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Glanz, Glamour und ganz leichter Wahnsinn beim Weiberfasching des Veitshöchheimer Carneval-Clubs

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Furioser Auftakt als „Cruella de Manuela“

Mit einer selbstbewussten Kampfansage eröffnete Sitzungspräsident Manuel Seemann (im Bild beim Einzug mit VCC-Club-Präsident Elmar Knorz) den Weiberfasching des Veitshöchheimer Carneval-Club (VCC) im Haus der Begegnung. In seinem neuen Outfit als „Cruella de Manuela“ – extravagant, mit High Heels und jeder Menge Attitüde – zelebrierte er seinen großen Auftritt vor rund 350 kostümierten Frauen.

„Willkommen zum Weiberfasching vom Veitshöchheimer Carneval Club – zu einer Nacht voller Glanz, Glamour und ganz leichtem moralischen Wahnsinn. Ich bin Cruella de Manuela. Und ich bin heute nicht nur erschienen – ich bin spektakulär aufgetaucht.“

Federn dürften fliegen, Blicke schneiden – und wer nicht funkele, habe schlichtweg versagt. Seemann feierte die Weiblichkeit mit augenzwinkernder Grandezza: „Heute regieren wir nicht nur den Raum, wir besitzen ihn. Lasst die Welt draußen frieren in ihrer Mittelmäßigkeit, während wir hier drinnen lodern wie ein perfekt inszenierter Skandal. High Heels sind unsere Waffen, Lippenstift unsere Signatur – und Selbstbewusstsein? Unser Parfum.“ Eine Dame betrete keinen Raum, so seine Botschaft, sie hinterlasse ein Nachbeben. Mit einem poetischen Toast auf „Frauen mit Feuer im Blick und Glanz im Haar“ erhoben die Gäste die Gläser – der Startschuss für eine lange Partynacht war gefallen.

Ein Saal im neuen Gewand

Auch optisch hatte der VCC ganze Arbeit geleistet. Ein eingezogener grauer Segelstoff nahm dem früheren Sakralraum die Höhe, darüber glitzerte effektvoll die bunte Partybeleuchtung. Besonders gelungen war die Idee mit zwei Bühnen: In der Saalmitte an der linken Wand spielte die Partyband, wodurch die Musik deutlich besser zur Geltung kam. Am Ende des Saales befand sich die Bühne für die Männerballette.

 Sitzplätze gab es ausschließlich im linken Saalteil vor der Partybühne.

Ansonsten waren Stehtische im gesamten Raum verteilt – mit ausreichend Platz dazwischen für ausgelassenes Tanzen. Das Konzept verlieh dem Abend Offenheit, Dynamik und echtes Partyflair.

Mega-Sound bis nach Mitternacht

Mit „Die PARTYVÖGEL“ hatte der VCC eine Band mit hohem Bekanntheitsgrad und Anerkennung in der deutschsprachigen Musikszene verpflichtet. Mit ihrem einzigartigen Groove und einem druckvollen Mega-Sound sorgten sie für Riesenstimmung bis weit nach Mitternacht.

Von Beginn an waren die großteils prächtig kostümierten „Weiber“ aus dem Häuschen und ließen es so richtig krachen.

Kraftakt auf der Baustelle

Die muskelbepackten Tänzer des Männerballett Margetshöchheim eröffneten die Schautänze mit „Männer, Mörtel, Muskelkater“.

Mit kraftvollen Choreografien, augenzwinkernder Baustellen-Ästhetik und akrobatischen Hebefiguren verwandelten sie die Bühne in eine humorvolle Werkstatt, in der nicht nur die Muskeln, sondern auch die Lachmuskeln strapaziert wurden.

Das Männerballett des FC Thüngersheim setzte mit „Blinded by the light“ auf Tempo, Präzision und starke Lichteffekte durch Leuchtstäbe.

Dynamische Formationen, schnelle Übergänge und ein stimmiges Gesamtkonzept sorgten für begeisterte Reaktionen im Saal.

„Bis es knackt“ – Meisterklasse aus Zellingen

Ein weiteres Highlight waren die TureDancer aus Zellingen, mehrfache bayerische und deutsche Meister. Nach dem Motto „Bis es knackt“ hauchten die von Morena Losleben trainierten 18 Tänzer in ihrem Showtanz dem Nussknacker Leben ein.

Mit  atemberaubenden Hebefiguren und beeindruckender Synchronität verbanden sie klassische Motive mit moderner Showtanz-Dynamik. Die Energie auf der Bühne war förmlich greifbar – ein Auftritt voller Spannung, Präzision und Leidenschaft, der mit tosendem Applaus belohnt wurde.

Jahrmarktzauber und große Gefühle

Die UNFORGETTABLES entführten das Publikum mit „Jahrmarktmagie – Ein Klang, der verbindet“ in eine schillernde Welt zwischen Karussellromantik und Showbühne. Farbenfrohe Kostüme, schwungvolle Choreografien und liebevolle Details ließen eine Atmosphäre entstehen, die Nostalgie und mitreißende Dynamik gekonnt miteinander verband.

„Schwanensee 2.0“ – Klassik trifft Männerballett

Märchenhaft, klassisch – und doch ganz anders: Mit „Schwanensee 2.0 – Das etwas andere Ballett“ nahm das VCC-Männerballett das berühmte Ballettmotiv auf und verwandelte es in eine ebenso elegante wie humorvolle Parodie (Foto von der Prunksitzung des VCC). Ein böser Fluch, verwandelte Schwäne, ein Prinz zwischen weißer und schwarzer Schwänin – die bekannte Geschichte blieb erkennbar, wurde jedoch mit augenzwinkernden Details, überraschenden Wendungen und viel Selbstironie neu interpretiert.

In weißen Tutu-Anleihen und mit bewusst überzeichneten Bewegungen kombinierten die Tänzer klassische Ballettposen mit karnevalistischem Witz und kräftigen Showelementen. Gerade dieser Kontrast aus scheinbarer Anmut und pointierter Komik sorgte für Lachsalven, Staunen und großen Applaus – inklusive der lautstarken Forderung nach einer Zugabe.

Politischer Service mit Augenzwinkern

Nicht nur auf der Bühne wurde Außergewöhnliches geboten: Für die Bewirtung sorgten als Frauen verkleidete Gemeinderats- und Parteimitglieder aus den Reihen von CSU, SPD und UWG. Mit Perücken, Schürzen und viel Humor servierten sie Getränke und stärkten die feierfreudigen Gäste (v.l.n.r Martin Issing, Patrick Spitzl, Marc Zenner, 3. Bgm. Steffen Mucha, 2. Bgm. Elmar Knorz und Simon Kneitz.

Barbetrieb

Bis weit nach Mitternacht wurde gelacht, getanzt und gefeiert. Der Weiberfasching des VCC zeigte eindrucksvoll: Veitshöchheim versteht es, Glanz, Glamour und eine gehörige Portion Wahnsinn perfekt zu inszenieren.

Unter die tanzwütigen Weibsbilder hatte sich zudem die 85-jährige Elsbeth Hirn in toller Verkleidung gewagt, das Gesicht hinter einem Fächer verborgen, nachdem der Sitzungspräsident zuvor beim Seniorenfasching in der Sozialstation fünf Karten für den Weiberfasching angeboten hatte.

Weitere Foto-Impressionen fangen die ausgelassene Stimmung des Abends ein.

 

 

Fotos (c) Dieter Gürz

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