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Intelligente Gebäudetechnik: Internationaler KNX Award 2026 geht nach Veitshöchheim: CASAIO gewinnt mit intelligentem Wohnhaus

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Großer Erfolg für ein Veitshöchheimer Unternehmen: Die CASAIO GmbH hat den international renommierten KNX Award 2026 in der Kategorie „Smart Home – Europe“ gewonnen. Ausgezeichnet wurde das außergewöhnliche Projekt „The World's Smartest Smart Home“, eine hochmoderne Villa in Hamburg, die zugleich als Forschungs- und Entwicklungsprojekt für die Gebäudetechnik der Zukunft dient. Damit geht eine der bedeutenden Auszeichnungen der Smart-Home-Branche nach Unterfranken.


Internationale Auszeichnung für intelligente Gebäudetechnik

Am Dienstag, 6. Oktober 2026, gab die KNX Association die Gewinner der diesjährigen KNX Awards bekannt. In der Kategorie „Smart Home – Europe“ setzte sich das Veitshöchheimer Unternehmen CASAIO gegen internationale Konkurrenz durch.

Die KNX Awards werden alle zwei Jahre verliehen und würdigen besonders innovative und herausragend umgesetzte Projekte der Gebäudeautomation. Die Auszeichnungen gelten in der Branche als wichtiger Maßstab für technische Innovation und Qualität.

Grundlage ist der internationale KNX-Standard, der es ermöglicht, Geräte unterschiedlicher Hersteller miteinander zu vernetzen. Rund 500 Hersteller bieten inzwischen mehr als 8.000 zertifizierte Produkte an.

Für CASAIO ist es bereits die zweite internationale Auszeichnung: Schon 2018 erhielt das Unternehmen einen KNX Award für ein Plusenergiehaus bei Würzburg.


180 Kilometer Kabel und 30 Touchpanels: Ein Haus der Superlative

Das preisgekrönte Projekt trägt den selbstbewussten Namen „The World's Smartest Smart Home“. Dahinter verbirgt sich ein privates Wohnhaus in Hamburg, dessen technische Ausstattung weit über die Möglichkeiten gewöhnlicher Smart Homes hinausgeht.

Allein die Dimensionen sind bemerkenswert: 180 Kilometer Kabel, 25 Elektroverteiler und 21 KNX-Linien bilden das technische Rückgrat der Villa. Zum Vergleich: Ein klassisches Einfamilienhaus benötigt meist lediglich zwei bis drei KNX-Linien.

Die 180 Kilometer Kabel würden ausreichen, um mehr als 500 Runden um ein Fußballfeld zu legen.

Rund 30 Touchpanels ermöglichen die Steuerung zahlreicher Funktionen. Hinzu kommen intelligente Sensoren, eine komplexe Zutrittskontrolle, automatisierte Beschattung, moderne Sicherheitstechnik und eine individuell programmierte Beleuchtung.

Besonders eindrucksvoll ist das sogenannte Human Centric Lighting. Dabei werden Helligkeit und Lichtfarbe automatisch an den natürlichen Tagesverlauf angepasst. Morgens wirkt das Licht aktivierend, während es abends eine warme, gedämpfte Atmosphäre schafft.

Auch ein Kronleuchter mit 26 einzeln steuerbaren Glaskugeln gehört zur außergewöhnlichen Lichttechnik.


Wenn das Haus seine Bewohner versteht

Ein besonderes Merkmal des Gewinnerprojekts ist die intelligente Sprachsteuerung. Anders als herkömmliche Systeme soll der eigens entwickelte Sprachassistent nicht nur einzelne Befehle ausführen, sondern auch Zusammenhänge erkennen.

Äußert ein Bewohner beispielsweise, dass ihm zu warm sei und die Sonne blende, reagiert die Gebäudeautomation mit einer entsprechenden Anpassung der Beschattung.

Auch im Wellnessbereich zeigt sich der hohe Automatisierungsgrad: Die Sauna lässt sich per App bedienen, während spezielle Glasscheiben auf Knopfdruck von durchsichtig auf milchig wechseln und damit Privatsphäre schaffen.

Ein Heimkino, ein Partykeller mit professioneller Showlichttechnik sowie intelligent gesteuerte Wasserspiele und Außenbeleuchtungen ergänzen die Ausstattung.

Trotz dieser technischen Vielfalt steht für CASAIO die einfache Bedienbarkeit im Mittelpunkt.

„Ein Smart Home wird nicht allein dadurch nützlich, dass viel Technik drinsteckt. Es muss für die Bewohner und auch für Gäste intuitiv zu bedienen sein“, erklärt Dr. Thomas Lübbeke, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens.


Forschungsprojekt für künstliche Intelligenz und Energieeinsparung

Die Hamburger Villa ist allerdings weit mehr als ein luxuriös ausgestattetes Wohnhaus. Sie dient zugleich als Forschungs- und Entwicklungsprojekt, mit dem neue Möglichkeiten intelligenter Gebäudeautomation untersucht werden.

In enger Zusammenarbeit mit dem Entwicklerteam des Bauherrn plant und programmiert CASAIO die KNX-Installation.

Ein Schwerpunkt liegt auf einem zukunftsweisenden Energiemanagement. Dabei wird untersucht, wie sich verschiedene Wärmequellen innerhalb eines Gebäudes intelligent vernetzen und vorhandene Abwärme effizient nutzen lassen.

Ein weiteres Forschungsfeld ist der Einsatz künstlicher Intelligenz. Ziel ist es, dass ein Haus die Bedürfnisse seiner Bewohner zunehmend selbstständig erkennt und vorausschauend darauf reagiert.

Ein wichtiger Grundsatz lautet dabei: Die Daten bleiben im Haus. Welche konkreten Entwicklungen darüber hinaus verfolgt werden, möchte der Bauherr, der selbst zum Entwicklerteam gehört, noch nicht verraten.


Vom intelligenten Badlüfter zum internationalen Preisträger

Hinter dem Veitshöchheimer Unternehmen steht Dr. Thomas Lübbeke, dessen Begeisterung für intelligente Gebäudetechnik bereits während seiner Studienzeit begann.

Damals programmierte er in seiner Studentenwohnung einen Badlüfter so, dass dieser nur bei zu hoher Luftfeuchtigkeit ansprang.

„Das war für mich ein Schlüsselerlebnis. Von da an wusste ich, wie sehr intelligente Technik den Alltag verbessern kann“, erinnert sich Lübbeke.

2012 plante und programmierte er die KNX-Anlage seines eigenen Altbaus. Bereits während der Sanierung begann er, andere Bauherren zu beraten.

2016 gründete Lübbeke schließlich CASAIO. Heute beschäftigt sich ein Team von 14 Mitarbeitern mit der Planung und Umsetzung anspruchsvoller Smart-Home-Projekte.

Das Leistungsspektrum reicht von der technischen Planung und Programmierung über professionelle Lichtkonzepte bis hin zu einer Shop-Plattform, die Planer, Produkte und Endkunden miteinander verbindet.

Mit der KNX-Masterclass bietet das Unternehmen zudem ein Weiterbildungsangebot für Bauherren an, die ihre intelligente Haustechnik selbst planen und verstehen möchten.

Die bisher realisierten Projekte reichen vom 60 Quadratmeter großen Loft bis zur 1.500 Quadratmeter umfassenden Villa.


Veitshöchheimer Unternehmen will weiter wachsen

Der erneute Gewinn des KNX Awards unterstreicht die internationale Wettbewerbsfähigkeit des in der Kirchstraße 1 in Veitshöchheim ansässigen Unternehmens.

Für Geschäftsführer Dr. Thomas Lübbeke ist die Auszeichnung zugleich Ansporn, die Entwicklung intelligenter Gebäudetechnik weiter voranzutreiben.

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung, aber ausruhen werden wir uns darauf nicht“, betont Lübbeke. „Wir haben bereits viele Ideen, wie wir unser Angebot weiterentwickeln, damit noch mehr Bauherren ihren Traum vom Smart Home verwirklichen können.“

Mit dem Erfolg bei den KNX Awards 2026 hat CASAIO erneut bewiesen, dass innovative Gebäudetechnik aus Unterfranken auch auf internationaler Bühne Anerkennung findet.


Weitere Informationen

Ausführliche technische Informationen zum ausgezeichneten Projekt bietet die KNX Association.

Weitere Einzelheiten über CASAIO und den Gewinn des KNX Awards 2026 sind auf der Internetseite des Unternehmens abrufbar.

Fotos CASAIO GmbH
Kirchstraße 1, 97209 Veitshöchheim
Geschäftsführer: Dr. Thomas Lübbeke

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