Bauen, Basteln, Spielen und Feiern – 40 Jahre Abenteuerspielplatz Holznagelhausen mit 200 Kindern, kreativen Hütten und großem Jubiläumsfest
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Holzhütten bauen, spielen, basteln, gemeinsam essen und Abenteuer erleben – 200 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren haben eine erlebnisreiche erste Woche auf dem Abenteuerspielplatz (ASP) „Holznagelhausen“ in Veitshöchheim verbracht. Das beliebte Ferienprojekt der Gemeindejugendpflege feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen und ist aktueller denn je: Auch die zweite Woche ist längst ausgebucht.
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„Wir sind sehr zufrieden, es hat alles weitgehend reibungslos funktioniert“, zieht Gemeindejugendpfleger Pascal Mader am Freitagabend bei der Jubiläumsfeier ein positives Fazit. „Das Wetter war auf unserer Seite, die Stimmung großartig, und die Rückmeldungen der Eltern durchweg positiv.“ Schon bevor es losging, lagen 174 Anmeldungen für Woche zwei vor – nun sind es 197.
Unter der Leitung von Rebecca Hofmann und Pascal Mader wurde der ASP auch in diesem Jahr von einem engagierten Betreuerteam aus 30 Honorarkräften im Alter von 14 bis 24 Jahren durchgeführt. Die Jugendlichen – Schüler, Azubis und Studierende – begleiteten 14 Kindergruppen durch das abwechslungsreiche Programm. „Das Team war super eingespielt, alle haben sich zuverlässig an den Schichtplan gehalten. Ich bin ehrlich positiv überrascht, wie gut das funktioniert hat“, so Mader.
Erstmals verzichtete das Organisationsteam auf ein zentrales Motto und ließ stattdessen sieben beliebte Themen vergangener Jahre wiederaufleben: Von Wikingern und Piraten über Mittelalter und Asien bis hin zu griechischen Göttern, Elementen und dem Wilden Westen. Jeweils zwei Gruppen teilten sich ein Thema, das sich kreativ im Hüttenbau widerspiegelte:
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Wilder Westen
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Mittelalter ((Burgbau)
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Piraten (Schiffbau)
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Thema: Elemente (eine "Feurige Hütte")
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Asien (die Erbauer mit Rebecca Hofmann)
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Griechische Götter
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Wikinger
So wurde die erste Woche vor allem vom Bauen geprägt – die phantasievollen Konstruktionen nahmen von Tag zu Tag mehr Gestalt an.
Daneben gab es zahlreiche Bastel- und Spielangebote, abgestimmt auf die jeweiligen Themen: Runenschmuck für Wikingerfans, Origami-Figuren zum Asien-Thema, Schildkrötenschalen-Tonarbeiten im Bereich „Elemente“ oder auch das beliebte Flaggenbemalen. Ein Highlight war der selbstgebaute Lehmofen, in dem gemeinsam Brot und Pizza gebacken wurde – nachdem der alte Pizzaofen den Geist aufgegeben hatte, legten Betreuer kurzerhand eine Nachtschicht ein, um Ersatz zu schaffen. Auch „Ragnarok“, ein Spielklassiker auf dem ASP, durfte natürlich nicht fehlen.
Für die tägliche Verpflegung sorgte wie gewohnt der Esswagen von Heike Baumann. Insgesamt nahmen 163 Kinder das Mittagessen-Angebot an – auf dem Speiseplan standen unter anderem Nudeln mit Tomatensauce, Kartoffelklöße mit Soße, Hamburger, Spätzle mit Käsesoße, Hotdogs und frisches Gemüse.
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Ein besonderer Höhepunkt war das Jubiläumsfest am Freitagabend nach der ersten Woche. Zahlreiche Eltern nutzten die Gelegenheit, um die fantasievollen Hütten ihrer Kinder zu bestaunen und gemeinsam mit ihnen in geselliger Runde zu feiern.
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Teilnehmer des ASP-Teams beim Grillen
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Die Elterninitiative sorgte für ein reichhaltiges Salatbuffet aus elterlichen Spenden.
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Besonders beliebt war das vom SPD-Ortsverein zubereitete Popcorn,
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ebenso das Eis von „Eis Stephan“, das Rebecca Hofmann zusammen mit einer Helferin in den Sorten Schokolade, Vanille und Erdbeere ausgab.
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Vor den Bewirtungsständen bildeten sich lange Schlangen.
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Viele Familien genossen gemeinsam das Essen,
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bevor die Kinder sich auf der Hüpfburg austoben
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ooder sich – maximal zu acht – am riesigen Kickerspiel messen konnten.
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Auch ein ernstes Thema fand Platz auf dem Fest: Gleich am Eingang hatte der ASP-Förderverein mit dem Vorstand Luis Peter Bessa, Patrick Melcher und Falko Schmitt einen Stand aufgebaut und eine DKMS-Registrierungsaktion gestartet, um potenzielle Stammzellspender zu gewinnen. Hintergrund: Alle zwölf Minuten erhält in Deutschland ein Mensch die Diagnose Blutkrebs. Für viele Patienten ist eine Stammzelltransplantation die einzige Überlebenschance.
Fotos Dieter Gürz
Der ASP ist mehr als nur ein Spielplatz. Unter pädagogischer Leitung werden Eigenverantwortung, Kreativität und soziales Miteinander gefördert. Die Kinder setzen ihre Ideen um, lernen, Regeln einzuhalten, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam aktiv zu sein. Die Teilnahme ist freiwillig, die Gruppeneinteilung orientiert sich an den Wünschen der Kinder. Werkzeuge werden kindgerecht bereitgestellt, größere Geräte ausschließlich von Betreuern bedient.
Für die zweite Woche steht neben weiteren Bastelaktionen und Hüttenprojekten auch wieder eine Übernachtung auf dem Platz an – wetterabhängig in der Nacht vom 14. auf den 15. August. Traditionell sind dabei eine Nachtwanderung und Spiele geplant. Bürgermeister Jürgen Götz wird persönlich Burger grillen, die UWG sorgt für alkoholfreie Cocktails.