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Bolivianische Folklore-Gruppe "Los Masis" riss am Gymnasium Veitshöchheim alle mit - Spanisch-Unterricht ein Schwerpunkt

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Bolivianische Folklore-Gruppe "Los Masis" riss am Gymnasium Veitshöchheim alle mit - Spanisch-Unterricht ein Schwerpunkt
Bolivianische Folklore-Gruppe "Los Masis" riss am Gymnasium Veitshöchheim alle mit - Spanisch-Unterricht ein Schwerpunkt
Bolivianische Folklore-Gruppe "Los Masis" riss am Gymnasium Veitshöchheim alle mit - Spanisch-Unterricht ein Schwerpunkt
Bolivianische Folklore-Gruppe "Los Masis" riss am Gymnasium Veitshöchheim alle mit - Spanisch-Unterricht ein Schwerpunkt

Bunte Kostüme, traditionelle Ponchos und Masken, rasante Tanzschritte, virtuoses Instrumentalspiel, ausdrucksstarke Stimmen und packende Rhythmen animierten die Zuhörer zum Mitklatschen und zum Mittanzen. Die sieben Musiker der bolivianischen Folklore-Gruppe "Los Masis" wurden auf ihrer Europatournee bei ihrem Gastspiel in der Aula des Gymnasiums Veitshöchheim mit stehenden Ovationen gefeiert.

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Mitreißendes Konzert
Den Teufel gibt es in Bolivien erst, seit die Spanier das Land erobert und auch den katholischen Glauben mitgebracht haben. Dass dieser Teufel drei Hörner hat, stellten Los Masis im Tanz der vier Teufel dar.
Den Teufel gibt es in Bolivien erst, seit die Spanier das Land erobert und auch den katholischen Glauben mitgebracht haben. Dass dieser Teufel drei Hörner hat, stellten Los Masis im Tanz der vier Teufel dar.

Den Teufel gibt es in Bolivien erst, seit die Spanier das Land erobert und auch den katholischen Glauben mitgebracht haben. Dass dieser Teufel drei Hörner hat, stellten Los Masis im Tanz der vier Teufel dar.

Bolivianische Folklore-Gruppe "Los Masis" riss am Gymnasium Veitshöchheim alle mit - Spanisch-Unterricht ein Schwerpunkt

Mehr als 100 Besucher erlebten in der Schulaula ein grandioses und mitreißendes Konzert. Sie brachten gute Laune und haben eine Botschaft, die nicht zu überhören ist: Die Musiker verstehen ihr Wirken als Verbeugung vor der Schöpfung. "Pachamama" lautete der Titel des Konzerts.

Eine zentrale Rolle in den von Roberto Gutierrez, dem Gründer und Leiter der Band in gutem Deutsch moderierten Melodien und Liedern spielte dabei die Verbundenheit zur Natur und deren Bewahrung. Die Lebensspenderin „Pachamama“, so wurde deutlich gemacht, verbinde, denn sie symbolisiere die „Eine Erde“, die allen Wesen das Leben schenke und erhalte. Durch sie würden alle Völker zu Geschwistern.

Dem Bandleader war es wichtig, in Deutschland etwas vom lebendigen Reichtum des kulturellen Erbes der bolivianischen Bevölkerung zu vermitteln und den Zuhörern einen Teil dieses Schatzes zu schenken.

Ganz im Sinn dieses interkulturellen Verbundenseins gelang es der Gruppe mit ihren Liedern und Tänzen Brücken zu schlagen. Kaum jemand in der Aula konnte sich der mitreißenden Musik entziehen und so wurde, vor allem im zweiten Teil des Konzerts, zu den Rhythmen geklatscht und getanzt.

Bolivianische Folklore-Gruppe "Los Masis" riss am Gymnasium Veitshöchheim alle mit - Spanisch-Unterricht ein Schwerpunkt
Bolivianische Folklore-Gruppe "Los Masis" riss am Gymnasium Veitshöchheim alle mit - Spanisch-Unterricht ein Schwerpunkt
Bolivianische Folklore-Gruppe "Los Masis" riss am Gymnasium Veitshöchheim alle mit - Spanisch-Unterricht ein Schwerpunkt
Bolivianische Folklore-Gruppe "Los Masis" riss am Gymnasium Veitshöchheim alle mit - Spanisch-Unterricht ein Schwerpunkt
Bolivianische Folklore-Gruppe "Los Masis" riss am Gymnasium Veitshöchheim alle mit - Spanisch-Unterricht ein Schwerpunkt

Für ihr Konzert in der Aula des Gymnasiums Veitshöchheim hatte die bolivianische Folklore-Gruppe "Los Masis" zuvor im Nachmittags-Workshop mit musikbegeisterten Schülern der Mittelstufen-Schulband und der 10e das Stück "Celia" einstudiert. Die Schüler waren begeistert von dem mitreißenden Rhythmus (Tinku) und dem gemeinsamen Auftritt am Ende des ersten Teils, bei dem spontan zwei junge Nachwuchstänzerinnen der bolivianischen Tanzgruppe Jatun Wayra aus Würzburg und Umgebung über die Bühne wirbelten.

Im zweiten Teil wurde dann bei den letzten Stücken ausgelassen getanzt.

Spanisch hat am Gymnasium einen hohen Stellenwert
Bolivianische Folklore-Gruppe "Los Masis" riss am Gymnasium Veitshöchheim alle mit - Spanisch-Unterricht ein Schwerpunkt

"Wichtig ist uns die praxisnahe Vermittlung der Sprache sowie die direkte Begegnung mit Menschen aus verschiedenen spanischsprachigen Ländern" erläutert Simone Eisenmann de Navarro (siehe Foto), die seit dem Schuljahr 2007/08 am Gymnasium Spanisch als spät beginnende Fremdsprache ab Klasse 10 unterrichtet. Zuvor hatte sie zwei Jahre lang als Lehrkraft für Spanisch und Englisch an der Deutschen Schule Santa Cruz in Bolivien unterrichtet. Von dort stammt auch ihr Mann Benjamin Navarro, der hier am Gymnasium unter anderem den Wahlkurs Grafikdesign gibt. Keine Frage, dass die Beiden über enge Kontakte in das südamerikanische Land verfügen und so "Los Masis" nach dem großen Bolivientag für die ganze Schule 2009 und dem Gastspiel 2012 nun schon zum dritten Mal auf ihrer diesjährigen Europatournee in Veitshöchheim Station machten. Für das Gymnasium Veitshöchheim sind „Los Masis“ zu Freunden geworden.

Am Vormittag gestaltete „Los Masis“ Workshops für die 39 Spanisch-Schüler aus den zehnten Klassen und die 30 Spanisch-Schüler der Q11. Hier stellten und führten die bolivianischen Gäste ihre traditionellen Musikinstrumente vor wie Charango (ähnlich einer kleinen Gitarre, wurde früher aus dem Panzer von Gürteltieren und Saiten aus Katzendärmen hergestellt, was die Schüler sehr überraschte), Siku (Panflöte), Quena (Rohrflöte) sowie verschiedene Rhythmen, zu denen auch getanzt wurde. Die Südamerikaner gaben auch kleine Kostproben der Indianersprache Quechua und unterhielten sich mit den Schülern über die Bedeutung von "Kultur", wie wichtig es sei, offen für den Austausch mit anderen Kulturen zu sein und trotzdem seine eigenen Wurzeln zu schätzen.

Vorstellung von "Los Masis" und des "Centro Cultural Masis"
Roberto Gutierrez, der Gründer und Leiter der Band, stellte anschaulich die Traditionen und Bräuche seines Landes dar.
Roberto Gutierrez, der Gründer und Leiter der Band, stellte anschaulich die Traditionen und Bräuche seines Landes dar.
Roberto Gutierrez, der Gründer und Leiter der Band, stellte anschaulich die Traditionen und Bräuche seines Landes dar.
Roberto Gutierrez, der Gründer und Leiter der Band, stellte anschaulich die Traditionen und Bräuche seines Landes dar.
Roberto Gutierrez, der Gründer und Leiter der Band, stellte anschaulich die Traditionen und Bräuche seines Landes dar.
Roberto Gutierrez, der Gründer und Leiter der Band, stellte anschaulich die Traditionen und Bräuche seines Landes dar.
Roberto Gutierrez, der Gründer und Leiter der Band, stellte anschaulich die Traditionen und Bräuche seines Landes dar.
Roberto Gutierrez, der Gründer und Leiter der Band, stellte anschaulich die Traditionen und Bräuche seines Landes dar.

Roberto Gutierrez, der Gründer und Leiter der Band, stellte anschaulich die Traditionen und Bräuche seines Landes dar.

Mitglieder sind die Lehrkräfte und jeweils besten Musikschüler des Centro Cultural Masis in der 2800 Meter hoch gelegenen Anden-Stadt Sucre in Bolivien. Masi bedeutet in der indigenen Quechua-Sprache „Freund, Gefährte“.

Studenten der Universität Sucre hatten 1969 die Gruppe „Los Masis“ gegründet, darunter auch Roberto Gutierrez (siehe Fotos), deren Leiter er auch heute noch ist. Aus dem zunächst informellen Engagement der Mitglieder von Los Masis entstand 1980 das Centro Cultural Masis zur umfassenden Erforschung der Kultur der andinen indianischen Bevölkerung, aber auch der populären Mestizen-und Criollo-Kultur, die sich in den letzten Jahrhunderten in den Städten entwickelt hat.

Das Konzert nutze "Los Masis", um zu Beginn in einem Video auf Geschichte und Gegenwart der Arbeit im „Centro Cultural Masis“ zu berichten. Zu einer Zeit, als man in den Städten nur die westliche Musik schätzte und die indigene Kultur verachtete oder nicht zur Kenntnis nahm, versuchten „Los Masis“ der lokalen und spezifisch bolivianischen Musik mehr Gehör und Anerkennung zu verschaffen. Die Suche nach den Wurzeln führte zu musikethnologischen Forschungsprojekten und zu der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen an den traditionellen Instrumenten.

Aus diesen Bemühungen entstand 1980 das „Centro Cultural Masis“. Hunderte von Kindern und Jugendlichen haben seitdem die Musik, die Tänze, die Traditionen ihres Landes kennen und lieben gelernt und sind sich so ihrer kulturellen Identität bewusst geworden. Im „Centro Cultural“ erlernen sie aber nicht nur Musik, Tanz und Kenntnisse über die Kultur der Anden, sondern auch Werte wie Respekt, Pünktlichkeit, Verantwortung und solidarisches Handeln, wichtige Voraussetzungen für ihre schulische und berufliche Entwicklung.

Das Centro Cultural Masis in Sucre bietet zur Zeit etwa 100 Kindern und Jugendlichen Unterricht und Übungsmöglichkeiten in Musik und Tanz ihrer indianischen und mestizischen Kultur. Sie gestalten Stadt- und Nachbarschaftsfeste und spielen bei religiösen Feiern. Viele der Kinder und Jugendlichen kommen aus sozial und wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen.

Viele der Mädchen und Jungen arbeiten morgens, gehen am Nachmittag in eine der staatlichen Schulen und verbringen den Abend mit Proben und Lernen im Centro Cultural Masis. Hier können sie auch in Ruhe ihre Schularbeiten erledigen oder Nachhilfe erhalten, wobei ihnen die kleine Bibliothek und der Zugang zum Centro eigenen Computer Unterstützung bieten.

Die Arbeit des Centro Cultural Masis dient der integralen Jugendförderung. Seine Aktivitäten verstehen sich auch als Schutz vor Drogenabhängigkeit, Alkoholismus, Jugendbandenwesen und Kriminalität, die auf Grund der sehr hohen Jugendarbeitslosigkeit und damit verbundenen Perspektivlosigkeit weit verbreitet sind.

Im Centro verbringen die Jugendlichen dagegen ihre Zeit mit sinnvollen Aktivitäten. Durch die öffentlichen Auftritte erwerben sie Anerkennung und Selbstvertrauen, das den schulischen Leistungen und einer erfolgreichen Berufsausbildung zu Gute kommt.

Seine Arbeit finanziert sich das Centro durch Spenden auf den zahlreichen Tourneen der Gruppe.

Daneben unterhält der im Mai 2006 in Jülich gegründete Verein Bolivien-Brücke e.V. u.a. eine hauptamtliche Stelle im Centro Cultural Masis mit Hilfe eines Kreises von Förderern.

Seit 2009 sind auch junge Erwachsene als Freiwillige der Bolivien-Brücke jeweils für ein Jahr im Centro Cultural Masis tätig. Sie arbeiten mit in der Betreuung der Kinder und Jugendlichen, bei der musikalischen Arbeit, bei den Kontakten zu Partnerorganisationen und weiteren Aktivitäten das Centros.

Im Jahr 2010 konnte die Bolivien-Brücke mit Hilfe einer sog. Begleitmaßnahme des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Infrastruktur und die Arbeit des Centros erheblich verbessern. Ein neuer Dachstuhl, eine Renovierung der Räume, die Erweiterung des Instrumentenbestandes, Fortbildungsseminare und vieles mehr waren Teile dieser Maßnahme.

Spendenkonto für das Centro Cultural Masis in Sucre :

Bolivien-Brücke e.V.
Kto: 1015651012, Pax-Bank, BLZ: 37060193
IBAN: DE2337060193 1015651012, BIC: GENODED1PAX

Verwendungszweck: Spende Los Masis Veitshöchheim

Spenden gehen zu 100 Prozent an das „Centro Cultural Masis“ und dient damit dem Fortbestand dieses Zentrums und seiner wichtigen Arbeit für Kinder und Jugendliche aus armen Familien in Sucre, Bolivien.

Bolivianische Folklore-Gruppe "Los Masis" riss am Gymnasium Veitshöchheim alle mit - Spanisch-Unterricht ein Schwerpunkt
Bolivianische Folklore-Gruppe "Los Masis" riss am Gymnasium Veitshöchheim alle mit - Spanisch-Unterricht ein Schwerpunkt
Bolivianische Folklore-Gruppe "Los Masis" riss am Gymnasium Veitshöchheim alle mit - Spanisch-Unterricht ein Schwerpunkt
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Bolivianische Folklore-Gruppe "Los Masis" riss am Gymnasium Veitshöchheim alle mit - Spanisch-Unterricht ein Schwerpunkt
Veitshöchheimer Schüler und Lehrkräfte 2013 in La Paz

Veitshöchheimer Schüler und Lehrkräfte 2013 in La Paz

Spanisch steht beim Gymnasium Veitshöchheim hoch im Kurs
  • Seit 2013 besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem neu gegründeten Würzburger Verein COPAL – Corazones por América Latina e.V. (P-Seminar für die Oberstufe 2013-2015: „Entwicklungszusammenarbeit konkret – Bau eines Zentrums für medizinische Grundversorgung in La Paz, Bolivien“, Projektreise nach Bolivien mit einer kleinen Gruppe von Schülern und Lehrkräften sowie Mitgliedern von COPAL im Sommer 2013)
  • Seit 2013 gibt es Kontakte zur Deutschen Schule Alexander von Humboldt in Sucre (Briefaustausch der unteren Jahrgangsstufen; im Schuljahr 2014/15 war ein Gastschüler aus Sucre an der hiesigen Schule)
  • Seit 2014 gibtes eine offizielle Schulpartnerschaft mit der staatlichen Schule "Bicentenario" in einem der ärmeren Viertel von La Paz, zu der während der Projektreise 2013 erste Kontakte geknüpft wurden; von Januar bis März 2015 waren erstmals vier Jugendliche aus La Paz zu Gast am Gymnasium Veitshöchheim (finanziert durch verschiedene Spendenaktionen); Ziele: kultureller und fachlicher Austausch zwischen Schülern, Eltern und Lehrkräften; auch Jugendliche aus minderbemittelten Familien sollen die Chance bekommen, durch den Austausch ihren Horizont zu erweitern und neue Perspektiven zu entwickeln; Unterstützung der Schulpartnerschaft durch COPAL e.V.
  • Neben den Kontakten nach Bolivien und der Zusammenarbeit mit COPAL gibt es auch einen Schüleraustausch mit der Schule IES Andalán in Saragossa (Spanien), außerdem gelegentliche Zusammenarbeit mit dem Würzburger Verein Despertar e.V. und Gastvorträge, z.B. war im Juni 2015 der argentinische Regisseur Diego Sachella mit seinem Filmprojekt "Tierras – Partir(se) / Leben in zwei Welten" mit Interviews über die Lebensgeschichten lateinamerikanischer Einwanderer in Deutschland an der hiesigen Schule zu Gast

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