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Kirchweihjubiläum in der Veitshöchheimer Gartensiedlung am 31. Mai: 60 Jahre Kuratiekirche „Heiligste Dreifaltigkeit“

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Ein Gotteshaus mit Geschichte

Ein besonderes Jubiläum feiert die Kuratiekirche „Heiligste Dreifaltigkeit“ in der Veitshöchheimer Gartensiedlung: Am 3. März jährte sich die Weihe des Gotteshauses zum 60. Mal. Im Jahr 1966 wurde die Kirche durch Weihbischof Alfons Kempf konsekriert. Seitdem ist die „Kuratie“, wie sie von vielen Veitshöchheimern genannt wird, ein fester Bestandteil des kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens im Ort.

Die Geschichte der Gemeinde reicht jedoch noch weiter zurück. Mit Urkunde vom 17. Juni 1962 errichtete der Würzburger Bischof Josef Stangl die Kuratie als zweiten katholischen Seelsorgebezirk Veitshöchheims und zugleich als letzte neu gegründete Pfarrei der Diözese Würzburg. Erster Kuratus wurde Pfarrer Erwin Kuhn, der als Begründer der Kirchengemeinde gilt.

Bereits zum zehnjährigen Bestehen schrieb Kuhn Worte ins Stammbuch der Gemeinde, die bis heute aktuell geblieben sind: „Jeder von Euch ist ein Baustein in diesem Gebäude. Auf jeden einzelnen kommt es an, ob der ganze Bau hält, glänzt oder zerbröckelt.“

Vom Siedlungsprojekt zur lebendigen Gemeinde

Beim 50-jährigen Bestehen der Kirchengemeinde im Juli 2012 erinnerte Pfarrer Herbert Neeser an die Anfänge der Gartensiedlung. Nachdem ab 1950 die ersten Siedlerfamilien in das neue Wohngebiet gezogen waren, entstand rasch auch der Wunsch nach einer eigenen Kirche. Mit großem Engagement der Bevölkerung entwickelte sich daraus eine lebendige Gemeinde.

Bereits 1963 konnte im neu entstandenen Pfarrzentrum mit Kindergarten, Pfarrsaal und Jugendräumen der erste Gottesdienst gefeiert werden. Drei Jahre später folgte die Weihe der Kirche „Heiligste Dreifaltigkeit“, anschließend der Bau des Pfarrhauses. 1970 erhielt die Kirche ihre Orgel. 1983 kam der Ortsteil Gadheim mit der Markuskapelle hinzu, 1991 entstand am Danziger Platz ein neuer Kindergarten.

Herbert Neeser prägte die Kuratie über Jahrzehnte hinweg entscheidend. Von 1973 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2003 leitete er die Gemeinde 30 Jahre lang, ab 1985 zudem als Pfarrer von ganz Veitshöchheim. 

Heute Teil der pastoralen Untereinheit Veitshöchheim-Dürrbachtal

Gemeinsamer Seelsorger der Kuratie und der Pfarrei Sankt Vitus war seit 2005 Pfarrer Robert Borawski. Mit Wirkung vom 1. Oktober 2022 wurde Pfarrer Christian Nowak zum neuen Pfarrer der pastoralen Untereinheit Veitshöchheim-Dürrbachtal bestellt, zu der auch die Kuratie „Heiligste Dreifaltigkeit“ gehört. Die pastorale Einheit betreut heute rund 7.000 Katholiken.

 Die Kuratiekirche dient schon immer auch als Garnisonskirche für katholische Soldaten der Balthasar-Neumann-Kaserne u.a. für das traditionelle Adventskonzert der Heeresmusiker.

Dreifaltigkeitssonntag mit besonderer Bedeutung

Traditionell begeht die Gemeinde am Sonntag nach Pfingsten das Patrozinium der „Heiligsten Dreifaltigkeit“. Im Mittelpunkt steht dabei das christliche Verständnis Gottes als Gemeinschaft von Vater, Sohn und Heiligem Geist – und die Einladung zur Gemeinschaft mit den Menschen. In diesem Jahr erhält das Titularfest durch das 60. Kirchweihjubiläum eine besondere Bedeutung.

Festprogramm am 31. Mai

Die Pfarrgemeinde lädt deshalb am Sonntag, 31. Mai 2026, herzlich zu einem festlichen Jubiläumstag ein.

Den Auftakt bildet um 10.30 Uhr ein Festgottesdienst in der Kuratiekirche. Die Predigt hält Herbert Neeser, langjähriger Kurat und Pfarrer von Veitshöchheim. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst mit Chorwerken.

Im Anschluss findet ab 11.30 Uhr ein Sektempfang im Innenhof statt. Neben kurzen Ansprachen erwartet die Gäste Sommermusik sowie ein kleiner Imbiss. Im Kleinen Pfarrheim werden außerdem Kaffee und Kuchen angeboten.

Festandacht zum Abschluss

Den Abschluss des Festtages bildet um 14 Uhr eine Festandacht mit Impulsen zum Kirchweihjubiläum.

Die Kirchengemeinde freut sich auf zahlreiche Besucher und auf ein gemeinsames Fest des Glaubens und der Begegnung.

Foto: Dieter Gürz

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