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Gemeinde ergänzte für 5.500 Euro Infoschilder an historischen Gebäuden

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

historischeGebaeudeKennzeichnung-1-Ratskeller1.jpg

Seit 1988 zieren Gedenktafeln in Antiqua-Schrift zwölf attraktive Besichtigungspunkte in Veitshöchheim.

Nun ließ das Kulturamt der Gemeinde mit einem Aufwand von 5.500 Euro fünf neue Informationsschilder fertigen und zwei aufgrund neuer Erkenntnisse ändern.

Eines der neuen durch den Bauhof installierten Schilder, das Bürgermeister Rainer Kinzkofer zusammen mit seiner Kulturreferentin Dr. Martina Edelmann auf dem Foto in Augenschein nimmt, ziert den vor einem Jahr für 1,7 Millionen Euro generalsanierten Ratskeller.

Wie bereits die Schilder aus dem Jahr 1988 hat die Firma Gredel + Söhne auch die neuen Schilder aus Aluminium sehr aufwendig hergestellt, in dem sie diese zweifach farbig grundlackierte und vor und nach der per Hand erfolgten Beschriftung jeweils mit einem UV- und witterungsbeständigen Klarlack versah.

 

Die neuen Schilder zieren folgende historische Gebäude mit den jeweils aufgeführten Inschriften:

  • Ratskeller: Ehemaliger Küchenbau für den Hofgarten, errichtet 1749 nach Plänen von Baithasar Neumann. Von 1902 bis 1968 Sitz der Lehranstalt für Obst-, Wein-, und Gartenbau. Seit 1973 Restaurant „Ratskeller“
  • Kehr‘sches Haus (Bahnhofstrasse): Erbaut im 16. Jh. am damaligen Ortsausgang an der Straße nach Würzburg. Zeitweise bewohnt von der Familie von der Kehre. Im 17. Jh. und 18. Jh. Wohnhaus der Hofgärtnerfamilie Oth.
  • Ehem. Gasthaus „Zur Blauen Traube“: Seit 1773 als Gasthaus (,‚Zur Traube“) genutzt. Obergeschoß teilweise in Fachwerk errichtet. Das barocke Hoftor ist erhalten.
  • Vitusschule: 1911 als gemeinsames Schulhaus für Mädchen und Jungen eröffnet.
  • Martinsbrunnen: Auch „Märzebrünnle“ genannt. Einer der ältesten Brunnen im Ort. Das Wasser speiste den Großen See im Hofgarten und die Eremitenmühle.

Geänderte Schilder an historischen Gebäuden: 

  • Martinskapelle: Älteste Kapelle des Landkreises Würzburg, aus dem 12. Jh. 1591 Erweiterung durch die Stiftung Reichards von der Kehre. Renoviert 1978 und 2012.
  • Synagoge: 1727—30 von der Jüdischen Gemeinde erbaut, genutzt bis 1937, danach Enteignung und Umbau zum Feuerwehrhaus. Nach 1986 als nutzbares jüdisches Gotteshaus und als Teil des Jüdischen Kulturmuseums Veitshöchheim wiederhergestellt.

Unveränderte Schilder an historischen Gebäuden:

  • Eremitenmühle
  • Herrnstraße 17
  • Kath. Pfarramt
  • Markuskapelle
  • Vituskirche
  • Rathaus
  • Zehntkellerei
  • Bahnhof
  • Königspavillon

Beschreibung des Rundkurses: 

18_E_sehenswert_tafel.jpgDamit sind nun alle historischen Gebäude des Rundkurses mit einem Schild gekennzeichnet, der seit Oktober 2010 zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Ortes führt. Als Wegweiser installierte die Gemeinde damals an den Zugängen zum Altort sechs einheitlich mit dem Symbol einer cremefarbigen Schnecke gestaltete Informationstafeln.

Vom Rokokogarten mit Schloss führt die Tour zum Kavaliersgebäude am Erwin-Vornberger-Platz, weiter an der barocken Pfarrkirche Sankt Vitus mit ihrem Turm aus dem 13. Jahrhundert, vorbei an der 1911 erbauten Vitusschule in die Bahnhofstraße zum Bacchuskeller und dem Kehr‘schen Haus aus dem 16. Jahrhundert in die Herrnstraße vorbei am Dreifaltigkeitsbildstock und dem Pfarrhaus aus dem Jahr 1613.

Historisch ist hier auch das ehemalige Gasthaus zur Blauen Traube, jetzt Wiener Botschaft, der Martinsbrunnen schräg gegenüber und die heute von der LWG genutzte Fürstbischöfliche Kellerei.

Von der 1591 eingeweihten Martinskapelle am alten Friedhof geht es dann zur schon 1223 urkundlich erwähnten Eremitenmühle zu den Bildhauer-Skulpturen an der Mainlände.

Das Jüdische Kulturmuseum in der Thüngersheimer Straße ist vorletzte Station, bevor der Rundgang beim 1855 nach den Plänen von Gottfried Neureuther erbauten Bahnhof mit Königspavillon endet, der seit 20 Jahren als Bücherei und Jugendzentrum genutzt wird.

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