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Musik erleben und Instrumente ausprobieren - Tag der offenen Tür der Sing- und Musikschule Veitshöchheim lockte zahlreiche Familien an

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Ein besonderer Höhepunkt im Jahresprogramm der Sing- und Musikschule Veitshöchheim (SMSV) ist traditionell der Tag der offenen Tür. Am Samstagvormittag nutzten zahlreiche Kinder gemeinsam mit ihren Eltern in den Räumen der Eichendorffschule die Gelegenheit, unter dem Motto „Musik erleben“ die Musikschule, ihre Lehrkräfte und viele verschiedene Instrumente kennenzulernen. Als besondere Überraschung spendierte der Förderkreis der Musikschule allen Kindern ein Eis von Eis Stephan.

Vor allem Vorschul- und Grundschulkinder waren mit ihren Familien gekommen, um sich über das Unterrichtsangebot zu informieren und selbst erste musikalische Erfahrungen zu sammeln. Mit großer Neugier wurden Instrumente ausprobiert und Gespräche mit den Lehrkräften geführt.

„Es war eine helle Freude, der Blick in strahlende neugierige Kinderaugen“, freute sich Musikschulleiterin Christina Stibi über die große Resonanz.

Vielfältiges Unterrichtsangebot vorgestellt

Die Besucher konnten nahezu die gesamte Bandbreite des Unterrichtsangebots kennenlernen. So präsentierte Achim von Bassen das Schlagzeug,

Ann-Kathrin Grammel Saxophon und Klarinette, 

 Dominik Heidinger die E-Gitarre.

Gabriel Weber stellte Block- und Querflöte vor, 

Oliver Thedieck die Gitarre.

Bei den Streichinstrumenten informierten gleich mehrere Lehrkräfte: Rainer Nürnberger und Eva Passas über die Violine sowie Andreas Franzky über das Violoncello.

 

Weitere Angebote waren Akkordeon bei Karoline Winter,

Trompete und Posaune bei Lukas Espenlaub, 

Keyboard stellvertretend durch Christoph Lipport 

Einblicke in das Innenleben eines Klaviers: Einblicke ins Klavier: Beim Drücken einer Taste schlägt ein Filzhammer die Saiten an. Deren Schwingungen werden über den Resonanzboden verstärkt und erzeugen den charakteristischen Klang. Lässt man die Taste los, stoppt der Dämpfer die Schwingung – der Ton verstummt.

Gina Engler stellte Jazzgesang und Chorarbeit vor.

Erfolgsmodell seit fast fünf Jahrzehnten

Die Erfolgsgeschichte der Sing- und Musikschule begann 1978. Eine Umfrage des Elternbeirats der Grund- und Hauptschule ergab damals ein überwältigendes Interesse: 420 Kinder im Alter von vier bis 14 Jahren meldeten sich für verschiedene musikalische Angebote an. Noch vor Unterrichtsbeginn wurden 330 Kinder verbindlich angemeldet.

Die Gemeinde Veitshöchheim übernahm die Trägerschaft und stellte die organisatorischen und finanziellen Weichen. Für die ersten 330 Schülerinnen und Schüler wurden 15 Lehrkräfte mit insgesamt 70 Wochenstunden Unterricht engagiert. Das Angebot reichte von musikalischer Früherziehung über Blockflöte, Gitarre, Akkordeon und Klavier bis hin zu Schlagzeug, Trompete, Querflöte, Klarinette, Violine und Gesang.

Die Main-Post schrieb damals über das neue Angebot: „Veitshöchheimer Experiment wurde auf Anhieb ein voller Erfolg.“

Heute 597 Schülerinnen und Schüler

Aus den Anfängen entwickelte sich eine feste Größe im kulturellen Leben der Gemeinde. Nach Barbara Metzger, die 1979 als erste hauptamtliche Musikschulleiterin eingestellt wurde, leitete Dorothea Völker die Einrichtung von 1984 bis 2007. Seitdem steht Christina Stibi an der Spitze der Musikschule.

Im laufenden Schuljahr werden von der Vollzeitleiterin und 16 weiteren qualifizierten Lehrkräften insgesamt 597 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Davon lernen 307 ein Instrument, 90 besuchen den Elementarbereich, 134 singen in verschiedenen Chören und zahlreiche weitere musizieren in Ensembles und Kammermusikgruppen. Zusätzlich erhalten 22 Jugendliche im Mittelschul-Orchesterprojekt eine Instrumentalausbildung.

Mit rund 50 Konzerten und Aufführungen bereichert die Sing- und Musikschule jährlich das kulturelle Leben in Veitshöchheim. Die Gemeinde unterstützt die Einrichtung weiterhin erheblich: Der kommunale Eigenanteil belief sich im vergangenen Jahr auf rund 200.000 Euro.

Text und Fotos Dieter Gürz

 

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