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Kasperhaus begeisterte beim Ferienprogramm mit turbulentem „Rotkäppchen“-Kasperspiel

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Prinzipal Udo Gläser begrüßt die kleinen und großen Besucher.

Viel Spaß, Spannung und jede Menge Mitmachaktionen erlebten die Kinder am Donnerstagnachmittag beim Kasperhaus-Gastspiel in der Aula der Eichendorff-Grundschule. Die Aufführung des Stücks „Rotkäppchen“ durch Prinzipal Udo Gläser war ein Angebot der Jugendpflege Veitshöchheim im Rahmen des örtlichen Ferienprogramms und zugleich in die Ferienpassaktion des Landkreises Würzburg eingebunden, wodurch Ferienpassinhaber von einem vergünstigten Eintritt profitieren konnten.


Märchenklassiker mit viel Witz

Kasper führt mit viel Witz und Charme durch das Märchen.

Die rund 50-minütige Aufführung richtete sich an Kinder ab vier Jahren und blieb in ihrer Handlung nah am bekannten Grimm-Märchen. Gleichzeitig sorgte Kasper mit seinen spontanen Einfällen und seinem Witz dafür, dass die Geschichte immer wieder neue Wendungen nahm. So entwickelte sich aus dem beliebten Märchen ein lebendiges Theatererlebnis, bei dem die insgesamt 63 Gäste aktiv eingebunden wurden.

 Im Mittelpunkt steht das kleine Mädchen Rotkäppchen, das seiner im Wald wohnenden kranken Großmutter Kuchen und Wein bringen möchte.


Kinder helfen Kasper gegen den Wolf

Kasper und der Jäger unterhalten sich über die Wolfsgefahr

Von Beginn an waren die jungen Zuschauer gefragt. Sie warnten Kasper lautstark vor dem bösen Wolf, gaben ihm hilfreiche Hinweise und unterstützten gemeinsam mit dem Jäger die Rettungsaktion. Durch diese direkte Einbindung entstand eine fröhliche Atmosphäre, in der die Kinder selbst Teil der Geschichte wurden.

Der Wolf pirscht sich heimlich an seine Opfer heran.

Der Wolf erschien dabei zwar als Gegenspieler, wurde jedoch humorvoll und eher tollpatschig dargestellt. Dadurch überwogen Spaß und Spannung, ohne dass das Stück für die jungen Besucher zu gruselig wurde.


Das bekannte Märchen

Die Inszenierung orientierte sich dabei am klassischen Märchen der Brüder Grimm, dessen Botschaft bis heute aktuell geblieben ist: Vorsicht gegenüber Fremden, das Befolgen guter Ratschläge und der Sieg des Guten über das Böse.

Der Wolf kommt mit Rotkäppchen ins Gespräch, lässt jedoch zunächst von ihr ab, um sich zuerst auf den Weg zur Großmutter zu machen.

Kasper und der Jäger beraten im Wald das weitere Vorgehen. Der Jäger will im Ort vor dem Wolf warnen, doch Kasper hält ihn mit Gewalt zurück.

Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, nach dem Raubtier zu suchen.

Die Großmutter ahnt noch nichts von der Gefahr, sie freut sich auf den Besuch ihrer Enkelin

Als der Wolf auftaucht, tut er noch ganz freundlich, um sie dann hinterrücks zu verschlingen.

Als Großmutter verkleidet legt sich der Wolf mit ihrer Schlafmütze ins Bett und wartet auf Rotkäppchen.

Rotkäppchen trifft bei der Großmutter ein und wird vom ebenfalls vom hinterlistigen Wolf verschlungen.

 

Mit prall gefülltem Bauch legt sich der Wolf zur Verdauung im Bett der Großmutter schlafen.

Schließlich gelingt es dem Jäger gemeinsam mit Kasper und der tatkräftigen Unterstützung der Kinder, Rotkäppchen und die Großmutter zu retten und dem Wolf das Handwerk zu legen.

Sie schneiden dem schlafenden Wolf den Bauch auf und retten zuerst die Großmutter.

Anschließend holen sich auch Rotkäppchen aus seinem Bauch.

Zum Schluss füllen Kasper und der Jäger den Bauch des Wolfes mit schweren Steinen und nähen ihn wieder zu. Als der Wolf erwacht und fliehen will, stürzt er in den Bach und ertrinkt.


Kindgerechte Umsetzung

Das traditionelle Kasperltheater entschärfte die spannenden Szenen bewusst durch Humor, die sympathische Figur des Kaspers und die ständige Interaktion mit dem Publikum. Dadurch wurde auch das Thema des bösen Wolfes altersgerecht vermittelt. Die Kinder konnten mitfiebern, lachen und aktiv dazu beitragen, dass die Geschichte ein glückliches Ende nahm.

Mit lang anhaltendem Applaus bedankten sich die jungen Besucher und ihre Begleiter bei Udo Gläser für einen unterhaltsamen und abwechslungsreichen Theaternachmittag, der zu den Höhepunkten des Veitshöchheimer Ferienprogramms zählt.

Fotos Dieter Gürz

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