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Mehr Komfort und Sicherheit für Radfahrer in Veitshöchheim

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Mit mehreren Maßnahmen will die Gemeinde Veitshöchheim den Radverkehr komfortabler und sicherer machen. Dabei setzt sie gezielt Vorschläge von Bürgern um – im Altort ebenso wie im Gewerbegebiet.

So gibt es in der Bahnhofstraße gegenüber einem Eiscafé neue ADFC-konforme Fahrradabstellplätze. Damit soll wildes Parken auf Gehwegen oder in Hauseingängen vermieden werden. „Anwohner haben über zugestellte Zugänge geklagt“, berichtet Bürgermeister Jürgen Götz und appelliert zugleich an mehr Rücksichtnahme. Besonders großzügig gestaltet wurden zwei Stellflächen für Lastenräder und Fahrräder mit Anhängern. Weitere Abstellbügel sind bereits bestellt: Sie sollen in der Bahnhofstraße bis Jahresende ergänzt sowie an der Mainlände und in der Kopenhagener Straße installiert werden – dort ersetzen sie teils alte und beschädigte Vorderradklemmen.

Auch die Sichtbarkeit des Radverkehrs stand auf der Agenda. Auf Anregung einer Radlerin erhielt die Radroute 5b nach Oberdürrbach im Abschnitt durch das Gewerbegebiet eine deutliche Markierung. Eine sogenannte Piktogrammkette mit Fahrradsymbolen auf dem Fahrbahnbelag soll Autofahrern den Radverkehr stärker ins Bewusstsein rücken. Ein Schutzstreifen konnte mangels Platz nicht eingerichtet werden.

Mit der Piktogrammkette beschreitet die Gemeinde Neuland: Sie gilt als Versuchsballon, um die Einhaltung des Sicherheitsabstands beim Überholen zu verbessern. „Oft wird die gestrichelte Linie eines Schutzstreifens von Autofahrern fälschlicherweise als Begrenzung der Radspur verstanden“, erläutert Götz. Faktisch aber müsse auch dort stets der Mindestabstand von 1,5 Metern beim Überholen eingehalten werden.

In diesem Zusammenhang weist die Gemeinde auf die geltenden Vorschriften hin: Innerorts ist ein Abstand von mindestens 1,5 Metern vorgeschrieben, außerorts sogar zwei Meter. Gerade auf der stark befahrenen Kreisstraße WÜ 3 am Geisberg werde dies häufig missachtet – mit Gefahrensituationen für die Radler.

Mit den jüngsten Investitionen will die Gemeinde deutlich machen, dass Radverkehrsbelange ernst genommen werden. Weitere Verbesserungen sind in Planung, um das Radfahren in Veitshöchheim noch attraktiver zu machen.

Fotos: Jan Speth

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B
Finde ich witzig!<br /> <br /> Diese fünf oder sechs Fahrradabstellplätze sind doch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.<br /> Kann Frau Götz ihre Kunden nicht regelmäßig zu mehr Rücksichtnahme auffordern?<br /> <br /> Auch Radfahrer könnten ihre Sichtbarkeit mit einem verkehrssicheren Fahrrad im gesamtem Gemeindegebiet erhöhen – Außerdem gilt Licht an bei Dunkelheit!<br /> <br /> Diese Piktogrammkette ist ja lieb und nett! Aber wieso duldet Bürgermeister Götz Falschparker im Kurven- und Kreuzungsbereich? Stellen diese Falschparker für Fahrradfahrer und Kinder keine Gefahr dar?
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G
Schön gewesen wäre endlich eine Lösung für den Geisberg. Sowohl bergauf als auch bergab.
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B
@Gordon: Ja. Klingt vielleicht erstmal komisch. Aber als Autofahrer komme ich auch oft nicht auf dem direkten Weg irgendwo hin. Ich muss außen rum und Ralder/Fußgänger können direkt durch fahren/laufen. Da meckert ja normal auch niemand. <br /> <br /> Du kannst ja am Geisberg fahren. Ich mach’s aus genannten Gründen hochwärts nicht und runter nur selten. Ich habe aber auch nicht den Anspruch da unbedingt fahren zu müssen nur weil es der direkte Weg ist. Wenn’s mir nicht passt und ich die Möglichkeit habe, suche ich mir einen anderen Weg. Das funktioniert seit Jahren super und stellt kein Problem für mich dar. <br /> <br /> Ich finde den „Umweg“ bei deinem Beiapiel Bergauf zumindest in Richtung Lidl/Maincenter auch echt vertretbar. Zumal die Lindentalstraße gefühlt weniger steil und somit angenehmer zu fahren ist. Bergab kommt man ja locker auf die 50 km/h und kann im Verkehr mitschwimmen. <br /> <br /> Wenn man ein bisschen Mountainbike-Erfahrung hat, käme man ja sogar bis zur Stresemannstraße ohne auf den Geisberg zu müssen. Hoch vielleicht nicht jeder, ohne mal kurz abzusteigen. Aber runter auf jeden Fall.<br /> Vermutlich trifft das aber auf die allerwenigsten zu. ;-)
G
@Björn<br /> Wenn ich von der Steinstraße zum Geisbergbad oder zum Lidl will, soll ich über die Lindentalstraße fahren? Hmm.
B
@Gordon: Ganz einfach die offizielle Route in der Lindentalstraße nutzen. Mache ich auch so. Ich habe weder als Autofahrer bock auf Radfaher auf der Strecke, noch als Radfaher bock auf den Verkehr dort.<br /> <br /> Abgesehen davon ist es mir irgendwie gänzlich unverständlich, wie man sich als Radler trotz landschaftlich schöner vorhandener Radwege Richtung Gadheim/Güntersleben die WÜ3 antun kann. Die ist ja zudem noch nichtmal der schnellste Weg...<br /> <br /> Das man mit einem Rennrad nicht durch den Wald will - okay. Aber alle anderen?!
J
Wünschenswert definitiv ja, realistisch aber leider nicht. Bei der Straße "Am Geisberg" ist der Landkreis Würzburg Baulastträger und damit auch verantwortlich für den Radverkehr auf dieser Straße. Der Landkreis gewichtet hier den Kfz-Verkehr höher (Stichwort: Grüne Welle) als die Belange des Fuß- und Radverkehrs, von daher ist hier nicht von Verbesserungen auszugehen. Die Gemeinde Veitshöchheim hat deshalb auch den Geisberg als Radroute aus dem Radroutenkonzept rausgenommen und in die Lindentalstraße verlegt.