182 Weihnachtstüten für geflüchtete Kinder – Veitshöchheimerinnen übergeben Spenden bei der Caritas Würzburg
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Einen besonders warmen Empfang erlebten Lisa Rettelbach und Mona Dannenberg aus Veitshöchheim, als sie 182 gefüllte Weihnachtstüten an die Caritas-Flüchtlingsberatungsstelle in Würzburg übergaben. Gemeinsam mit der SMV der St.-Nikolaus-Schule Marktheidenfeld sowie Mitarbeitenden der Beratungsstelle wurden sie bei Kaffee und Gebäck begrüßt. Mehrere geflüchtete Familien waren ebenfalls eingeladen.
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Ihren Kindern konnten die Initiatorinnen symbolisch die ersten Spendentüten überreichen – stellvertretend für alle Kinder, die in den kommenden Tagen bedacht werden. Die Tüten enthalten altersgerechte Geschenke wie Malstifte, Bücher, kleine Spielsachen, Snacks, Zahnbürsten und Schokolade.
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Dienststellenleiter Rainer Jäckel zeigte sich in seiner Ansprache tief bewegt vom Engagement der Initiatorinnen und der beteiligten Schüler. Besonders hob er die St.-Nikolaus-Schule hervor, die unter Leitung von Schulleiter Michael Lindt und dank des Einsatzes von Frau Kirchgessner eine große Menge an Spenden beisteuerte. Die St. Nikolaus-Schule ist ein privates Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. In einem integrativen Modell arbeitet die Schule eng mit der Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) in interdisziplinären Klassenteams zusammen.
Jäckel betonte zudem die Bedeutung solcher Aktionen gerade in der heutigen politischen Lage: „Es wird so viel Negatives über geflüchtete Menschen gesagt – dabei stimmt das häufig nicht. Die Menschen wollen arbeiten, lernen und ankommen. Das Wichtigste sind echte Begegnungen.“
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Die Übergabe bildet den Abschluss einer Spendenaktion, die Rettelbach und Dannenberg ins Leben gerufen hatten – fünf Jahre nach ihrer großen Hilfsaktion für griechische Flüchtlingscamps. Ziel waren ursprünglich 170 Weihnachtstüten für geflüchtete Kinder bis sechs Jahre in Gemeinschaftsunterkünften. Früh zeigte sich jedoch, dass die Hilfsbereitschaft überwältigend sein würde.
Am Abschlusstag packten die Initiatorinnen gemeinsam mit ehrenamtlich Helfenden in der KostBar-Ausgabestelle im Berufsförderungswerk alle Spenden. Spielsachen, Kuscheltiere, Mal- und Bastelmaterialien sowie Süßigkeiten wurden sortiert, verpackt und beschriftet. „Die Resonanz war unglaublich. Dass wir unser Ziel sogar übertreffen konnten, hat uns sehr berührt“, sagt Lisa Rettelbach.
Wesentliche Unterstützung kam aus Veitshöchheim und der gesamten Region. Der Rewe-Markt Veitshöchheim spendete für jede Tüte eine Tafel Schokolade. Viele Familien aus dem Ort gaben Süßigkeiten, Spielwaren und Beschäftigungsmaterialien ab. Die St.-Nikolaus-Schule brachte sogar einen ganzen Kofferraum voller Spenden vorbei.
Einen entscheidenden Beitrag leistete zudem eine Amazon-Wunschliste, organisiert von Mona Dannenberg: Rund 70 Prozent aller benötigten Artikel wurden direkt über diese Liste bestellt und an die Initiatorinnen geliefert. Für beide Frauen ein deutliches Signal, wie groß die Hilfsbereitschaft weiterhin ist.
Rettelbach und Dannenberg betonen, dass sie als Privatpersonen agieren: „Wir sind kein Verein. Uns geht es gut, und wir möchten etwas davon weitergeben – wie im Märchen vom Sterntaler.“ Ob sie künftig einen Verein gründen, lassen beide offen. Eine weitere Aktion sei jedoch bereits in Planung.
Ihr besonderer Dank gilt dem Kostbar Veitshöchheim e. V., den vielen Nachbarinnen, Freundinnen und Familien sowie der großen Instagram-Community, die die Aktion tatkräftig unterstützt hat – ebenso der St.-Nikolaus-Schule und Schulleiter Lindt für die großartige Mithilfe.
„Wir freuen uns schon auf unsere nächste Aktion – von Menschen für Menschen“, sagen die beiden Initiatorinnen.
Fotos: Dannenberg/Rettelbach