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Flächenermittlung liegt nun vor: Veitshöchheim streicht 25,9 Hektar bisherige Bauflächen aus der Planung

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Sommerleite, Winterleite und hochwassergefährdete Bereiche am Main verlieren zusammen 20,5 Hektar Bauerwartungsland – Am Geisberg entfallen weitere 5,3 Hektar – Rechnerische Nettoverringerung beträgt 13,9 Hektar

Bei der Beratung über die Gesamtüberarbeitung des Flächennutzungsplanes am 12. Oktober 2026 hatte Bürgermeister Jürgen Götz darauf hingewiesen, dass die Gemeinde insgesamt mehr bisherige Bauflächen zurücknehme als neu ausweise. Konkrete Zahlen wurden in der Sitzung nicht genannt. 

Auf Nachfrage der Presse bei der Gemeinde hat das beauftragte Ingenieurbüro Auktor nun die Flächenbilanz ermittelt und mit Stand 19. Oktober 2026 vorgelegt. Demnach sollen 25,9 Hektar bisher ausgewiesene Bauflächen aus der Bauflächenplanung herausgenommen werden. Gleichzeitig kommen 12,0 Hektar rechnerisch neu hinzu, vor allem durch das geplante Gewerbegebiet Richtung Gadheim mit 9,7 Hektar.. Daraus ergibt sich eine Nettoverringerung der ausgewiesenen Bauflächen um 13,9 Hektar.


Sommerleite, Winterleite und hochwassergefährdete Bereiche: 20,5 Hektar entfallen

Den größten Anteil an den Rücknahmen haben Flächen, die bereits seit 1967 als Bauerwartungsland im Flächennutzungsplan ausgewiesen sind, aber bis heute nicht bebaut wurden.

An der Sommerleite entfallen 6,7 Hektar,

an der Winterleite 5,7 Hektar bisheriger Wohnbauflächen. Beide ökologisch wertvollen Hanglagen sollen künftig als Grünflächen dargestellt werden.

Weitere 8,1 Hektar werden in hochwassergefährdeten Bereichen entlang des Mains aus der Bauflächenplanung genommen:

1,4 Hektar im Umkreis der Gärtnerei Reim,

2,8 Hektar im Bereich der Mühlgärten

und 3,9 Hektar nördlich und südlich der Wohnbebauung Frauenland in der Unteren Au an der (Thüngersheimer Straße).

Zusammen entfallen in diesen Bereichen 20,5 Hektar bisheriger Bauflächen.


Geisberg: Weitere 5,3 Hektar werden Grünflächen

Auch am Geisberg unterhalb der Querspange wird die bisherige Bauflächenreserve verkleinert. Das Gebiet ist ebenfalls bereits seit 1967 als Wohnbaufläche vorgesehen.

Von den bislang rund 12,9 Hektar sollen künftig 5,3 Hektar als Grünflächen dargestellt werden. Die verbleibenden Flächen werden für Wohnen, beschränktes Gewerbe und Gemeinbedarf neu gegliedert.

Damit werden allein in den genannten Bereichen insgesamt 25,8 Hektar bisheriger Bauflächen zurückgenommen.


Richtung Gadheim: 9,7 Hektar neue Gewerbeflächen

Die größte tatsächliche Neuausweisung ist das geplante 9,7 Hektar große Gewerbegebiet Richtung Gadheim auf bislang landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Weitere rechnerische Zuwächse von zusammen 2,3 Hektar ergeben sich bei den Mainfrankensälen und dem Naturfreundehaus. Dabei geht es überwiegend darum, bestehende Nutzungen als Sondergebiete im Flächennutzungsplan darzustellen, nicht um die Schaffung neuer Wohn- oder Gewerbegebiete.

Planungsausschnitte aus FPlan-Entwurf Ing.Büro Auktor vom 13.10.2026


Ausführlich über die Beratung im Gemeinderat, die geplante Gewerbeentwicklung Richtung Gadheim und die umstrittene Bebauung am Geisberg berichtete Veitshöchheim News bereits am 12. Oktober 2026:

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