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Leserzuschrift Dieter Leimkötter: Radwegsperrung vom Tiramisu nach Gadheim ist ein Schildbürgerstreich

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Aus der Gartensiedlung kommend erreicht der Radfahrer Gadheim oder Güntersleben auf dem Weg durch das gebrannte Hölzlein. Der Weg ist in Höhe des Eingangs zum Tiramisu-Restaurant als kombinierter Rad- und Fußweg ausgeschildert, ein Zusatzschild mit grünem Pfeil ist Hinweis auf überregionale Einbindung dieses Abschnittes etwa in den Radroutenplanern der bayerischen Staatsregierung. Was die WÜ3 für den Autofahrer ist der Weg durch das gebrannte Hölzlein für die Radlerin und den Radler.

Seit wenigen Tagen erblickt der aufmerksame Verkehrsteilnehmer aber nur wenige Meter hinter dem blauen Schild, das Radfahren gestattet, das hinlänglich bekannte weiße runde Schild mit rotem Rand „gesperrt für Fahrzeuge aller Art“. Darunter fallen bekanntlich auch Räder. Somit endet der Radweg nach Gadheim und Güntersleben und auch zum Naturfreundehaus verkehrsrechtlich nun mitten im Wald.

Für den Autoverkehr, für Motorradfahrer oder Droschken hat das Schild keine Funktion, denn sie durften ja bereits die Strecke vor dem Schild nicht befahren.

Radler, die in Gegenrichtung fahren, haben, wie gehabt, freie Fahrt. Somit hat Veitshöchheim eine Radler-Einbahnstraße geschaffen. Ein Novum im Landkreis Würzburg, denke ich.

Radlern bleibt wenigstens die Möglichkeit, den verkehrsrechtlichen Verstoß zu verhindern, in dem sie absteigen und schieben. Schlechter trifft es die Bewohner der Häuser Sendelbachstraße 65, 67 und 71. Diese erreichen ihre Anwesen mit PKW oder Rad nur über den Feldweg aus Richtung Gadheim. Zufahren dürfen sie auch weiterhin, wegfahren ist nun allerdings untersagt.

Denn mitten auf freiem Weg prangt auch hier das bekannte Schild „gesperrt für Fahrzeuge aller Art“.

Der aufmerksame Verkehrsteilnehmer fragt sich natürlich, was diese neue Ausschilderung bezwecken soll. Vielleicht sollten sich die zuständigen Behörden mal diese Frage stellen. Das Recht, Anordnungen zu erlassen, entbindet nicht von der Pflicht, deren Sinn und Zweck vorher zu prüfen.

Text und Fotos Dieter Leimkötter

Ergänzung von Dieter Leimkötter am 5. März 2021: "Wie ich soeben feststellte, ist nun das Zusatzschild "Radfahrer frei" am Tiramisu angebracht worden."

Redaktionelle Anmerkung am 2.3.2021: Am Weg, der vom Naturfreundehaus im Sendelbach nach Gadheim führt, ist dieses Zusatz-Schild angebracht.

Foto D. Gürz

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Dieter Leimkötter 03/05/2021 15:14

Wie ich soeben feststellte ist nun das Zusatzschild "Radfahrer frei" am Tiramisu angebracht worden.

Was mich ärgert, ist die Tatsache, dass ich in dieser Angelegenheit bereits im vergangenen Jahr, als die Baumaßnahme ursprünglich durchgeführt werden sollte, bei der Gemeinde vorstellig wurde und dass hier wider besseren Wissens wieder falsch beschildert wurde.

Im Übrigen erlaubt, ja fordert die Straßenverkehrsordnung es, auch andere Zeichen zu setzten. Statt einer Latte von Zusatzschildern unter das Zeichen "Verbot für Fahrzeuge aller Art" böte sich hier das Zeichen 260 mit dem sperrigen Titel "Verbot für Krafträder, auch mit Beiwagen, Kleinkrafträder und Mofas sowie sonstige mehrspurige Kraftfahrzeuge" hätte die gleiche Aussage.