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Simon-Höchheimer-Gesellschaft Veitshöchheim lädt am 16. April ein: „Armenien – Archäologie und Kulturgeschichte“

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Simon-Höchheimer-Gesellschaft Veitshöchheim lädt am 16. April ein: „Armenien – Archäologie und Kulturgeschichte“

Am Donnerstag, den 16.04.2015, um 20 Uhr begrüßt die Simon-Höchheimer-Gesellschaft Veitshöchheim (SHGV) Dr. Elisabeth Völling, Archäologin und ausgewiesene Expertin der Kulturgeschichte Armeniens zu einem öffentlichen Vortrag. Der Eintritt ist frei.

Armenien liegt nicht nur seismisch, sondern auch politisch betrachtet in einem intensiven Erdbebengebiet, wo bereits das Überleben einer hohen Kunst gleicht, denn es verging kaum ein Jahrhundert ohne Krieg und Gewalt. Seine zentrale Lage im nördlichen Vorderasien machte es oft zum Zankapfel zwischen seinen östlichen und westlichen Nachbarn. Die Apostel Thaddäus und Bartholomäus predigten in Armenien und erlitten dort das Martyrium. Gregor der Erleuchter‘ (240-326) heilte und bekehrte König Trdat III. 301, begründete die Armenische Kirche und erhob das Christentum in Armenien zur ersten Staatsreligion. Auf Wunsch des Königs ließ er sich in Cäsarea von Leontius zum "Katholikos" der armenischen Kirche weihen. Im Spannungsfeld zwischen Byzanz, den sassanidischen Persern, Kreuzfahrern und der seldschukischen Türkei hat sich eine genauso nationalistische wie originelle Kunst entwickelt. Die Betrachtung jener kulturellen Ausprägungen steht im Kontext des historischen Armenien, das Denkmäler in der Türkei, Iran, Georgien und Aserbaidschan einbindet. Die Kunstgeschichte, die von frühchristlichen Kirchen, ihrer Skulptur und der Buchmalerei geprägt wird, kennzeichnet die Kultur Armeniens ebenso wie Sprache und Schrift, Religion und Wissenschaft. In Armenien entwickelte sich dieses einmalige Gefühl nationaler Eigenständigkeit aufgrund des zähen Beharrens auf seiner frühchristlichen Kultur, die erbittert gegen Seldschuken und Mongolen verteidigt wurde. Kunst und Religion standen seitdem im Dienste einer nationalen Selbstfindung.

Zur Person von Dr. phil. Elisabeth Völling:

Elisabeth Völling wurde 1958 in Hof geboren. Nach der Schulzeit in Hof Ausbildung zur Textil - Technischen Assistentin in Münchberg mit zweijähriger Berufserfahrung in Nürnberg. Studium der Vorderasiatischen und Klassischen Archäologie und Anthropologie in München. Teilnahme an Ausgrabungen im Irak, Zypern und in Griechenland.

1993 -1996 Forschungsaufenthalt in Olympia/Griechenland, anschließend Lehraufträge und Forschungstätigkeit an der Universität Würzburg. Von 2000 – 2012 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in den Fachbereichen Klassische und Vorderasiatische Archäologie, Archäometrie und Museologie an der Universität Würzburg. Mitarbeiterin im Projekt zur Aufarbeitung der Heinrich Schliemann Sammlung am Museum für Vor- und Frühgeschichte in Berlin. Spezialisierung auf archäologische Funde und Befunde aus Metall und organische Materialien, insbesondere Textil im Vorderen Orient. Publikation der Forschungsergebnisse in Monographien, Fachzeitschriften und Lexikonartikeln. Vorträge auf Fachkongressen, Ausstellungstätigkeiten und öffentliche Vorträge im Martin von Wagner Museum in Würzburg.

Zuvor: Jahreshauptversammlung der SHGV mit Neuwahlen

Am Donnerstag, den 16.04.2015, um 19 Uhr findet die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen im Sitzungssaal der Gemeinde Veitshöchheim, Erwin-Vornberger-Platz 1, statt. Alle Mitglieder sind herzliche eingeladen und zur Teilnahme aufgerufen.

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