Feuerwehrhaus Veitshöchheim: Richtfest Kalthalle erster Meilenstein eines 5,1 Millionen-Euro-Bauprojekts
Neue Kalthalle nimmt Gestalt an – Mehr Platz für Einsatzfahrzeuge, Hochwasserschutz und Ausrüstung – Umfangreiche Sanierung des Feuerwehrgerätehauses bis Sommer 2028
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Aus dem ursprünglich angekündigten Spatenstich wurde ein Richtfest: Am Montag, 12. Oktober 2026, feierte die Gemeinde Veitshöchheim gemeinsam mit ihrer Freiwilligen Feuerwehr und den am Bau beteiligten Firmen einen wichtigen Meilenstein bei der Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses.
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Die Stahlkonstruktion der neuen Kalthalle steht. Damit ist ein wesentlicher Schritt des ersten Bauabschnitts geschafft und zugleich der sichtbare Auftakt für die umfassende Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrstandorts erfolgt.
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Das Bauvorhaben umfasst nämlich nicht nur die Errichtung der zusätzlichen Fahrzeughalle, sondern auch die umfassende Sanierung des Bestandsgebäudes, mehrere Erweiterungsbauten und die Neugestaltung der Außenanlagen. Die Zahl der Stellplätze für Feuerwehrfahrzeuge wird dabei von bisher sechs auf acht erhöht.
Vier Bauabschnitte bis Sommer 2028
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Die Arbeiten am Feuerwehrgerätehaus sind in vier Bauabschnitte gegliedert.
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Bauabschnitt 1 umfasst die neue Kalthalle mit zwei zusätzlichen Stellplätzen, die Erschließung, die neuen Feuerwehrparkplätze und vorbereitende Maßnahmen für den weiteren Umbau.
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Bauabschnitt 2 sieht einen eingeschossigen Anbau auf der Westseite des bestehenden Gebäudes vor. Dort sollen zusätzliche Lagerflächen sowie Räume für die Atemschutztechnik und die Druckluftversorgung entstehen.
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In den Bauabschnitten 3 und 4 folgen die umfassende Sanierung und energetische Ertüchtigung des bestehenden Feuerwehrgerätehauses einschließlich des südlichen Umkleideanbaus. Dazu gehören unter anderem Verbesserungen an der Gebäudehülle und der technischen Ausstattung.
Abschließend werden die Außenanlagen und Parkflächen angepasst sowie erforderliche Absperrungen hergestellt.
Bürgermeister Götz: Feuerwehrhaus für die kommenden Jahrzehnte fit machen
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Das mehr als 30 Jahre alte Feuerwehrgerätehaus entspricht nicht mehr in allen Bereichen den heutigen Anforderungen. Darauf verwies Bürgermeister Jürgen Götz beim Richtfest. Der Feuerwehrbedarfsplan habe den Handlungsbedarf bestätigt. Insbesondere zusätzliche Einsatzmittel, fehlende Lagerflächen und der energetische Zustand des Gebäudes machten die Erweiterung und Sanierung notwendig.
„Es ist also nicht nur ein Richtfest für ein einzelnes Gebäude, sondern der Auftakt zu einem Gesamtprojekt, mit dem wir unsere Feuerwehr für die kommenden Jahrzehnte gut aufstellen wollen“, betonte Götz.
Für die Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses sind rund 5,1 Millionen Euro Gesamtkosten veranschlagt. Darin enthalten sind sämtliche Bauleistungen sowie die Planungs- und Finanzierungskosten der BayernGrund als Bauträger. Die reinen Baukosten der neuen Kalthalle betragen rund 330.000 Euro, für die weiteren Bauabschnitte sind rund 2,4 Millionen Euro reine Baukosten vorgesehen.
Die Gemeinde erhält für die Maßnahme vom Freistaat Bayern einen Zuschuss von 1.331.030 Euro. Götz bezeichnete die Förderung als „ein wichtiges Signal der Anerkennung für die Arbeit unserer Feuerwehr und eine spürbare Entlastung für unsere Gemeinde“. Er dankte insbesondere Landtagsabgeordnetem Björn Jungbauer für dessen Unterstützung.
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Kalthalle schafft Platz für Boot, Ölsperre und Hochwasserschutz
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Die neue Kalthalle entsteht hinter dem bestehenden Gerätehaus in Richtung REWE-Parkplatz und Geflügelzüchteranlage. Ihre beiden Stellplätze sind vor allem für das Mehrzweckboot der Feuerwehr und die Ölsperre des Landkreises Würzburg vorgesehen. Beide Einsatzmittel werden für Aufgaben auf dem Main benötigt.
Im hinteren Hallenbereich entsteht zudem eines von insgesamt drei vorgesehenen Hochregallagern. Dort können mobile Hochwasserschutzelemente und Pumpen auf Europaletten platzsparend und für den Einsatz gut erreichbar untergebracht werden
Die Fundamente errichtete die Kress-Bau GmbH aus Thüngen, die Stahlkonstruktion die UHL GmbH & Co. Stahl und Metallbau KG aus Würzburg. Die Elektroarbeiten übernimmt die Elektro Schneider GmbH aus Wipfeld.
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Zusätzlich entstehen Feuerwehrparkplätze, damit die Einsatzkräfte bei Alarm schneller und sicherer zum Gerätehaus gelangen können. Die Flächen dienen zunächst für die Zwischenlagerung von Material während der weiteren Bauphasen.
Neuer Radweg schafft Verbindung zur Fischerau
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Im Zusammenhang mit dem ersten Bauabschnitt wird auch der Radweg von der Pont-l’Évêque-Allee entlang der östlichen Grenze des REWE-Parkplatzes bis zur Brücke an der Würzburger Stadtgrenze verlängert.
Die zunächst geschotterte Verbindung soll die enge und unübersichtliche Strecke durch die Fischerau und die Friedrich-Koenig-Straße entlasten. Die reinen Baukosten betragen rund 37.000 Euro, zuzüglich Kosten für die Energieversorgung. Die Arbeiten führt die Firma Beuschlein aus.
Kommandant Fischer: Umbau auf engstem Raum bei laufendem Betrieb
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Für den Ersten Kommandanten Florian Fischer war das Richtfest ein „Tag der Weichenstellung mit gespanntem Blick in die Zukunft“.
Das bestehende Feuerwehrhaus bietet zu wenig Lagerfläche auf Fahrzeughallenebene. Material muss teilweise über enge Zugänge aus dem Untergeschoss geholt werden. Hinzu kommen energetische Schwachstellen des Gebäudes.
Die Lage des Grundstücks erschwert die Erweiterung zusätzlich. Weil das Feuerwehrhaus von Bebauung umgeben ist, müssen sämtliche Maßnahmen auf begrenzter Fläche umgesetzt werden. Fischer sprach von einer „Insellösung“.
Eine besondere Herausforderung ist der Umbau im „Live-Betrieb“: Die Feuerwehr muss während aller Bauphasen einsatzbereit bleiben. Fahrzeuge, Geräte und Verkehrswege sind deshalb so zu organisieren, dass Alarmfahrten jederzeit möglich sind. Feuerwehrleute haben bereits beim Ausräumen und Umsetzen von Material mitgeholfen.
Kreisbrandrat Menig: „Feuerwehrarbeit endet nicht an der Gemeindegrenze“
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Kreisbrandrat Heiko Menig, der mit Kreisbrandinspektor Markus Fleder und Kreisbrandmeister Christian Kordmann am Richtfest teilnahm, würdigte die Investitionsentscheidung der Gemeinde angesichts knapper öffentlicher Mittel. Sie komme nicht allein Veitshöchheim zugute. „Feuerwehrarbeit endet ja nicht an der Gemeindegrenze“, betonte er mit Blick auf die überörtlichen Aufgaben der Wehr.
Seine eindringlichsten Worte richtete Menig an die ehrenamtlichen Einsatzkräfte: „Technik kann man kaufen, Fahrzeuge, Geräte und Ausrüstung kann man beschaffen.“ Menschen dagegen, die ihre Freizeit für Ausbildung und Einsätze opferten, könne man nicht kaufen. „Ihr seid es, die aus moderner Technik eine wirksame Hilfe machen.“
BayernGrund-Projektleiter Endres: Kalthalle soll in wenigen Wochen fertig sein
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Bauherr ist die Gemeinde Veitshöchheim, die Projektsteuerung liegt gemäß Geschäftsbesorgungsvertrag bei der BayernGrund.
Christian Endres, Immobilienfachwirt und Projektleiter der BayernGrund, verwies auf die Herausforderungen, die auch ein vergleichsweise kleines Bauvorhaben mit sich bringe.
Die architektonische Planung übernahm DS architekten domscheit & siegordner partnerschaft GmbB aus Ansbach mit Stefan Siegordner und Sunniva Neumeier.
Weitere Fachplaner sind die Herbert Haustechnische Planungs GmbH für Heizung, Lüftung und Sanitär, HGT Ingenieure GmbH für die Elektrotechnik, KRAFFT Ingenieure GmbH & Co. KG für die Tragwerksplanung und Götz Architektur & Brandschutz für den Brandschutz. Die Sicherheitskoordination liegt bei der Hess Sachverständigen GmbH.
„Ein erster großer Schritt ist gegangen, auf den noch viele weitere folgen werden“, sagte Endres. Nach seinen Angaben soll die Kalthalle bereits in einigen Wochen fertiggestellt sein. Bis zum Abschluss der anschließenden Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten bleibt jedoch noch einiges zu tun.
MdL Jungbauer: Mehr als sechs Millionen Euro einschließlich Fahrzeugbeschaffungen
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Landtagsabgeordneter Björn Jungbauer, selbst Feuerwehrmann in Margetshöchheim, verwies auf die erheblichen Investitionen der Gemeinde. Einschließlich der Fahrzeugbeschaffungen bezifferte er das finanzielle Engagement auf mehr als sechs Millionen Euro. Die 5,1 Millionen Euro für das Bauprojekt sind darin enthalten.
Zwei neue Feuerwehrfahrzeuge seien bereits beim Feuerwehrfest im vergangenen Jahr offiziell übergeben worden. Weitere Beschaffungen, darunter ein Logistikfahrzeug und eine neue Drehleiter, stehen zur Diskussion.
Für eine neue Drehleiter stellte Jungbauer eine staatliche Förderung von 300.000 Euro in Aussicht. Ob die Beschaffung bis 2028 erfolgen könne, sei noch offen. Ein Vorführfahrzeug habe die Feuerwehr bereits besichtigt.
Als wichtigen Fortschritt nannte Jungbauer die 2025 geänderten bayerischen Feuerwehr-Förderrichtlinien, die auch die zeitgemäße Modernisierung bestehender Feuerwehrhäuser stärker berücksichtigen.
Mit Blick auf zusätzliche Aufgaben für Kommunen und Feuerwehren verwies er zudem auf den Operationsplan Deutschland, der erst in der Vorwoche Thema einer Veranstaltung an einer Feuerwehrschule gewesen sei.
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Richtspruch mit Scherben und dreifachem Hoch: Konstantin Weimann, Metallbaumeister und Projektleiter der Stahlbaufirma UHL, wünschte der neuen Kalthalle mit traditionellem Richtspruch, zerbrochenem Glas und einem dreifachen Hoch auf die Feuerwehr Glück und Schutz vor Unheil.
Vereinssaal von November 2026 bis Sommer 2028 für Veranstaltungen gesperrt
Die Sanierung des Feuerwehrgerätehauses hat auch Auswirkungen auf das Veitshöchheimer Vereinsleben. Das 1995 fertiggestellte Gebäude beherbergt im ausgebauten Dachgeschoss über der Fahrzeughalle auf mehr als 400 Quadratmetern unter anderem Vereinsräume für den Männergesangverein (MGV) und den Musikverein sowie einen 180 Quadratmeter großen, barrierefrei erreichbaren Mehrzwecksaal für bis zu 84 Personen, der bislang an Wochenenden auch für private Feiern angemietet werden konnte.
Ab November 2026 ist der Mehrzwecksaal voraussichtlich bis Mitte 2028 für Veranstaltungen gesperrt. Proben des MGV und des Musikvereins mit maximal 40 Personen sind über einen Zugang durch den Schlauchturm noch bis zum Beginn des dritten und vierten Bauabschnitts Ende Mai 2027 möglich. Danach wird der Mehrzweckraum im Dachgeschoss vollständig für die vorübergehende Unterbringung der Feuerwehrverwaltung benötigt.
Bereits während der abschließenden Arbeiten an den Außenanlagen soll der Mehrzwecksaal ab Mitte 2028 wieder zur Verfügung stehen. Als Ausweichmöglichkeiten bieten sich bis dahin das Haus der Begegnung (HdB) mit seinem kleinen und großen Saal sowie dem Besprechungsraum „Schneckenhaus“ für bis zu 28 Personen und der Bacchuskeller an.
Richtfest als erster Meilenstein eines umfangreichen Bauprojekts
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Mit dem Richtfest an der neuen Kalthalle hat die Sanierung und Erweiterung des Veitshöchheimer Feuerwehrhauses einen ersten markanten Zwischenstand erreicht.
Dass aus dem ursprünglich vorgesehenen Spatenstich bereits ein Richtfest wurde, unterstreicht den sichtbaren Fortschritt der Arbeiten.
Bis zur vollständigen Modernisierung des Feuerwehrgerätehauses stehen allerdings noch umfangreiche Bauarbeiten bevor. Insbesondere die Sanierung des Bestandsgebäudes, die neuen Funktions- und Umkleideräume sowie die Außenanlagen werden das Projekt in den weiteren Bauabschnitten prägen.
Mit der Investition von rund 5,1 Millionen Euro schafft die Gemeinde Veitshöchheim die baulichen Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Unterbringung ihrer Freiwilligen Feuerwehr.
Fotos Dieter Gürz - aus der Luft Gemeinde - Pläne DS architekten domscheit & siegordner partnerschaft GmbB