"Monster"-Angriff des Bilhildiskindergartens auf den Veitshöchheimer Bürgermeister
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von Dieter Gürz
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„Rote Nasen“ stürmten Rathaus
Mit ohrenbetäubenden Geräuschen der selbstgebastelten Instrumente und dem Ruf „Oka awimba, o-e o-e o““ erstürmten an Weiberfasching in Veitshöchheim 45 Kleine des Bilhildis-Kindergartens mit ihren roten Nasen das Rathaus.
Zielscheibe des Angriffs war natürlich Bürgermeister Rainer Kinzkofer. Schnell war das Veitshöchheimer Ortsoberhaupt im Sitzungssaal umringt und an einem Pfosten mit einem Seil „dingfest“ gemacht.
Er wurde nicht nur seine Krawatte los sondern musste mit verbundenen Augen auch die Angriffe zweier „Monster“ über sich ergehen lassen.
Dann musste er sich auch noch ein Klagelied der um ihn herumtanzenden und trötenden Drei- bis Sechsjährigen anhören, dass die Toiletten in ihrem Kindergarten nicht mehr schön sind und sie seine Hilfe und sein Geld brauchen.
Damit das Ortsoberhaupt genügend Kraft für diese Aufgabe hat, „stopfte“ ein Mädchen dem gefesselten Bürgermeister eine Banane in den Mund.
Frei kam der Gefangene denn auch erst wieder, nach dem er eine süße Wegzehrung für alle herausgerückt hatte. Schließlich verblüffte der Rathauschef seine jungen Besucher mit seiner Sprechente, mit der er nach seinen Worten auch seinen Ratskollegen bei Bedarf zur Räson bringe.
Keine Frage, dass die kleinen Narren ob ihrer „Heldentaten“ die ganze Zeit über höchst vergnügt waren. Singend und tanzend und den Bürgermeister in einen Konfettiregen einhüllend, zogen sie schließlich wieder von dannen. Aber auch der Bürgermeister hatte offensichtlich seine helle Freude ob der Begeisterung seiner jungen Besucher.