  zusammengekommen sind, um miteinander im Gespräch zu bleiben, bzw. wieder ind Gespräch zu kommen, das ein oder andere auf dem kurzen Dienstweg jetzt hier beim Frühschoppen zu besprechen und um Solidarität zur Ortsgemeinschaft zu zeigen."

Sein herzliches Dankeschön galt dem Musikverein unter der Leitung von Stefan Wagner  für die tolle Umrahmung des Gottesdienstes und für die harmonischen Klänge jetzt hier zum Frühschoppen und  Pfarrer Borawski für die Gestaltung des Gottesdienstes  hier in den Mainfrankensälen, um so auch allen die Teilnahme zu ermöglichen.

Der Kirchgang der Vereine ist nach den Worten des Bürgermeister auch immer ein sichtbarer Beleg dafür, dass sich unsere Vereine mit ihrer Gemeinde  identifizieren. Eine wichtige und wertvolle Funktion unserer Vereine sehe er auch darin, dass sie viele Menschen überhaupt erst an unsere Gemeinde heranführen. Sie würden dabei eine Integrationsaufgabe übernehmen, die nicht zu unterschätzen ist. Damit würden sie vielen Neubürgern helfen, sich am neuen Wohnort möglichst bald heimisch zu fühlen.

 

Unsere Gesellschaft lebe davon, dass Bürgerinnen und Bürger sich einbringen und für ihre Ziele, Interessen oder Anliegen eintreten. Zu diesen engagierten Menschen gehören auch alle, die sie sich in unseren Vereinen engagieren.  Dafür bedankte sich der Bürgermeister bei allen ganz herzlich.

Götz: "Wie es ohne die reichhaltigen und vielschichtigen Angebote unserer Vereine in Veitshöchheim aussehen würde, mussten wir über weite Strecken seit März letzten Jahres durch mehrere Corona- Lockdowns sehr schmerzhaft erleben. Durch die vielen Einschränkungen konnten keine Trainingsabende, keine Singstunden, keine Musikproben, keine Schulungsabende, keine Feuerwehrübungen, keine geselligen Vereinsveranstaltungen, keine Konzerte und Kulturveranstaltungen und keine Traditionsveranstaltungen wie Maibaumaufstellung, Bremsermarkt, Sportlerehrung, Weihnachtsmarkt, etc. mehr stattfinden. Das öffentliche Leben in Veitshöchheim, und nicht nur bei uns – ist praktisch komplett zum Erliegen gekommen.  Auch der Austausch untereinander musste sich über weite Strecken auf Telefon und Videokonferenzen beschränken. "

Viele Vereine hätten in der Pandemie ganz neue Konzepte entwickelt, um ihren Mitgliedern ein Angebot bieten zu können. So sind Online Angebote entstanden, ob die digitale Trainingsanleitung für karnevalistische Tänze über Vortragsreihen, virtuelle Vereinsstammtische etc. Sie alle haben nicht aufgegeben. Sie haben sich den Herausforderungen gestellt, welche die Corona Auflagen und Hygienekonzepte mit sich gebracht haben. Sie haben trotz teilweise deutlichem Rückgang der Mitgliederzahlen durchgehalten und das Beste aus der schwierigen Situation gemacht.

Die zurückliegenden Monate haben nach den Worten des Bürgermeisters deutlich gezeigt, dass die Vereinsarbeit bei uns in Veitshöchheim sich durch Schlagkraft, Ideenreichtum, Einsatzfreude und Durchhaltevermögen auszeichnet.

Auch der Gemeindehaushalt leiste durch nicht unerhebliche Zuschüsse seinen Beitrag zu den erfolgreichen Aktivitäten der Vereine. Sportstätten und Veranstaltungs- sowie Proberäume werden von der Gemeinde zu günstigen Konditionen vorgehalten. Daneben leiste die Gemeinde auch idelle und organisatorische Unterstützung.

Götz: "Unsere Vereine haben im Gemeinderat und bei mir als Bürgermeister eine starke Lobby, und dies soll auch in Zukunft so bleiben. Alle Fraktionen haben sich für eine um die Inflationsrate erhöhte Beibehaltung, der freiwilligen Leistungen für unsere Vereine ausgesprochen."
Im nächsten Jahr feiert unsere Gemeinde das 925 jährige Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung. Für eine bunte Programmgestaltung zu diesem Jubiläum fanden bereits einige Gespräche statt. Der Bürgermeister lud alle ein,  sich auch mit eigenen Veranstaltungen am Jubiläum zu beteiligen und diese auf kurzem Weg dem Kulturamt zu melden und abzustimmen.

Als kleines symbolisches Dankeschön für ihr Engagement lud der Bürgermeister alle in diesem Jahr im Namen der Gemeinde auf ein Getränk und ausnahmsweise für das Durchhalten in dieser schweren Zeit auch auf ein paar Weißwürste ein.

Angelika Vey-Rossellit von der örtlichen Kolpingsfamilie bat dieses Mal um eine Spende für die Schulausstattung von Kindern in Rumänien beim Schulstart. Mit dem gemeinsamen Projekt  mit dme Partnerverband Alba in Siebenbürgen willldas Kolpingwerk Diözesanverband Würzburg unter dem Motto „Das macht Schule! Kinder in Rumänien unterstützen.

Das Projekt löst die langjährig durchgeführte Aktion „Süße Päckchen für Rumänien“ ab. Eine komplette Erstausstattung kostet 125 Euro. Enthalten sind darin: Schultasche, Federmäppchen mit Inhalt, Schulhefte, Zeichenblock, Bastelmaterial, Sporttasche, Sportbekleidung.

Selbstverständlich können auch Teilbeträge gespendet werden – jeder Euro hilft!

Spendenkonto: Kolping-Stiftung Würzburg - IBAN      DE87 7509 0300 0003 0053 64 - BiC         GENODEFIM05

Verwendungszweck: Schulausstattung Rumänien

Impressionen vom Frühschoppen

 

Fotos Dieter Gürz
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