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Wasserwacht darf zum 60-jährigen Jubiläum bis Mitternacht feiern

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Der Hauptausschuss der Gemeinde Veitshöchheim hat in seiner Sitzung am 9. Juni einstimmig beschlossen, die Musikdarbietungen der Partyband BAYERNMÄN, seit vielen Jahren auf der Wies´n in München gebucht, im Rahmen des 60-jährigen Jubiläumsfestes der Wasserwacht Ortsgruppe Veitshöchheim-Margetshöchheim am Samstag, 13. Juni 2026, bis 24 Uhr im Festzelt an der Parkstraße zuzulassen. 

Ausnahme von den Lärmschutzvorgaben

Wie Bürgermeister Jürgen Götz erläuterte, gelten in Bayern für Veranstaltungen nach 22 Uhr grundsätzlich strenge Lärmschutzvorgaben. Im betroffenen allgemeinen Wohngebiet liegt der zulässige Nachtgrenzwert zwischen 22 und 6 Uhr bei 40 Dezibel. Für seltene Ereignisse mit besonderer gesellschaftlicher Bedeutung können jedoch Ausnahmen zugelassen werden.

Nach Auffassung der Verwaltung handelt es sich beim Jubiläum der Wasserwacht um einen solchen Ausnahmefall. Die Ortsgruppe leiste seit sechs Jahrzehnten einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit der Bevölkerung. Insbesondere die Schwimmausbildung und die ehrenamtliche Arbeit seien von großer Bedeutung für die Gemeinde.

Bedeutung für das Vereinsleben

Neben dem öffentlichen Interesse sprach für die Genehmigung laut Bürgermeister auch der Charakter der Veranstaltung als Brauchtums- und Traditionsfest. Die Feier diene der Würdigung langjähriger ehrenamtlicher Arbeit und sei kein regelmäßig wiederkehrendes Ereignis. Die Musikdarbietungen werden spätestens um Mitternacht beendet.

Gegen die Genehmigung sprach aus Sicht der Verwaltung vor allem die mögliche Beeinträchtigung der Nachtruhe und mögliche Beschwerden aus der Nachbarschaft. Insgesamt überwiege jedoch das öffentliche Interesse an der Durchführung der Veranstaltung.

Auflagen zum Schutz der Anwohner

Die Genehmigung wurde mit mehreren Auflagen verbunden. So müssen die Anwohner rechtzeitig informiert werden. Die Lärmbelastung soll durch technische Maßnahmen wie die Ausrichtung der Lautsprecher möglichst gering gehalten werden. Zudem dürfen nach Mitternacht keine lärmintensiven Aufräumarbeiten mehr stattfinden.

Bürgermeister Götz berichtete, dass die Wasserwacht bereits das Gespräch mit den direkten Anwohnern gesucht habe. Nach seinen Angaben sei diesen sogar angeboten worden, im Falle einer unzumutbaren Beeinträchtigung die Kosten für eine Hotelübernachtung zu übernehmen.

Baustelle erschwert die Planung

Eine besondere Herausforderung ergibt sich in diesem Jahr durch die laufende Baustelle im Bereich des Festgeländes. Da Fluchtwege derzeit nur in Richtung Hofgarten möglich sind, musste die Bühne beim Makrelenfest am Wochenende ausnahmsweise auf der Mainseite aufgestellt werden.

Dadurch werden die Lautsprecher ebenfalls in Richtung der Wohnbebauung ausgerichtet, so im Bild auch beim Gastspiel der Band „Timeout 4 Music“am letzten Samstag.

Für Veranstaltungen in künftigen Jahren wurde bereits vereinbart, die Bühne wieder auf der gegenüberliegenden Seite zu platzieren, um die Anwohner besser zu entlasten.

Festplatz bleibt erhaltenP

Im Verlauf der Beratung wurde von UWG-Sprecher Bernd Schäfer auf Einwände eines Anwohners verwiesen, der geltend gemacht habe, der Platz sei nicht als Festplatz sondern nur als Parkplatz ausgebaut worden. Er fragte, ob dies Auswirkungen auf die zukünftige Nutzung des Platzes habe.

Bürgermeister Götz stellte klar, dass der Festplatz in den bisherigen Planungen stets berücksichtigt worden sei. So sei bei der Gestaltung bewusst darauf geachtet worden, dass dort weiterhin größere Veranstaltungen mit weit über tausend Besuchern stattfinden können.

Am Ende der Diskussion sprach sich der Hauptausschuss denn auch ohne Gegenstimme dafür aus, die beantragten Musikdarbietungen bis 24 Uhr unter den vorgesehenen Auflagen zuzulassen. Das Jubiläumsfest der Wasserwacht kann damit wie geplant stattfinden.

Fotos Dieter Gürz

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