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„Ich schaff das!“ – Wasserski-Abenteuer auf dem Main beim Ferienprogramm der Marina

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

19 Kinder, zwei Wasserski und jede Menge Mut

Platsch statt Pausenmodus: Beim Ferienprogramm der Marina Veitshöchheim e.V. ging es am Samstag auf dem Main sportlich zur Sache. 14 Kinder wagten sich bei strahlendem Sonnenschein an ihre ersten Wasserski-Versuche. Dazu gab es rasante Runden auf dem Fun Tube, Paddeln im Kanu, Stand-up-Paddling Seemannsknoten, kreative Basteleien, maritimes Preisrätsel und natürlich eine Stärkung vom Grill und zum Schluss noch leckerer Kuchen.

Bereits zum fünften Mal in Folge hatte der Verein zu seinem Ferienprogramm eingeladen. Treffpunkt war der 2017 errichtete Bootshafen unterhalb des REWE-Marktes.


Erst die Technik – dann das Abenteuer

Bevor die ersten Skier ins Wasser kamen, gab es eine kurze Einführung von Hubert Hubal (re.) und seiner Tochter Conny. Beide sind als Trainer für den Bayerischen Motorsport YachtverbandBayerischen Motorsport Yachtverband aktiv und vermittelten den Kindern die Grundlagen des Wasserskifahrens, sehr zur Freude des Vorsitzenden Knut Oechsner und Schriftführer Holger Müller (li.).

Auf dem Programm stand der Paarski-Fahrstil für Anfänger. Dabei kommt es vor allem auf die richtige Körperhaltung und einen kontrollierten Start an. Hubert Hubal gab den jungen Wassersportlern einen entscheidenden Tipp: „Haltet die Arme lang gestreckt, die Knie eng an der Brust in einer tiefen Hocke und lasst euch vom Boot aus den Knien heraus hochziehen, statt verfrüht aufzustehen.“An Land klang das zunächst ziemlich einfach. Auf dem Main musste die Theorie allerdings erst einmal in die Praxis umgesetzt werden.


Der erste Start ist die größte Hürde

Neoprenanzug an,

Füße in die Bindungen,

Skier ins Wasser, Leine greifen – und los.

Sobald das Motorboot Fahrt aufnahm, zeigte sich schnell, dass Wasserskifahren einiges an Körpergefühl verlangt.

Die Skier mussten unter Wasser richtig positioniert werden, die Hocke sollte gehalten werden und vor allem durfte der richtige Moment zum Aufstehen nicht verpasst werden. 

Der Blick sollte in Fahrtrichtung gehen und nicht auf die eigenen Skier.  Bei einem Sturz muss die Leine sofort losgelassen werden.

Der Main verzieh dabei keinen Fehler.

Ein falscher Bewegungsablauf – und schon landete der Nachwuchs-Wasserskifahrer wieder im Wasser.

Doch die Kinder ließen sich davon nicht entmutigen. Versuch für Versuch wurde gestartet. Conny Hubal unterstützte die jungen Teilnehmer bei den ersten Fahrversuchen sogar direkt im Wasser.


„Ich schaff das!“ – die richtige Einstellung

Dass beim Wasserskifahren nicht jeder Start auf Anhieb gelingt, gehört dazu. Umso wichtiger waren Geduld und Durchhaltevermögen. Ein Mädchen brachte die Stimmung mit einem Satz auf den Punkt: „Ich schaff das!“

Genau diese Einstellung war bei den ersten Fahrversuchen gefragt: ausprobieren, ins Wasser fallen, aufstehen und es erneut versuchen.

Die Fortschritte waren dabei nicht unbedingt in langen Fahrstrecken zu messen. Schon ein paar Meter auf den Skiern waren für die Kinder ein Erfolg. Besonders erfolgreich war Luisa, die sogar zwei Runden schaffte.

Wie viel Spaß man mit Wasserskiern auf dem Main haben kann, demonstrierte zum Abschluss die Jugendtrainerin des BMYV mit Trickski-Einlagen und einem Slalom über die vom Motorboot in rasanter Fahrt erzeugten Wellen.


 


Nach dem Wasserski kommt das Fun Tube Sofa

Wer genug von den Skiern hatte, musste trotzdem nicht an Land bleiben. Beim Fun Tube ging es gleich weiter. Drei Kinder konnten gleichzeitig nebeneinander gemütlich auf dem großen Schlauchboot-Sofa des zweiten Vorsitzenden Joachim Röder Platz nehmen und sich vom Motorboot über den Main ziehen lassen.

 Kurven, Tempo und ordentlich Spritzwasser sorgten dabei für viel Gelächter.

Der Fun Tube erwies sich damit als perfekte Ergänzung zu den ersten Wasserski-Versuchen – weniger Technik, dafür umso mehr Vergnügen. Und auch beim Paddeln im Kanu beim Stand-up-Paddling hatten die Teilnehmer ihren Spaß.


Seemannsknoten statt Langeweile

Zwischen den Fahrten gab es auch an Land einiges zu entdecken.

Die Kinder konnten Schlüsselanhänger basteln,

sich an verschiedenen Seemannsknoten versuchen und ein Preisrätsel mit maritimen Fachbegriffen lösen. Damit gehörte zum Ferienprogramm nicht nur das sportliche Erlebnis auf dem Wasser, sondern auch ein kleiner Einblick in das Leben rund um einen Bootshafen.

Denn wer auf dem Wasser unterwegs ist, sollte schließlich nicht nur fahren, sondern auch wissen, wie ein Boot sicher vertäut wird.


Zum Abschluss: Grillen am Hafen

Nach den vielen Aktivitäten durfte natürlich eine Stärkung nicht fehlen.

Getränke und frisch gegrillte Bratwürste und vor dem Abholen durch die Eltern Kuchen  standen bereit und sorgten dafür, dass die verbrauchten Energiereserven wieder aufgefüllt wurden.

So ging ein abwechslungsreicher Ferientag am Main zu Ende – mit müden, zufriedenen und angesichts des sommerlichen Wetters teilweise auch etwas sonnengebräunten Gesichtern.


Den Main einmal anders erleben

Vereinsvorsitzender Knut Öchsner zeigte sich mit dem Ferienprogramm zufrieden:

„Es ist schön zu sehen, mit wie viel Begeisterung die Kinder ans Werk gehen – und dass sie dabei gleichzeitig den Main als Freizeit- und Naturraum kennenlernen.“

Genau das machte den besonderen Reiz des Ferientages aus: Die Kinder konnten den Main nicht nur vom Ufer aus erleben, sondern selbst aktiv werden – auf Wasserskiern, auf dem Fun Tube, im Kanu, auf dem Brett und rund um den Bootshafen.

Am Ende blieb vor allem eine Erkenntnis:

Wasserskifahren ist nicht ganz so einfach, wie es aussieht. Aber wer dranbleibt, schafft es.

Und manchmal beginnt der Erfolg eben mit einem kleinen Satz:

„Ich schaff das!“ 💪

Die ehrenamtlichen Betreuer der Marina verfolgen das Geschehen auf dem Wasser.

Fotos Dieter Gürz

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