Zehnte öffentliche Ladesäule für Veitshöchheim in der Schumacherstraße in Betrieb
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Mit der Inbetriebnahme der neuen E-Ladestation in der Schumacherstraße baut Veitshöchheim seine Ladeinfrastruktur weiter aus. „Das ist bereits die zehnte öffentliche Ladestation im Ort“, betonte Bürgermeister Jürgen Götz beim Pressetermin. Im Wohngebiet Schenkenfeld ist es nach dem Standort „Am Schenkenfeld“ die zweite öffentliche Lademöglichkeit.
An der Übergabe nahmen neben dem Bürgermeister Klimaschutzmanager Jan Speth, Anna Kress, Geschäftsführerin der bauausführenden Firma, sowie Tobias Winkler, Leiter Vertrieb & Marketing bei DIE ENERGIE, teil (v.r.n.l.)
Ausbau der Ladeinfrastruktur schreitet voran
Die neue Anlage bietet zwei Ladepunkte mit jeweils 22 kW Leistung. Geladen werden kann per App, Web-App oder mit Ladekarte. Die Station ist Teil des „Ladeverbunds Plus“.
Eine Besonderheit hob Tobias Winkler hervor: „Es ist erstmals eine Ladesäule mit mobilem Eichmodul. Das bedeutet, die Eichung muss nicht mehr vor Ort erfolgen, sondern das Messmodul kann eingeschickt werden. Das spart langfristig erhebliche Kosten beim Unterhalt.“ Die gesetzlich vorgeschriebene Eichung stelle sicher, dass der geladene Strom exakt erfasst und korrekt abgerechnet wird.
Gezielt für Wohngebiet ohne private Ladepunkte
Der Standort wurde bewusst gewählt. Im Umfeld befinden sich viele Eigentums- und Mietwohnungen sowie Reihenhäuser ohne eigene Lademöglichkeiten. Die neue Station soll insbesondere diesen Bedarf decken und die Nutzung von E-Mobilität im Alltag erleichtern.
Zusätzliche Parkplätze und aufgewertete Infrastruktur
Errichtet wurde die Ladesäule auf einer bislang brachliegenden, geschotterten Fläche vor einer Trafostation. Die beiden Stellplätze ergänzen die bestehenden Parkmöglichkeiten im Bereich des Wendehammers. Gleichzeitig wurden ein angrenzender Straßeneinlauf repariert und Asphaltschäden beseitigt.
Kosten zwischen Gemeinde und Energieversorger aufgeteilt
Die Ladesäule selbst im Wert von rund 15.000 Euro wurde von DIE ENERGIE gesponsert. Die Gemeinde investierte ebenfalls rund 15.000 Euro in Tiefbauarbeiten, Stromanschluss, Markierungen und Beschilderung. „Das ist unsere Aufgabe als Gemeinde“, erklärte Klimaschutzmanager Jan Speth.
Die Bauarbeiten übernahm die Firma Kress-Bau. Speth zeigte sich zufrieden: „Das hat alles wunderbar geklappt, die Kommunikation war wirklich wieder super – so, wie wir es hier auch gewohnt sind.“
E-Mobilität deutlich günstiger im Betrieb
Auch wirtschaftlich sei das Laden attraktiv, betonte Winkler: „Autofahrer können hier für etwa zehn Euro Strom für rund 100 Kilometer laden. Mit einem Benziner wären es bei aktuellem Preisniveau und einem Verbrauch von acht Litern etwa 17 Euro.“
Zudem zeigte sich die wachsende Bedeutung der Elektromobilität vor Ort: Rund 150.000 Kilowattstunden Strom wurden im vergangenen Jahr an den Veitshöchheimer Ladesäulen „getankt“.
Schnelllader als nächstes Ziel
Für die Zukunft hat die Gemeinde weitere Projekte im Blick. Eine neue Ladesäule ist für 2026/2027 am Schul- und Sportzentrum geplant. Auch ein Schnelllader ist angedacht. „Wir sind gespannt, wann wir in Veitshöchheim den ersten Schnelllader platzieren können“, sagte Winkler. Allerdings sei dies ohne Förderung kaum realisierbar: „Ein Schnelllader kostet etwa das Zehnfache, also rund 150.000 Euro. Dazu braucht es auch eine eigene Trafostation – ohne Förderung ist das wirtschaftlich nicht darstellbar.“
Foto Dieter Gürz - Drohnenfoto Gemeinde