Overblog Alle Blogs Top-Blogs Reisen & Veranstaltungen
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

Auf den Spuren der Gemeindegrenze: Feldgeschworene geben beim Jubiläums-Infogang der Gemeinde am 19.9. Einblick in ihr Ehrenamt

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Wo genau verläuft eigentlich die Grenze von Veitshöchheim? Wie erkennt man sie im Gelände? Und was haben Grenzsteine, Meißelzeichen und unscheinbare Rohre damit zu tun? Antworten auf diese Fragen geben die Veitshöchheimer und Gadheimer Feldgeschworenen beim Infogang des Bürgermeisters am Samstag, 19. September 2026.

Der auf Veitshöchheim News bereits angekündigte Infogang zum Jubiläum „50 Jahre Gadheim bei Veitshöchheim“ (siehe nachstehender Link) erhält damit einen weiteren interessanten Schwerpunkt. Entlang eines Teils der Gemeindegrenze können die Teilnehmer nicht nur Wissenswertes über die Entwicklung Gadheims erfahren, sondern zugleich eines der ältesten kommunalen Ehrenämter näher kennenlernen.

Los geht es am Samstag um 8.30 Uhr auf dem Parkplatz hinter der Firma Flammersberger.


Elf Feldgeschworene sorgen für klare Grenzen

Mit dabei sind die sieben Feldgeschworenen von Veitshöchheim und die vier Feldgeschworenen von Gadheim. Angeführt werden sie von ihren beiden Obmännern Karl Wolf für Veitshöchheim und Johannes Römert für Gadheim.

Sie wollen den Infogang nutzen, um den Teilnehmern zu vermitteln, was hinter ihrem traditionsreichen Ehrenamt steckt und welche Aufgaben Feldgeschworene auch heute noch wahrnehmen.

Dabei geht es um ihre Aufgaben, Rechte und Pflichten, aber ebenso um die lange Geschichte des Feldgeschworenenwesens.

Was für Außenstehende zunächst recht trocken klingen mag, wird unterwegs ganz praktisch sichtbar: Denn Grenzen sind keineswegs immer durch einen weithin sichtbaren Grenzstein gekennzeichnet.


Grenzsteine, Meißelzeichen und Rohre: Grenzen haben viele Gesichter

Auf dem Weg weisen die Feldgeschworenen auf die unterschiedlichen Arten von Grenzzeichen hin. Neben den klassischen Grenzsteinen können dies unter anderem Meißelzeichen oder Rohre sein.

Die Teilnehmer erfahren unmittelbar vor Ort, wie solche Grenzmarkierungen aussehen, woran sie erkannt werden können und welche Bedeutung sie haben.

So wird aus dem Spaziergang entlang der Gemarkungsgrenze zugleich eine kleine Entdeckungstour: Manches Grenzzeichen, an dem Spaziergänger normalerweise achtlos vorbeigehen dürften, bekommt plötzlich eine ganz andere Bedeutung.


Wo Veitshöchheim auf Würzburg, Rimpar und Güntersleben trifft

Unterwegs zeigen die Feldgeschworenen den Verlauf der Außengrenze von Veitshöchheim mit ihren unterschiedlichen Grenzmarkierungen.

Dabei geht es um die Grenzen zu Würzburg mit den Stadtteilen Unterdürrbach und Oberdürrbach sowie zu den Nachbargemeinden Rimpar und Güntersleben.

Gerade im Jubiläumsjahr von Gadheim bekommt der Blick auf Gemarkungen und Gemeindegrenzen eine besondere Bedeutung. Schließlich erinnert der Infogang daran, dass Gadheim seit nunmehr 50 Jahren zu Veitshöchheim gehört.


Unterstützung vom Vermessungsamt

Fachkundige Unterstützung erhalten die Feldgeschworenen vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (ADBV) Würzburg, dem früheren Vermessungsamt.

Mitarbeiter des ADBV erläutern beim Infogang, wie die Zusammenarbeit zwischen Behörde und Feldgeschworenen funktioniert. Die Teilnehmer erfahren außerdem, welche Vermessungsaufgaben ausschließlich den Mitarbeitern des ADBV vorbehalten sind und welche Angebote das Amt für Bürger und Grundstückseigentümer bereithält.

Damit wird zugleich deutlich, wie sich ein jahrhundertealtes Ehrenamt und moderne Vermessungstechnik heute ergänzen.


Ein Ehrenamt mit langer Tradition – und aktuellen Aufgaben

Für die beiden Obmänner Karl Wolf und Johannes Römert ist der Infogang eine willkommene Gelegenheit, die Arbeit ihrer beiden Gruppen einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen.

Denn obwohl Feldgeschworene zu den traditionsreichsten kommunalen Ehrenamtsträgern gehören, dürfte vielen Bürgern kaum bekannt sein, was sie konkret tun und welche Verantwortung mit ihrem Amt verbunden ist.

Beim Jubiläums-Infogang kann man dies nicht nur theoretisch erfahren, sondern direkt an der Veitshöchheimer Gemeindegrenze erleben.


 

Kommentiere diesen Post