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American Classics sorgen für US-Flair in Veitshöchheim

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Neun US-Oldtimer zu Gast in der Wiener Botschaft

Der Hof der „Wiener Botschaft“ in der Herrnstraße war am Samstagnachmittag Schauplatz eines besonderen Treffens: Neun amerikanische Oldtimer, im Schnitt rund 60 Jahre alt, sorgten mit glänzendem Chrom, klassischen Karosserien und dem unverwechselbaren Sound großer V8-Motoren für echtes amerikanisches Lebensgefühl mitten in Veitshöchheim.

Unter dem Motto „Saturday Cruise @ Romy“ trafen amerikanische Klassiker auf gutes Essen, kühle Getränke und gesellige Gespräche. 


Eingeladen hatte der Veitshöchheimer Gastro-Coach Thomas Seitz gemeinsam mit Heike Baumann (2.v.r.), die mit ihrem Esswagen bereits mehrfach bei Veranstaltungen in der Wiener Botschaft für die kulinarische Versorgung gesorgt hatte.


16-köpfige US-Car-Gruppe aus der Region

Die neun Fahrzeuge gehörten zu einer losen Freundesgruppe von 16 US-Oldtimer-Freunden aus dem Raum Würzburg, Main-Spessart und Schweinfurt. Koordiniert wird die Gruppe von Heiko Lorz aus Güntersleben, einem gelernten Kfz-Mechaniker und Kfz-Lackierer.

Lorz ist Inhaber von H.L. Custom Cars in Binsfeld bei Arnstein, einer kleinen, auf US-Cars und Oldtimer spezialisierten Werkstatt. Das Angebot reicht von Wartung und Instandhaltung bis zu Umrüstungen und Arbeiten rund um die H-Zulassung.

Auch wenn Lorz keinen festen wöchentlichen Stammtisch organisiert, ist er eine feste Größe in der unterfränkischen US-Car-Szene. Unter der Bezeichnung HLCC-Community (Heiko Lorz Custom Cars) hält er den Kontakt zu den Mitgliedern und informiert regelmäßig über Treffen und gemeinsame Ausfahrten.


Zwei Veitshöchheimer Ehepaare dabei

Zur Gruppe gehören auch zwei Veitshöchheimer Ehepaare: Manfred und Heike Baumann mit ihrem Mustang sowie Holger und Helga Fleck mit ihrem Thunderbird. Beide Fahrzeuge stammen aus dem Jahr 1966.

Heike Baumann war mit ihrem Esswagen bereits mehrfach bei Veranstaltungen in der Wiener Botschaft im Einsatz. Ihr zuliebe lud Gastro-Coach Thomas Seitz die US-Car-Gruppe diesmal in den Hof ein. Dort fanden alle neun Fahrzeuge Platz.

Viele neugierige Besucher schauten vorbei und bewunderten die alten Karossen aus nächster Nähe. Gleichzeitig nutzten die Oldtimer-Freunde die Gelegenheit, sich über ihre Fahrzeuge, Reparaturen, Treffen und gemeinsame Ausfahrten auszutauschen.


Vom Mustang bis zum 300-PS-Thunderbird

Während Holger Fleck seinem Hobby bereits seit jungen Jahren nachgeht und nach eigenen Angaben schon mehr als zehn verschiedene amerikanische Oldtimer besessen hat, fährt er seinen 300 PS starken Thunderbird erst seit rund neun Monaten.

Manfred Baumann beschäftigt sich seit sechs Jahren mit US-Oldtimern. Seinen auffälligen Mustang in Signal Flare Red mit 225 PS kaufte er für rund 30.000 Euro über einen Händler aus Kalifornien.

Vor vier Jahren lernte Baumann bei einem US-Car-Event in Nürnberg die Community von Heiko Lorz kennen. Seitdem ist er gemeinsam mit seiner Frau Heike bei fast allen Treffen dabei. Rund 3.000 Kilometer pro Jahr kommen dabei mit dem Oldtimer zusammen.

Nach Baumanns Einschätzung hat der Mustang in den vergangenen sechs Jahren nicht an Wert verloren, sondern seinen Wert auf inzwischen etwa 35.000 Euro gesteigert. Zu den Vorteilen eines H-Kennzeichens zählen für ihn unter anderem der günstige Steuersatz und besondere Konditionen bei der Oldtimer-Versicherung. Zudem kann er mit dem historischen Fahrzeug auch ohne Umweltplakette in Umweltzonen fahren.

Allerdings bleibt ein solcher Klassiker nicht ohne Kosten: Rund 8.000 Euro hat Baumann nach eigenen Angaben bislang für Reparaturen investiert. Dazu gehörten unter anderem Arbeiten an Lichtmaschine, Anlasser und Kühler sowie der Austausch verschiedener Verschleißteile. Ausgeführt wurden die Arbeiten in der Werkstatt von Lorz in Binsfeld.


Wraps, Currywurst, Kaffee und Kuchen

Auch kulinarisch war am Samstagnachmittag einiges geboten. Heikes Esswagen servierte unter anderem frische Wraps und Currywurst. Dazu gab es Kaffee und Kuchen.

Für die Getränke sorgte Gastrocoach Thomas Seitz mit Spritz, Wein und Bier.

Die Veranstaltung war bewusst unkompliziert gehalten: kein Stress, keine Anmeldung und kein festes Programm. Stattdessen standen die Oldtimer, Benzingespräche, gutes Essen und ein entspannter Nachmittag im Mittelpunkt.


55 Treffen im Kalender

Die HLCC-Community ist regelmäßig unterwegs. Von den 55 Terminen in diesem Jahr finden zahlreiche Veranstaltungen in Franken und der näheren Umgebung statt. Andere Ziele liegen deutlich weiter entfernt und verbinden die Ausfahrten mit mehrtägigen Touren.

Zu den genannten Terminen gehören unter anderem das Oldtimertreffen in Kulmbach, die Klassikertage Hattersheim, das US-Car-Treffen am Altmühlsee, das US-Car-Treffen in Sinsheim, das Rockets C.C. Meeting im Ofenwerk Nürnberg, die Nitro OlympX in Hockenheim sowie das US-Car-Treffen in Gunzenhausen.

Auch das Musikbox- und Straßenkreuzer-Festival in Verl-Kaunitz nahe Gütersloh, rund 285 Kilometer von Würzburg entfernt, steht auf der Liste. Weitere mehrtägige Ausflüge führen die Gruppe unter anderem zu den Rockabilly Days in Asperg, zum Brazzeltag im Technik Museum Speyer und zu verschiedenen Oldtimertreffen in der Region.


Schon am Sonntag wieder unterwegs

Viel Zeit zum Verschnaufen blieb den US-Car-Freunden nicht. Bereits am Sonntag traf sich die Gruppe erneut und startete gemeinsam ab Kürnach zu den Gerolzhofen Classics.

Der „Saturday Cruise @ Romy“ zeigte damit nicht nur die Faszination amerikanischer Oldtimer, sondern auch, wie mit einer originellen Idee ein ganz gewöhnlicher Samstagnachmittag zu einem kleinen Event werden kann.


Thomas Seitz belebt die Veitshöchheimer Veranstaltungsszene

Mit immer neuen und ungewöhnlichen Ideen sorgt Gastro-Coach Thomas Seitz dafür, dass die „Wiener Botschaft“ nicht nur als Eventlocation, sondern auch als Treffpunkt für unterschiedliche Veranstaltungen in Veitshöchheim wahrgenommen wird.

Ob Kochseminare, Weinproben, „Veitshöchheim macht Musik“ oder ungewöhnliche Themenveranstaltungen wie der „Saturday Cruise @ Romy“ – Seitz setzt immer wieder neue Akzente und bringt damit Leben in die örtliche Veranstaltungsszene.

Die Wiener Botschaft bietet dabei längst mehr als den klassischen Rahmen für Hochzeiten, Betriebsfeiern, Familienfeiern und Vereinsveranstaltungen. Mit eigenen Veranstaltungsformaten öffnet Seitz die Location immer wieder für neue Zielgruppen und schafft Anlässe, bei denen Menschen in ungezwungener Atmosphäre zusammenkommen.

Der „Saturday Cruise @ Romy“ passte dabei genau in dieses Konzept: amerikanische Oldtimer im Innenhof, dazu Essen, Getränke und Benzingespräche – ohne großes Zeremoniell, aber mit einem besonderen Erlebniswert.


Text und Fotos Dieter Gürz

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