Bürgermedaille der Gemeinde Veitshöchheim für Angelika Vey-Rossellit - Neujahrsempfang Teil 3
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Im Rahmen des Neujahrsempfangs der Gemeinde Veitshöchheim in den Mainfankensälen wurde heute Angelika Vey-Rossellit mit der Bürgermedaille ausgezeichnet durch das Bürgermeister-Dreigestirn v.r.n.l. Jürgen Götz(1.), Elmar Knorz (2.) und Steffen Mucha (3.).. Mit dieser höchsten kommunalen Ehrung würdigte Bürgermeister ihr jahrzehntelanges, nachhaltiges Wirken im Bereich der frühkindlichen Bildung, der Familienarbeit, des kirchlichen und sozialen Ehrenamts sowie ihr Engagement für demokratische Teilhabe und internationale Verständigung.
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In seiner Laudatio betonte der Bürgermeister: „Ehrenamtliches Handeln ist mehr als Einsatz – es ist ein Zeichen von Herz, Mut und Solidarität. Genau das verkörpert Angelika Vey-Rossellit in vorbildlicher Weise.“
Angelika Vey-Rossellit wurde in Fladungen geboren und absolvierte ihre Ausbildung zur Erzieherin an der Fachakademie für Sozialpädagogik St. Hildegard in Würzburg. Bereits früh zeigte sich ihr ausgeprägtes Interesse an pädagogischer und sozialer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Von 1977 bis 1979 war sie im Kuratiekindergarten Veitshöchheim tätig – auf ausdrücklichen Wunsch des damaligen Ortspfarrers Herbert Neeser, der ihr Engagement bereits aus ihrer Jugend kannte. In dieser Zeit initiierte sie eine Mädchengruppe innerhalb der Kuratie und war Mitbegründerin der sogenannten „T-Stube“, eines offenen Treffpunkts für junge Menschen, der bis heute Bestand hat und generationenübergreifend genutzt wird.
Nach einem weiterführenden Studium war Angelika Vey-Rossellit von 1983 bis 1987 als Jugendreferentin beim Kolpingwerk Diözesanverband Würzburg tätig. 1987 zog sie bewusst nach Veitshöchheim – mit der Überzeugung, dort zu leben, wo sie arbeitet und sich engagiert.
Im selben Jahr übernahm sie die Leitung des Kindergartens St. Bilhildis, den sie über mehrere Jahrzehnte hinweg fachlich, strukturell und konzeptionell entscheidend prägte.
Unter der Leitung von Angelika Vey-Rossellit entwickelte sich der Kindergarten St. Bilhildis zu einem modernen Haus für Kinder und zu einem anerkannten Kompetenzzentrum für Familien.
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Sie begleitete den Neubau und die Erweiterung der Einrichtung, sodass 2013 zwei Krippengruppen, zwei Kindergartengruppen sowie eine Schulkindbetreuung eröffnet werden konnten (beim Infogang der Gemeinde 2014 stellte sie den Neubau vor).
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Pfarrer Christian Nowak als 1. Vorsitzender des Kindergartenvereins und sein Stellvertreter Marc Dossler dankten im Juli 2024 der scheidenden KiGa-Leiterin für ihr unglaubliches Engagement all die 37 Jahre im Dienste der Kinder und ihrer Familien- Um ihre Partner in Kenia weiter unterstützen zu können, hatte sie sich keine großen Geschenke gewünscht, sondern Spenden für einen Wassertank in der Partnereinrichtung. Beim Losverkauf und der zusätzlichen Spendensammlung kam ein Betrag von 1.522 Euro zusammen, so dass vier Wassertanks für Kenia angeschafft werden konnten.
Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit lag auf der Stärkung von Mitbestimmung und Demokratie bereits im Kindesalter. Die von ihr initiierte Verfassung des Kindergartens St. Bilhildis verankerte demokratische Beteiligungsformen für Kinder – inklusive geregelter Wahlverfahren und klarer Beteiligungsstrukturen – und stellte damit ein in der Region beispielhaftes Modell dar.
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Zur fachlichen Vertiefung qualifizierte sich Vey-Rossellit unter anderem als Marte-Meo-Therapeutin und Fachberaterin, um Kinder, Eltern und pädagogische Teams gezielt begleiten und unterstützen zu können.
Während ihrer Leitungstätigkeit initiierte und begleitete Angelika Vey-Rossellit zahlreiche innovative Projekte, darunter:
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- 🚸 die Entwicklung zur Wasser-Kita,
- 🚸 die Umsetzung der Sprach-Kita,
- 🚸 Projekt FUN – Familie und Nachbarschaft,
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- 🚸 „Fair und Global“ – Bildung für nachhaltige Entwicklung,
- 🚸 die Einführung der „Kita mit vier Regeln“,
- 🚸 die fachliche Anleitung und Begleitung von Praktikanten,
- 🚸 regelmäßige religiöse und spirituelle Angebote für Kinder und Familien.
Ein zentrales Anliegen war ihr stets die Vernetzung: zwischen Kindergarten und Schule, zwischen Bildungseinrichtungen und Vereinen sowie zwischen lokaler Eine-Welt-Arbeit und internationaler Partnerschaft.
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Tradition hatte jahrzehntelang der von ihr durchgeführte Ratshaussturm der Kita an Weiberfasching
Parallel zu ihrem beruflichen Engagement war Angelika Vey-Rossellit über Jahrzehnte ehrenamtlich aktiv. Nach ihrem Umzug nach Veitshöchheim war sie Mitbegründerin der örtlichen Kolpingsfamilie, zeitweise deren Vorsitzende sowie über viele Jahre geistliche Leiterin. Ein sichtbares Zeichen dieser Verbundenheit ist das Tragen der Farbe Orange – dem Symbol des Kolpingwerks.
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Der Kolping-Diözesanverband ehrte sie im Juli 2024 mit seiner Goldenen Ehrennadel.
Von 1990 bis 2002 war sie Mitglied des Pfarrgemeinderats St. Vitus, davon von 1998 bis 2002 auch im Dekanatsrat.
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Seit 2001 leitet sie Wortgottesdienste, ist Lektorin und Kommunionhelferin, engagiert sich in der Kommunionkatechese und bei den Pfarrfesten (im Bild Pinata-Schlagen 2017).
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Darüber hinaus übernahm sie geistliche Aufgaben auf Verbandsebene, organisierte dreimal die diözesane Kindergartenwallfahrt und ist seit vielen Jahren Organisatorin der Waldweihnacht der Kolpingsfamilie Veitshöchheim (Foto vom Dezember 2025).
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Alljährlich inszeniert die Geehrte das Martinsspiel beim Martinszug der Pfarrei im Altort
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WASSER FÜR KENIA: MIT ZISTERNEN DER DÜRRE TROTZEN - Veitshöchheimer Kolpingsfamilie veranstaltete im Dezember 2019 zur Finanzierung Gedenkgottesdienst und Eine-Welt-Dinner
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Ein besonderes Herzensanliegen von Angelika Vey-Rossellit ist das internationale Engagement. Sie gründete den Arbeitskreis Kenia in Veitshöchheim, leitete mehrere Begegnungsreisen und förderte nachhaltig die Partnerschaft zwischen der Kolpingsfamilie Veitshöchheim und dem Kindergarten St. Bilhildis mit einer Einrichtung in Kenia (im Bild besucht Präses Father Caroly aus Kenya die Kita).
Dabei ging es ihr stets um Begegnung auf Augenhöhe, kulturellen Austausch und gelebte Solidarität – Werte, die sie sowohl Kindern als auch Erwachsenen vermittelte.
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2021: Über eine Spende der Freiwilligen Feuerwehr Veitshöchheim von 1300 Euro aus ihrem Mitstelzweigverkauf freut sich Angelika Vey-Rossellit vom Arkbeitskreis Kenia der Kolpingsfamilie Veitshöchheim. Der Verein pflegt eine Partnerschaft mit der Kolpingsfamilie Donyo Sabuk in Kenia, die dort in der Nähe von Nairobi einen Kindergarten unterhält (seit 2019 wurden dafür bis 2025 bereits insgesamt rund 6000 Euro von der Feuerwehr gespendet)
Auch nach dem Ende ihrer Tätigkeit als Kindergartenleiterin bleibt Angelika Vey-Rossellit aktiv. Aktuell liegt ihr Schwerpunkt auf dem Aufbau eines Familienkreises in Veitshöchheim, der generationsübergreifenden Austausch, gegenseitige Unterstützung und gemeinschaftliches Miteinander fördern soll.
Der Bürgermeister fasste ihr Wirken in seiner Laudatio zusammen: „Ihr Lebenswerk zeigt, wie viel Kraft in Gemeinsinn, Herzblut und Verantwortung steckt. Sie haben unsere Gemeinde über Jahrzehnte hinweg geprägt.“
Mit der Verleihung der Bürgermedaille dankt die Gemeinde Veitshöchheim Angelika Vey-Rossellit für ihr jahrzehntelanges, uneigennütziges Engagement in Bildung, Ehrenamt, Kirche und internationaler Partnerschaft. Ihre Arbeit hat nachhaltige Strukturen geschaffen, Menschen miteinander verbunden und das gesellschaftliche Leben der Gemeinde maßgeblich bereichert.
Die Bürgermedaille steht damit nicht nur für Anerkennung vergangener Leistungen, sondern auch für ein Vorbild, das weit über Veitshöchheim hinaus Wirkung entfaltet.
Fotos Dieter Gürz + Bilhildis-Kita