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Zehnte öffentliche Ladesäule für Veitshöchheim in der Schumacherstraße in Betrieb

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Mit der Inbetriebnahme der neuen E-Ladestation in der Schumacherstraße baut Veitshöchheim seine Ladeinfrastruktur weiter aus. „Das ist bereits die zehnte öffentliche Ladestation im Ort“, betonte Bürgermeister Jürgen Götz beim Pressetermin. Im Wohngebiet Schenkenfeld ist es nach dem Standort „Am Schenkenfeld“ die zweite öffentliche Lademöglichkeit.

An der Übergabe nahmen neben dem Bürgermeister Klimaschutzmanager Jan Speth, Anna Kress, Geschäftsführerin der bauausführenden Firma, sowie Tobias Winkler, Leiter Vertrieb & Marketing bei DIE ENERGIE, teil (v.r.n.l.)

Ausbau der Ladeinfrastruktur schreitet voran

Die neue Anlage bietet zwei Ladepunkte mit jeweils 22 kW Leistung. Geladen werden kann per App, Web-App oder mit Ladekarte. Die Station ist Teil des „Ladeverbunds Plus“.

Eine Besonderheit hob Tobias Winkler hervor: „Es ist erstmals eine Ladesäule mit mobilem Eichmodul. Das bedeutet, die Eichung muss nicht mehr vor Ort erfolgen, sondern das Messmodul kann eingeschickt werden. Das spart langfristig erhebliche Kosten beim Unterhalt.“ Die gesetzlich vorgeschriebene Eichung stelle sicher, dass der geladene Strom exakt erfasst und korrekt abgerechnet wird.

Gezielt für Wohngebiet ohne private Ladepunkte
Der Standort wurde bewusst gewählt. Im Umfeld befinden sich viele Eigentums- und Mietwohnungen sowie Reihenhäuser ohne eigene Lademöglichkeiten. Die neue Station soll insbesondere diesen Bedarf decken und die Nutzung von E-Mobilität im Alltag erleichtern.

Zusätzliche Parkplätze und aufgewertete Infrastruktur
Errichtet wurde die Ladesäule auf einer bislang brachliegenden, geschotterten Fläche vor einer Trafostation. Die beiden Stellplätze ergänzen die bestehenden Parkmöglichkeiten im Bereich des Wendehammers. Gleichzeitig wurden ein angrenzender Straßeneinlauf repariert und Asphaltschäden beseitigt.

Kosten zwischen Gemeinde und Energieversorger aufgeteilt
Die Ladesäule selbst im Wert von rund 15.000 Euro wurde von DIE ENERGIE gesponsert. Die Gemeinde investierte ebenfalls rund 15.000 Euro in Tiefbauarbeiten, Stromanschluss, Markierungen und Beschilderung. „Das ist unsere Aufgabe als Gemeinde“, erklärte Klimaschutzmanager Jan Speth.

Die Bauarbeiten übernahm die Firma Kress-Bau. Speth zeigte sich zufrieden: „Das hat alles wunderbar geklappt, die Kommunikation war wirklich wieder super – so, wie wir es hier auch gewohnt sind.“

E-Mobilität deutlich günstiger im Betrieb
Auch wirtschaftlich sei das Laden attraktiv, betonte Winkler: „Autofahrer können hier für etwa zehn Euro Strom für rund 100 Kilometer laden. Mit einem Benziner wären es bei aktuellem Preisniveau und einem Verbrauch von acht Litern etwa 17 Euro.“

Zudem zeigte sich die wachsende Bedeutung der Elektromobilität vor Ort: Rund 150.000 Kilowattstunden Strom wurden im vergangenen Jahr an den Veitshöchheimer Ladesäulen „getankt“.

Schnelllader als nächstes Ziel
Für die Zukunft hat die Gemeinde weitere Projekte im Blick. Eine neue Ladesäule ist für 2026/2027 am Schul- und Sportzentrum geplant. Auch ein Schnelllader ist angedacht. „Wir sind gespannt, wann wir in Veitshöchheim den ersten Schnelllader platzieren können“, sagte Winkler. Allerdings sei dies ohne Förderung kaum realisierbar: „Ein Schnelllader kostet etwa das Zehnfache, also rund 150.000 Euro. Dazu braucht es auch eine eigene Trafostation – ohne Förderung ist das wirtschaftlich nicht darstellbar.“

Foto Dieter Gürz - Drohnenfoto Gemeinde

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S
Schnellladesäulen wäre auch mal gut im Ort. In Würzburg und Randgemeinden schafft es die WVV oft neue Schnelllader zu installieren. Im Gebiet der Energie Lohr/Karlstadt habe ich überhaupt noch keinen Schnelllader gesehen, die von diesem Anbieter betrieben werden.
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D
eine Schnelladesäule der Energie am Oberen Tor in Karlstadt und eine in der Grafen-von-Rieneck-Straße in Lohr
M
Man merkt, dass sich bei dem Projekt jemand Gedanken gemacht hat: Kluge Standortwahl in einem Umfeld, wo viele überhaupt keine Lademöglichkeit haben und die Hausverwaltungen daran auch in der Regel nichts ändern können/wollen in ihren Tiefgaragen. Durch die zusätzlichen Stellplätze gibt es auch keine Parkplatzreduzierung. Die Schmuddelecke wurde ganze nebenbei aufgewertet. Chapeaux!
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B
Sehr geehrter Herr Gürz,<br /> <br /> vielen Dank für Ihren Bericht.<br /> <br /> Unter der Annahme eines mittleren spezifischen Energiebedarfs von ca. 8 kWh pro Fahrzeug und Tag (entsprechend einer täglichen Fahrleistung von etwa 45 km) ergibt sich für eine Flotte von 500 Elektrofahrzeugen ein Gesamtenergiebedarf von rund 4.000 kWh pro Tag. Bei einer effektiven Auslastung von Ladepunkten von etwa 10 Betriebsstunden täglich resultiert daraus ein rechnerischer Bedarf von ca. 30 bis 35 Ladepunkten.<br /> <br /> Überträgt man diese Annahmen auf eine Kommune mit 10.000 Einwohnern und einem Fahrzeugbestand von etwa 5.000 bis 5.500 zugelassenen Pkw, bei einem aktuellen Elektrifizierungsgrad von etwa 5–7 % (entsprechend jedem 15. bis 20. Fahrzeug), wird ersichtlich, dass die Wirtschaftlichkeit von Schnellladeinfrastruktur primär durch die Nachfrageauslastung und weniger durch die Preisgestaltung limitiert ist.<br /> <br /> Gleichzeitig verdeutlicht bereits das Szenario mit 500 Elektrofahrzeugen, dass die bestehende öffentliche Ladeinfrastruktur derzeit noch nicht bedarfsgerecht dimensioniert ist und weiterhin signifikante Ausbaupotenziale bestehen.
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