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Der von Veitshöchheims Bürgermeister heute im Baugebiet Sandäcker offiziell übergebene Spielplatz mit Burganlage hat in der Region ein Alleinstellungsmerkmal

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Eine imposante Burganlage auf einem aufgeschütteten Hügel mit Canon, Hängebrücke und Röhrenrutsche ist das Highlight des neuen von der Garten- & Spielraumgestaltungs-Firma Schwarz in Kirchheim erstellten Spielplatzes, den heute Veitshöchheims Bürgermeister Jürgen Götz nach erfolgter TÜV-Abnahme nun als letzten Akt der Erschließung des 14 Hektar großen Baugebietes Sandäcker sehr zur Freude einer hellauf begeisterten Gruppe aus dem Kuratiekindergarten seiner Bestimmung übergab. Er sucht vergeblich seinesgleichen in der Region und darüber hinaus.

Im Bild können es die Vier- bis Sechsjährigen voller Spannung kaum erwarten, dass der Bürgermeister zusammen mit Stefanie Rüger, der Geschäftsführerin des Erschließungsträgers, der Firma KFB Baumanagement GmbH in Reuth und Firmenchef Holger Schwarz das Band durchschnitt und sie die neue Veitshöchheimer Spielplatz-Attraktion mit der hölzernen Ritterburg im Mittelpunkt und seinen vielfältigen Spielmöglichkeiten in Beschlag nehmen konnten.

Die Anlage des Spielplatzes war nun laut Bürgermeister das letzte erfolgreiche Puzzle der bereits 2015 geplanten Erschließung der 260 Wohneinheiten des Baugebietes Sandäcker nebst Bau einer Lärmschutzwand an der WÜ 3, Grünordnung und Spielplatzherstellung durch die KFB. Diese hatte die Erschließung mit Kosten von 8,8 Mio. Euro erstmalig außerhalb des Haushalts der Gemeinde auf eigene Rechnung durchgeführt und die Kosten über Erstattungsverträge den zuletzt 56 privaten Eigentümern im Baugebiet und der Gemeinde verrechnet. In Eigenbesitz konnte die Gemeinde 18 Doppelhaushälften, elf Einzelhäuser, 45 Reihenhäuser sowie zwei Geschoßwohnungsbau-Grundstücke für ca. 44 Wohneinheiten selbst vermarkten.

Ziel war, so die KFB-Geschäftsführerin Rüger,  dass die Häusle-Bauer möglichst schnell starten konnten. So wurde die die Spielplatzanlage, die Bestandteil eines  großzügigen Landschaftsangers ist, der mit 37.000 Quadratmeter über ein Viertel der Gesamtfläche des Baugebietes umfasst, zunächst noch zurückgestellt. Nach Baubeginn im Mai 2018  konnten so bereits Ende 2019  die "Sandäcker" zur Bebauung freigegeben werden.

"Es ist wirklich toll geworden," so lobten nun der Bürgermeister und die KFB-Geschäftsführerin unisono die von Holger Schwarz individuell konzipierte Spielplatzanlage mit der Burganlage auf einem geschütteten Hügel, die nun KFB in die Hände der Gemeinde übergab.

Besonders erfreulich für die Gemeinde sei, so Götz, dass der 2015 im Vertrag mit KFB angesetzte Erschließungsaufwand von 115 Euro pro Quadratmeter der Nettobaufläche von 7,8 Hektar sieben Jahre später mit einer Punktlandung gehalten werden konnte.

Die Zusammenarbeit mit der KFB sei stets angenehm und vertrauensvoll gewesen, lobte denn auch der Bürgermeister. Erfreulich sei auch, dass sich beim Geschäftsversorgungsvertrag kein Minus ergab und die Gemeinde den vereinbarten Betrag von 3,5 Mio. Euro vorzeitig ablösen konnte.

Der Kostenanteil der gesamten Grünordnung samt Durchführung der Bepflanzung und Herstellung des Grünkeils einschließlich Spielplatz liegt laut Rüger bei rund 630.000 Euro. Wieviel davon auf den Spielplatz entfallen, wird von der KFB noch ermittelt, ebenso die Flächengrößen und hier dann noch ergänzt.

Sofort augenfällig ist das von Holger Schwarz für die gesamte Spielanlage einschließlich der Sitzbänke verwendete helle Robinien-Holz, das über eine extrem hohe Widerstandsfähigkeit gegen Fäule verursachende, holzzerstörende Pilze und Insekten verfügt. Die natürliche Dauerhaftigkeit der Robinie bei der Verwendung im Außenbereich liegt daher bei bis zu 50 Jahren. Es ist das witterungsbeständigste Holz Europas. Eine umwelt- und bodenbelastende Imprägnierung oder eine Behandlung mit Holzschutzmitteln ist nicht notwendig. Und Holger Schwarz hat auch Sinn für Kunst, wie diese übergroße Holzblume zeigt.

Wie der Bürgermeister feststellte, ist es kein Spielplatz von der Stange. Er sei vielmehr von Holger Schwarz individuell geplant und nach Einbringen der Wünsche der Gemeinde hochwertig hergestellt worden.

"Ich habe versucht, kindgerecht eine Spiellandschaft zu kreieren mit einer Burganlage mit diversen Hindernissen und Möglichkeiten zur Bespielung und einen mit vielen Natursteinen gestalteten Berg, " so Holger Schwarz.  Einige Spielgeräte am Fuße der Burg habe er auf Wunsch der Gemeinde eingebaut.

Vom Burgberg haben die Kinder die Möglichkeit, über diverse Rutschen und Hängebrücken in die weiteren Spielbereiche zu gelangen. Die Röhrenrutsche ist vor allem für die Jungs der Clou der Spielplatzanlage. Hier  können sie vom höchsten Punkt der Burg ohne „Zwischenstopp“ bis in die Auslaufzonen am Fuße des Hügels gelangen.

Die Mädchen bevorzugen da schon eher diese Rutsch, um schnell vom Burgberg nach unten zu gelangen.

Eine zur Burg über eine Schlucht („Canyon“) aus heimischen Sandsteinen führende Hängebrücke fordert die Kinder beim Balancieren heraus.

Wer den Canyon über die Hängebrücke überquert hat, kann eine Seilbahn mit einem ordentlichen Gefälle erreichen und auch so nach unten fahren.

Auch der Drehkreisel zum Umfassen ist so ganz nach dem Geschmack dieser Mädchen.

Die Kinder haben auch beim Hüpfen auf dem Bodentrampolin und auf der Nestschaukel großen Spaß.

Sitzecken mit Holzbänken laden die Eltern zum Verweilen ein, während ihre Sprößlinge sich auf dem Spielgelände austoben können.

Von der Burganlage eröffnet sich ein grandioser Ausbilick ins Maintal nach Zell und den Windrädern über Margetshöchheim. Unterhalb der Burganlage schließt sich eine zweite, ebenfalls hügelig gestaltete Spiellandschaft an, die von den Vier- bis Sechsjährigen des Kuratiekindergartens sofort in Beschlag genommen wurde. Hier sind auch Bereiche für Kinder unter drei Jahre nutzbar.

Hier bedurfte es für die Kinder schon mitunter der Hilfestellung durch die Erzieherin, um die lange wackelige Balancier- und Kletterseilstrecke zu bewältigen.

Dieser Bereich ist auch für Schulkinder durchaus attraktiv. So war dieser Junge der Einzige der Kita-Gruppe, der es aufgrund seiner Körpergröße schaffte, nach den Ringen zu greifen und auf die andere Seite rüberzuhangeln.

Im unteren Teil gibt es für die Kleinen mehrere Schaukelelemente.

Mut erfordert eine lange Kriechröhre unter einem aufgeschütteten Hügel.

Die Holzbalkenwippe erfordert Konzentration im Team.

An eine kleine Holzhütte angegliedert ist ein Sandspielbereich für Kleinkinder mit drei Seilwinden, so dass das Buddeln garantiert nicht langweilig wird. Hier und in den Sitzecken wird noch ein Sonnenschutz installiert.

Auch im unteren Bereich gibt es zwei Sitzecken, die zum Verweilen einladen. Auch die auf dem Gelände verteilten Steinfindlinge können von Aufsichtspersonen zum Sitzen genutzt werden.

Fotos und Text Dieter Gürz

"Wahnsinn, so einen schönen Spielplatz habe ich noch nie gesehen!", so äußerte sich die Mutter einer Dreieinhalbjährigen voller Begeisterung.

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P
Fehlen nur ein paar Sonnensegel ;) aber vielleicht werfen ja die Bäume in 10 Jahren genug Schatten
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D
Beim genauen Durchlesen wäre aufgefallen, dass im Bericht steht: "Hier und in den Sitzecken wird noch ein Sonnenschutz installiert."