Overblog
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog

Dauerthema Hundekot - Gemeinde Veitshöchheim stellte vier "Hundetoiletten" auf

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Hundetoilette Mainsteg

Zunächst an vier Standorten hat der gemeindliche Bauhof damit begonnen, im Ortsbereich ein Hundekot-Entsorgungs-System aufzustellen, so auch am Gehweg nach dem Mainsteg Richtung Kläranlage. Im Bild bedanken sich die Hundeliebhaber Elke Curschmann (links) und das Ehepaar Alfons und Marianne Pfister (rechts) bei Bürgermeister Jürgen Götz (Bildmitte) für diese Neuerung, die Bauhofleiter Rudolf Köhler und sein Vorarbeiter Robert Blass installiert hatten. Weitere der jeweils 240 Euro kostenden Hundetoiletten befinden sich noch an der Mainlände in Höhe des Rollschuhplatzes sowie am Beginn und Ende des Weges der Jahresbäume nördlich der Gartensiedlung.

Der Bürgermeister hofft, dass nun auch die anderen Hundebeisitzer auf diesen beiden beliebten Hunde-Ausführ-Promenaden die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge mit den Tüten der Hundetoiletten über den „Belloo-Abfallbehälter“ oder übere die Restmülltonne entsorgen. Er hat auch nichts dagegen, wenn die Tüten aus dem Tütenspender zur Bevorratung mit nach Hause genommen werden. Die Gemeinde würde diese Möglichkeit kostenlos anbieten.

Gleichzeitig bedankte er sich bei der ansteigenden Anzahl von Hundebesitzern, die den Hundekot nicht zu Lasten Dritter entsorgen.

Leider würde man bei einem Spaziergang durch den Ort aber immer wieder auf einen "Haufen" mitten auf dem Gehweg stoßen. Spätestens dann, wenn man aus Versehen hineintrete, würde dies dem Betroffenen gewaltig "stinken". Gehwege durch Tiere verunreinigen zu lassen, sei gemäß der „Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen“ in der Gemeinde Veitshöchheim verboten. Aber auch auf öffentlichen Grünflächen "stinke" es Kindern beim Spielen oder den Mitarbeitern des Bauhofes beim Rasenmähen gewaltig, die mit den Hinterlassenschaften der Hunde in Kontakt kommen.

Insbesondere Kleinkinder seien durch Bakterien, Viren und Würmern aus dem Hundekot gefährdet.

Auch auf Wiesen und Feldern könne der Hundekot in den menschlichen Nahrungskreislauf gelangen und so zu Erkrankungen führen.

Der Bürgermeister appelliert deshalb an alle  Hundebesitzer, dafür zu sorgen, dass Hunde an geeigneten Stellen ihr „Geschäft“ verrichten und besonders von Spielplätzen und öffentlichen Grünanlagen ferngehalten werden.


Vorgeschichte

1999 - Erstmalige Aufstellung von Hunde-WCs

Zu einem angenehmen Hundeleben gehört mit Sicherheit auch das Gassigehen. Wenn "Strolchi" dabei sein Geschäftchen verrichtet, dann ist das ganz normal, aber auch ein großes Problem. Denn überall sieht man seine "Hinterlassenschaften" gar nicht gerne. Diese empfanden auch in Veitshöchheim viele besonders in der für viel Aufwand für Einheimische und Touristen herausgeputzten Mainuferpromenade zu Recht als eklig, störend und schmutzig. „Wir appellieren deshalb zum wiederholten Male an die Hundebesitzer in Veitshöch-heim: Führen Sie Ihren Hund dort „Gassi“, wo seine Hinterlassenschaft niemand stört!“, so mahnte Bürgermeister Rainer Kinzkofer Anfang Februar 1999 ganzseitig in den Veitshöchheimer Mitteilungen.

Das Thema beschäftigte damals aufgrund eines Antrages der CSU-Fraktion auch den Gemeinderat. Es stand hierbei außer Frage, dass die Hund-Mensch-Beziehung von hohem sozialen und gesellschaftlichen Nutzen ist. Um den Hundebesitzern ein Angebot zu machen, der Verschmutzung der Mainuferpromenade durch die natürlichen Hinterlassenschaft ihrer vierbeinigen Freunde effektiv ein Ende zu bereiten, stimmten damals dem Antrag 14 der 17 anwesenden Mandatsträger zu, am Anfang und Ende der Mainlände zwei Hundeklos aufzustellen. "Für alle Fälle" enthielt das ausgewählte Standmodell einen abschließbaren Tütenspender. Nach Aufnehmen der Hinterlassenschaft in die Tüte konnte diese in den im Standmodell integrierten Abfallsammler mit großem Abfallsack entsorgt werden. Kinzkofer sagte damals beim Pressetermin: "Bleibt nur zu hoffen, daß die Hundebesitzer sich auch die Mühe machen, die von ihren Lieblingen verursachten "Tretminen" in den von der Gemeinde angebotenen Hundetoiletten einfach, sauber und hygienisch „entschärfen“ und entsorgen." Der Aufwand hätte sich dann für beide Seiten gelohnt. Die beiden Hundeklos wurden zunächst im Bereich des Mainsteges und südlich des Rollschuhplatzes aufgestellt. Verwirklicht werden sollte auch ein weiterer Vorschlag der CSU-Fraktion, im Mainvorland in Höhe des Zugangs zur Frauenlandwohnanlage für die Notdurft der Hunde ein kleines Karee einzuzäunen und mit Sand aufzuschütten.

 

Die Problematik mit dem Hundekot blieb gleichwohl auch danach in Veitshöchheim ein Dauerthema.

Schon in der Ferienausschuss-Sitzung im August des gleichen Jahres sah sich der Bürgermeister Rainer Kinzkofer zu dem Vorschlag veranlasst, die aufgestellten Hunde-WCs aus Gründen der Hygiene, der Zweckentfremdung der Tüten und der nur geringen Inanspruchnahme wieder abzubauen. Der Vorschlag wurde damals jedoch noch mit 4:5 Stimmen abgelehnt.


2003 - Entfernung der Hunde-WCs

Im März 2003 wurde dann jedoch vom Hauptausschuss aufgrund der unsachgemäßen Nutzung und dem teilweisen verantwortungslosen Umgang einstimmig beschlossen, die beiden Hundetoiletten an der Mainlände wieder zu entfernen.

Wie es damals hieß, war mit der Aufstellung der Hundetoiletten im März 1999 ein Beitrag zur Sauberhaltung der Wege und Grünanlagen beabsichtigt. Klar sei gewesen, dass diese sinnvolle Maßnahme nur dann zum Erfolg führt, wenn auch die Hundebesitzer mitspielen.

Seit der Aufstellung wurden leider die selben Erfahrungen gemacht, wie in einer Vielzahl von anderen Kommunen.

In einem Zeitraum von vier Jahren wurde bedauerlicherweise folgendes festgestellt:

  • Nur rund zehn Prozent der Tüten wurden für den eigentlichen Zweck verwendet.
  • Ein Teil der Tüten wurde von Kindern und Jugendlichen zweckentfremdet.
  • Die Behälter wurden als „Sprengobjekt“ genutzt.
  • Die Standsäule war mit Schmutz und teilweise Hundeexkrementen verunstaltet.
  • Im Umfeld der Standfläche entstanden „Hundetoiletten“.
  • Die hygienischen Probleme bei der Entsorgung – insbesondere in den Sommermonaten – stellte für die Mitarbeiter eine nicht mehr hinnehmbare Belastung dar.

2014 - Erneute Aufstellung von Hunde-WCs - Antrag auf Überwachung

In ihren Haushaltsanträgen für 2015 brachte nun die SPD-Fraktion erneut das Thema aufs Tableau. Wie darin ausgeführt wird, sorge der nicht verantwortungsbewusste Hundekot einer Minderheit der rund 500 Hundebesitzer im Ort ständig für Verärgerung unter den Mitbürgen.  Aufgrund der nun technisch verbesserten und hygienisch zu entleerenden Hundetoiletten wurde beantragt, wieder an der Mainlände und neu auch am Weg der Jahresbäume in der Gartensiedlung eine Anzahl von Hundetoiletten aufzustellen.

Diesem Wunsch kam nun der Bürgermeister mit der Aufstellung der vier eingangs beschriebenen Hundetoiletten bereits nach.

Die SPD-Fraktion geht nun jedoch noch einen Schritt weiter. Sie beantragte weiter, neben der bereits existierenden Verkehrsüberwachung als weiteres Aufgabengebiet auch die Überwachung der Einhaltung der gemeindlichen Satzungen und Verordnungen einzuführen. Es wurde dazu  eine Stunden- bzw. Personalaufstockung beantragt, falls die zusätzlichen  Aufgaben nicht durch das vorhandene Personal abgedeckt werden können. Über diesen Antrag muss jedoch noch vom Gemeinderat entschieden werden.

 

 

 

Kommentiere diesen Post
R
Zum Thema Amtliche Bekanntmachung vom 3.November 2014
Als Anregung für die SPD
Personalüberwachung
für Raucher,Falschparker,Müllentsorger,
Wildpinckler,Blaumacher !!!
Auch für die SPD gibt es noch viel zu tun.
MFG Eddie und Richard
Antworten
R
Wir sind einer der 500 Hundesteuerzahler, kaum auf der Straße werde ich angegriffen ! Hier darf Ihr Hund nicht auf die Toilette gehen ,suchen Sie sich eine geeignete Stelle!
OK alles soweit zu verstehen mein Hund muß aber??
Geeignete Stelle wo?
Lösungen Suchen !!!
ZB. Würzburg hier gibt es eine Hundewiese am Main.
Bitte keine Hetzaufrufe mehr, ich gehe schon nur noch bei Dunkelheit GASSI.

Mit freundlichen Grüßen
Steuerzahler Eddie und Richard
Antworten
H
Danke für den Tipp. Jedoch um mein Feldsalat-Beet möchte ich eigentlich keine Hundehaare legen (erst auch mal welche haben). Mit dem Auslegen von Hundehaaren um die Gemüsebeete ist das Übel ja
nicht erledigt.
Die Hinterlassenschaften von Katzen waren bei mir auch schon öfters auf dem Rasen, auf Gartenwegen, bei den Nachbarn auf der Außentreppe und vor dem Hauseingang als "Tretminen" abgelegt.
Antworten
H
Vielleicht könnten Sie in diesem Zusammenhang auch einmal an die vielen Katzenbesitzer appellieren, dass diese bei sich genügend Katzentoiletten aufstellen. Dann müssten die Katzen aus
Bequemlichkeitsgründen ihrer Besitzer das große Geschäft nicht in den Nachbar-Gärten, bei mir vor allem in den Gemüsebeeten, machen.
Obwohl meine leider inzwischen verstorbenen Katzen (14 + 18 J.) auch Freigänger waren, benutzten sie "Ihr Katzenklo" im Haus.
Antworten
D


Das Auslegen von Hundehaaren um die Gemüsebeete soll helfen, dass die Katzen fernbleiben (so praktiziert es jedenfalls erfolgreich eine Frau in unserer Gasse