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Frischzellenkur bei den Veitshöchheimer Eigenheimern: Eine total verjüngte Vorstandschaft hat nun das Sagen

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Die heute im Ratskeller neugewählte Vorstandschaft des Eigenheimer Verbandes Veitshöchheim v.l.n.r. hinten Wolfgang Diedering (Revisor), Eberhard Riermaier (1. Schatzmeister wie bisher), Anja Lampatzer (3. Vorsitzende), Steffen Lutz (1. Vorsitzender), Johann Brischwein (2. Vorsitzende), Heinz Amling (Vizepräsident des Landesverbandes Bayern), Anton Weber (Schriftführer), Bernd Keller (Beirat), Bürgermeister Jürgen Götz,  vorne Dietmar Zimmermann (Beirat), Anneliese Hartmann (Beirätin), Waltraud Apelt-Iversen (Beirätin), Hedi Riermaier (2. Schatzmeisterin), Rosmarie Grafelmann (Beirätin) und Ludwig Kaufmann (Beirat) - es fehlen Revisor Herbert Götz und die Beiräte Martin Klug, Martin Markert und Bernd Schäfer. Der vakante Posten des Veranstaltungsorganisators (bisher Herbert Götz) muss noch vom Vorstand besetzt werden (laut Satzung muss er nicht von den Mitgliedern gewählt werden).

Als 1. Vorsitzenden löste der 42jährige Maschinenbauingenieur Steffen Lutz den 70jährigen Klärwerksleiter i.R. Oswald Bamberger ab, der dieses Amt seit April 2015 innehatte. Die 22jährige Johann Brischwein beerbte als 2. Vorsitzende ihre Oma Marianne Mucha, die auf diesem Posten seit 2003.  Nach drei Jahren kandidierte der 50jährige Rechtsanwalt Marc Dossler aus beruflichen Gründen nicht mehr als 3. Vorsitzender. Diese Aufgabe übernahm nun die 48jährige Förderschullehrerin und Gemeinderätin Anja Lampatzer. Neu im Amt ist auch Anton Weber als Schriftführer. Einzige Konstante im Vorstand sind im Bereich der Finanzen die Eheleute Eberhard und Hedi Riermaier. Die von Bürgermeister Jürgen Götz, seinem Stellvertreter Elmar Knorz und dem Vizepräsident des Landesverbandes Heinz Amling geleitete Wahl des Vorstandes und der Beiratsmitglieder erfolgte einstimmig per Akklamation.

Total verjüngt, hofft die neue Führung des Eigenheimerverbandes Veitshöchheim, mit 835 Mitgliedern der größte  Eigenheimerverein in Unterfranken, neue Akzente im Vereinsleben setzen zu können, das coronabedingt in den letzten eineinhalb Jahren völlig zum Erliegen gekommen war.  Die Mitgliederversammlung in Veitshöchheim war laut Landesverbandsvize Heinz Amling erst die zweite Präsenzveranstaltung im Verbandsgebiet in den letzten eineinhalb Jahren.

Verabschiedet wurden in der Versammlung vom neugewählten 1. Vorsitzenden Steffen Lutz die bisherigen Vorstandsmitglieder v.l.n.r. Revisor Erwin Herrmann, Oswald Bamberger (1. Vorsitzender), Marianne Mucha (2. Vorsitzende), Gerd Mucha (Revisor), Reinhold Mennig (Beisitzer seit 2012) und Ernst Wolfert (seit 1999 im Vorstand, davon zwölf Jahre als 3. Vorsitzender). Es fehlt der bisherige 3. Vorsitzende Marc Dossler.

Für die Ausgeschiedenen gab es nicht nur Präsente durch den Verein. Auch Bürgermeister Jürgen Götz war voll des Lobes über ihren Einsatz. Was der alte Vorstand geleistet habe, sei à la bonne heure.

Der scheidende Vorsitzende Oswald Bamberger hatte aufgrund der Corona-Pandemie wenig zu berichten. So führte er den anwesenden Mitgliedern in Abwesenheit des nicht mehr kandidierenden Veranstaltungsorganisators Herbert Götz dessen Präsentation über die von diesem seit 2015 bis 2019 organisierten  Ausflüge und Veranstaltungen wie  Sommerfest und Weihnachtsfeier vor. Als einzige aktuelle Nachricht vermeldete Bamberger die Aufstellung Vandalismus sicherer Schilder am Jahresbaumweg in der Gartensiedlung.

Als erfreulich wertete Revisor Erwin Herrmann das finanzielle Polster des Vereins von 37.000 Euro, so dass die Entlastung der alten Vorstandschaft nur noch Formsache war.

Bamberger hatte zuvor erklärt, dass aufgrund der guten Finanzlage des Vereins die zum 1. Januar 2021 eingetretene Erhöhung der Verbandsumlage von 18,60 Euro auf 24 Euro pro Mitglied  in diesem Jahr vom Verein getragen wird, das sind insgesamt über 5.000 Euro. Die von ihm vorgeschlagene Erhöhung des Vereinsbeitrags von 24 Euro auf 30 Euro ab dem Jahr 2022 musste zurückgestellt werden, nachdem Altbürgermeister Rainer Kinzkofer beanstandet hatte, dass die Erhöhung nicht in der Tagesordnung stand. 77 Prozent der Mitgliedsbeiträge muss der Verein an den Verband abführen, das sind im Jahr über 15.000 Euro.  Dafür gibt es für alle Mitglieder eine Haftpflicht- und eine Bauherren-Versicherung, eine Beratung durch den Landesverband in Rechtsfragen um Haus und Garten, die monatlich erscheinende Verbandszeitschrift sowie Rabatte beim Strompreis der Energieversorgung, Sammelbestellungen für Gartenartikel und Heizöl sowie die Vermittlung günstiger Einkaufsmöglichkeiten.

Verbandsvizepräsident Heinz Amling  stellte die neue, aufgrund von Einsparungen durch die Corona-Pandemie die vom Verband ohne Beitragserhöhung ab 1. Januar 2022 eingeführte  Rechtsschutzversicherung für alle Eigenheimer mit einem Streitwert bis 500.000 Euro vor, die in der Novemberausgabe der Verbandszeitschrift ausführlich dargestellt werde.

Fotos Dieter Gürz

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