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Lehrermangel und Raumnot - MdL Volkmar Halbleib informiert sich zum Schuljahresstart am Gymnasium Veitshöchheim

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Vor den Containerklassenzimmern (von links): Gunnar Leuner, Volkmar Halbleib, Dr. Bernhard Brunner, Christine Haupt-Kreutzer, Klaus Schmidt, Bernhard Schlereth. (Foto: Andreas Löffler)

Mit digitalen Klassensätzen, Laptop-Klassen und starkem Fairtrade-Engagement hat das Gymnasium Veitshöchheim viel vorzuweisen. Doch beim Informationsbesuch von Landtagsabgeordnetem Volkmar Halbleib (SPD) kurz vor Schulbeginn wurde auch deutlich: Lehrkräftemangel und Raumnot sind die größten Herausforderungen für die Schule, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert.

Begleitet wurde Halbleib von stellvertretender Landrätin Christine Haupt-Kreutzer sowie den Kreisräten Bernhard Schlereth (Veitshöchheim) und Klaus Schmidt (Bürgermeister Waldbüttelbrunn). Vor Ort empfingen Schulleiter Dr. Bernhard Brunner und sein Stellvertreter Gunnar Leuner die Delegation.

Halbleib zeigte sich beeindruckt von den Leistungen der Schule: Im vergangenen Schuljahr besuchten 728 Schülerinnen und Schüler aus 21 Gemeinden das Gymnasium. „Das Gymnasium Veitshöchheim ist eine starke, attraktive und unverzichtbare Bildungseinrichtung, deren breites Angebot Schülern zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet“, so Halbleib. Besonders hob er das große Sportzentrum und die offene Bauweise des Gebäudes hervor, die moderne Lernformen ermögliche. „Veitshöchheim gehört zu den schulischen Flaggschiffen der Region Würzburg.“

Druck durch steigende Schülerzahlen
Die wachsende Beliebtheit führt jedoch zu Problemen: Für das neue Schuljahr musste die Zahl der Eingangsklassen auf drei begrenzt werden – mit Klassengrößen von über 30 Schülern. Mit der Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium kommen absehbar weitere 80 bis 90 Jugendliche hinzu. Hinzu kommen fehlende Räume für Beratungsangebote und eine Mittagsversorgung, die derzeit ins Berufsförderungswerk ausgelagert ist.

Um kurzfristig Abhilfe zu schaffen, wurden zwei Containerklassenzimmer aufgestellt. „Eine Übergangslösung“, betonte Schulleiter Brunner. Notwendig sei ein Anbau, um die Schule zukunftsfest zu machen. Halbleib pflichtete bei: „Es braucht dringend einen konkreten Plan für die Erweiterung.“

Lehrermangel und Förderkürzungen
Auch beim Personal sieht die Schulleitung große Schwierigkeiten: Vor allem in Mathematik, Physik und Chemie sei der Lehrermangel bereits spürbar. Zwar könne der Unterricht noch gesichert werden, „doch eine Offensive für mehr Lehrkräfte ist dringend geboten“, so Brunner.

Schmerzhaft seien zudem die Kürzungen des Kultusministeriums: 16 Förderstunden fielen weg – Stunden, die gerade nach der Corona-Zeit wichtig für die individuelle Unterstützung wären. Auch psychologische Betreuung werde zunehmend nachgefragt. „Die Streichung der Förderstunden und die Kürzungen im Lehrkräftebudget sind negativ für Schule und Schüler“, kritisierte Halbleib.

Politische Unterstützung zugesagt
Der SPD-Abgeordnete versprach, die Anliegen mit nach München zu nehmen: „Trotz aller Schwierigkeiten wird hier hervorragende Arbeit geleistet. Umso mehr sind Landkreis und Freistaat gefordert, ihre Hausaufgaben zu machen.“


 

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