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Siebenertag in Veitshöchheim - Mehr als 200 Feldgeschworene am 16. Mai zu Gast - Einladung der Bevölkerung zu Festzug und Ausstellung

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Siebenertag in Veitshöchheim - Mehr als 200 Feldgeschworene am 16. Mai zu Gast - Einladung der Bevölkerung zu Festzug und Ausstellung
Siebenertag in Veitshöchheim - Mehr als 200 Feldgeschworene am 16. Mai zu Gast - Einladung der Bevölkerung zu Festzug und Ausstellung

Der traditionelle Feldgeschworenentag der Geschworenenvereinigung Würzburg - rechts des Mains findet am Samstag, den 16. Mai 2015 in Veitshöchheim statt.

Mit besonderer Festlichkeit begehen die Feldgeschworenen alljährlich ihre Siebenertage im Beisein von Politikern, Gemeindebürgern und Vertretern der Kirchen und Behörden.
Die Siebenertage dienen darüber hinaus der Fortbildung der Siebener und dem überörtlichen Gedankenaustausch.
Siebenertage sind heute eine der wenigen überregionalen Veranstaltungen, an denen bäuerliches Brauchtum noch regelmäßig gepflegt wird.
Es ist für die ausrichtende Gemeinde eine hohe Ehre, solche Tagungen auszurichten. Für die Feldgeschworenen ist es eine selbstverständliche Verpflichtung, diesen Treffen beizuwohnen.

Programm

9.15 Uhr Festzug nach dem Frühschoppen von den Mainfrankensälen zur Kirche
9.30 Uhr Festgottesdienst mit Aufnahme der neuen Feldgeschworenen, Erwin Vornberger Platz - Rathausinnenhof -
10.30 Uhr Fest und Grußworte, Erwin Vornberger Platz - Rathausinnenhof -
12.00 Uhr Festzug zu den Mainfrankensälen (Mittagessen und Tagung der Feldgeschworenen bis 16.00 Uhr)

Begleitend zum Feldgeschworenentag ist im Foyer der Mainfrankensäle vom 16.5. bis 19.5. eine interessante Ausstellung „Feldgeschworene in Franken“ des Amtes für Ländliche Entwicklung in Unterfranken zu sehen. Auch hierzu ist die Bevölkerung herzlich eingeladen, um sich sich über die „Siebener und ihre Geheimnisse“, Gemarkungsumgang, Flurbereinigungen, Ehrbarkeit, Brauchtum und Ehrungen u.a. zu informieren.

Es ist ein Anliegen dieser Ausstellung, auf die Wurzeln des Feldgeschworenenwesens
hinzuweisen und ihre Bedeutung für ein konfliktfreies Zusammenleben im Dorf zu unterstreichen.
Trotz der heute bereits möglichen satellitenunterstützten Vermessung und computergesteuerten Berechnung sind die Feldgeschworenen nach wie vor die einzigen örtlichen Ansprechpartner, die aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung exaktes Wissen über das Entstehen und den Verlauf der Grenzen haben.

Das frühe Feldgeschworenenwesen
Das Siebeneramt war im Mittelalter eine Einrichtung der dörflichen und bäuerlichen Selbstverwaltung. ln einigen Gemeinden kam den Feldgeschworenen durch Feld- und
Dorfordnungen auch die Aufgabe von Flurschützern zu. Sie überwachten die Einhaltung des Flurzwanges, die ordnungsgemäße Nutzung des gemeinschaftlichen Eigentums und die Ausführung von Gerechtsamkeiten. ln einigen Ortschaften kontrollierten sie z.B. auch die Sicherheit der Feuerstellen, hatten Verantwortung für die Brandverhütung und prüften alljährlich auch die Gewichts-, Längen- und Hohlmaße.

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