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Theater am Hofgarten inszeniert am 21. Dezember das Grimm-Märchen "Aschenputtel"

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

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Fotos bei einer Theaterprobe: Mitwirkende sind Kerstin und Felicia Angermeier, Melissa und Michael Gartner, Birgit und Katrin Leimkötter, Lotte und Marie Mader, Claudia, Bastian und Ella Graf, Bernd (fehlt auf dem Foto) und Paul Schäfer, Dr. Matthias Brunzel, Charmaine Trabold und Sabine Sommer

20 Jahre nach der Erstinszenierung in den Mainfrankensälen inszeniert das Veitshöchheimer Theater am Hofgarten heuer erneut das Grimm-Märchen "Aschenputtel". Regie führt wie damals wieder Winfried Knötgen (links vorne) bei den beiden Aufführungen am Sonntag, 21. Dezember um 15 Uhr und 17.30 Uhr. Veranstaltungsort ist nun jedoch der Pfarrsaal der Kuratiekirche, da die Mainfrankensäle noch nicht zur Verfügung stehen. Das Platzangebot ist mit 200 im Kuratiesaal zwar begrenzt. Dafür kann Knötgen hier mit seinem aus zehn Kindern und sechs Erwachsenen bestehenden Ensemble dreimal auf der Bühne proben. Das Stück ist bereits die 23. Aufführung des Laientheaters in Folge kurz vor Weihnachten. Der Eintritt ist wieder frei, Spenden dieses Mal zugunsten des hiesigen Kindergartens Sankt Martin aber willkommen.

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Eigentlich sieht das Original von Margarete Jansen nur neun Rollen vor. Knötgen: "Die aus  unseren Reihen mit spielenden Eltern wollten jedoch, dass auch ihre Kinder mit von der Partie sind." So standen ihm 16 Akteure zur Verfügung, die er alle in das Stück einbaute. So verzaubern zusätzlich zwei Täubchen, drei junge Hofnarren und auch  eine Zofe das Publikum.

theatermaerchen 02 Schattenspiel

Abwechslung bringen wieder sehr effektvoll mit packender Musik in den Handlungsablauf integrierte sechs Schattenspiel-Szenen, etwa wenn Aschenputtel wie auf dem Foto in ihrer Not am Grabe ihrer Mutter Beistand erfleht. Die Zuschauer sollen jeweils den Inhalt der dargestellten Szene erraten, bevor dann die weitere Handlung auf der Bühne im Kontext dazu Klarheit bringt. Der Regisseur hatte schon vor 25 Jahren als Lehrer eine spezielle Ausbildung für Schattenspiel und Schwarzlicht absolviert, die er immer wieder in seine Märchen-Inszenierungen einbaut und diesen dadurch einen märchenhaften Zauber verleiht.

Ansonsten läuft die für Kinder ab vier Jahren geeignete Handlung wie im Original ab. Lediglich den grausamen Schluss änderte Knötgen ab und entschärfte. So bestrafen am Ende die Tauben nicht Aschenputtels böse Mutter und ihre Stiefschwestern, in dem sie ihnen die Augen auspicken, sondern sie ihnen an Stelle dessen unförmige Clogs verpassen.

Eine Augenweide werden wieder die prächtigen Kostüme und das von Peter Kern hervorragend gestaltete Bühnenbild sein.

 

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