Beschwerde über massive Verschmutzung und Verkehrsgefahr in der Veitshöchheimer Schleehofstraße
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Mit einer massinen Beschwerde hat sich der Veitshöchheimer Unternehmer Christoph Rockenstein an Bürgermeister Jürgen Götz gewandt. Hintergrund sind erhebliche Verschmutzungen, Staubbelastungen und Gefährdungen des Straßenverkehrs im Bereich der Schleehofstraße, die nach Darstellung des Unternehmers vom dort betriebenen Erdbegutachtungsplatz ausgehen.
Kritik am Erdbegutachtungsplatz
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Nach Angaben Rockensteins betreibt die Gemeinde Veitshöchheim in der Schleehofstraße einen Platz zur Begutachtung von Erdaushub.
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Dort würden regelmäßig Lkw sowie Traktoren mit Anhängern entladen, die Erde zwischengelagert und später wieder verladen.
Das Problem liege jedoch in der Dimensionierung des Areals. „Der Platz ist offensichtlich zu klein“, heißt es in dem Schreiben.
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Fahrzeuge würden auf bereits abgeladenem Material fahren, wodurch große Mengen Schlamm und Schmutz auf die öffentliche Straße gelangten.
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Wirtschaftliche Schäden für ansässige Betriebe
Besonders betroffen sei der eigene Betrieb Rockensteins. Am Standort werden unter anderem ein Waschplatz sowie eine Großgarage für Oldtimer und Wohnmobile betrieben. Der Wert der dort untergebrachten Fahrzeuge gehe in die Millionen.
Die Verschmutzung der Zufahrtswege habe spürbare wirtschaftliche Folgen. Kunden würden abspringen oder sich beschweren, darunter auch Nutzer aus der benachbarten Kfz-Werkstatt. „Oldtimer-Kunden kündigen ihre Stellplätze oder verzichten ganz auf eine Anmietung“, so Rockenstein.
Hohe Zusatzkosten durch Staubbelastung
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Neben Schlamm stelle auch Staub ein erhebliches Problem dar – insbesondere bei trockener Witterung.
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Gebäude, Parkflächen und Fahrzeuge würden stark verschmutzt.
Die Reinigungskosten seien deutlich gestiegen:
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Für Fenster, Beschriftungen und Lamellen fielen pro Reinigung inzwischen 8.000 bis 10.000 Euro an – und das inzwischen vierteljährlich statt wie früher einmal jährlich.
Gefahr für den Straßenverkehr
Die Auswirkungen beschränken sich laut Beschwerde nicht nur auf die Schleehofstraße. Verschmutzungen würden bis zum Kreisverkehr sowie in Richtung Gadheim und angrenzender Wohngebiete getragen.
Dies habe auch sicherheitsrelevante Folgen: Nach Angaben Rockensteins seien bereits Motorradfahrer auf der schmierigen Fahrbahn gestürzt. Zudem sei im Januar 2026 ein Auto vom Kreisverkehr in den Straßengraben gerutscht. Auch wenn die genaue rechtliche Bewertung offen sei, zeige dies die Gefährlichkeit der Situation.
Forderung nach sofortigen Maßnahmen
Unverständnis äußert der Unternehmer darüber, dass trotz der massiven Verschmutzungen offenbar keine ausreichende Straßenreinigung erfolge. Er verweist darauf, dass bei eigenen Baustellen die Reinigung mehrfach täglich durchgeführt worden sei.
In seinem Schreiben fordert Rockenstein daher unter anderem:
- eine unverzügliche und regelmäßige Reinigung der betroffenen Straßen,
- strengere Auflagen zur Vermeidung weiterer Verschmutzungen,
- eine Überprüfung der Eignung des Standorts,
- sowie gegebenenfalls die Schließung oder Verlagerung des Platzes.
Sollten keine zeitnahen Maßnahmen erfolgen, kündigt er an, die Angelegenheit auch im Hinblick auf wirtschaftliche Schäden und Verkehrssicherheitsaspekte weiter prüfen zu lassen.
Dokumentation beigefügt
Zur Untermauerung seiner Vorwürfe hat Rockenstein rund 50 Fotos beigefügt, die die Verschmutzungen und deren Folgen dokumentieren sollen.
Neben Unternehmer Christoph Rockenstein hat sich nun auch ein weiterer direkter Anlieger mit einer ausführlichen Beschwerde an Bürgermeister Jürgen Götz gewandt.
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Der Unternehmer Markus Walter, ansässig in der Schleehofstraße 7 (im Bild), schließt sich nach eigenen Angaben „vollumfänglich“ den bereits vorgetragenen Kritikpunkten seines Nachbarn an. Auch seine Betriebe seien massiv von den Auswirkungen des gemeindlichen Erdbegutachtungsplatzes betroffen.
Die Situation habe inzwischen ein Ausmaß erreicht, „das über das übliche Maß einer gewerblichen Nachbarschaft weit hinausgeht“.
Reinigungskosten steigen drastisch
Besonders deutlich wird dies laut Walter bei den laufenden Betriebskosten. Durch Schlamm auf der Straße sowie starke Staubentwicklung bei Trockenheit sei eine Reinigung der Betriebsflächen inzwischen teilweise wöchentlich erforderlich.
Dies verursache einen erheblichen personellen und finanziellen Aufwand. Die Belastung sei nicht länger hinnehmbar, so der Unternehmer.
Staub gefährdet Gebäude und Geschäftsbetrieb
Neben den Kosten verweist Walter auch auf konkrete Schäden. Feiner Staub dringe in Gebäude ein und verschmutze Waren, Maschinen und Fahrzeuge. Selbst private Bereiche wie Terrassen seien betroffen.
Für seinen Malerbetrieb sei dies besonders problematisch, da die optische Qualität von Fassaden als „Visitenkarte“ des Unternehmens gelte. Die anhaltende Verschmutzung wirke sich daher unmittelbar geschäftsschädigend aus.
Sicherheitsrisiken im direkten Umfeld
Auch die Verkehrssituation bewertet der Anlieger kritisch. Die durch Schlamm entstehende Schmierschicht auf der Fahrbahn führe regelmäßig zu gefährlichen Situationen – insbesondere im Bereich der Betriebseinfahrt. Kunden und Mitarbeiter seien dadurch konkret gefährdet.
Forderung nach täglicher Reinigung und klaren Maßnahmen
Wie bereits sein Nachbar fordert auch Walter ein sofortiges Eingreifen der Gemeinde. Konkret verlangt er:
- Maßnahmen zur dauerhaften Vermeidung weiterer Verschmutzungen,
- sowie eine tägliche und gründliche Reinigung der betroffenen Straßenabschnitte.
Zugleich äußert er Unverständnis darüber, dass ein öffentlicher Platz unter Bedingungen betrieben werde, bei denen die wirtschaftlichen Folgen von den Anliegern getragen werden müssten.
Erwartung einer schnellen Reaktion
Walter bittet abschließend um eine kurzfristige Rückmeldung zu geplanten Abhilfemaßnahmen. Mit der zweiten Beschwerde dürfte der Handlungsdruck auf die Gemeinde weiter steigen.
Fotos: Rockenstein