Zum Führungswechsel zwei „Präsidenten-Bäume“ gepflanzt - LWG setzt auf klimaresiliente Gehölze
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Zum Wechsel an der Spitze der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim hat die Landesvereinigung Gartenbau zwei Bäume gestiftet – beide stehen für Zukunftsorientierung und Klimaresilienz. Am Versuchsbetrieb der LWG im Stutel in Thüngersheim wurden nun die „Präsidenten-Bäume“ gesetzt: Für den ehemaligen LWG-Präsidenten Andreas Maier eine Kornelkirsche, für den neuen Leiter Dr. Jörg Hirsche eine Wildbirne. Auf dem Foto v.l.n.r.: Johannes Schmitt, stv. Vorsitzender des Bundes deutscher Baumschulen Landesverband Bayern, Dietmar Lindner, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern, Andreas Maier, ehemaliger Präsident der LWG, Dr. Jörg Hirsche, neuer Leiter der LWG, Wolfram Vaitl, Präsident des Bay. Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege, und Hermann Berchtenbreiter, Präsident des Bay. Gärtnerei-Verbandes. Der Zusammenschluss der gärtnerischen Verbände, die Landesvereinigung Gartenbau Bayern, hat die Wildbirne (links) und die Kornelkirsche (rechts) gestiftet.
Foto: Jeannine Steinkuhl © LWG Veitshöchheim
Die LWG forscht seit Jahren intensiv zu Baumarten, die mit Hitze und Trockenheit gut zurechtkommen. Das Pflanzduo ergänzt die laufende Sichtung kompakt wachsender Bäume, die sich besonders für Hausgärten und den Siedlungsbereich eignen.
Kornelkirsche als Hochstamm noch wenig bekannt
Dass die Kornelkirsche meist als Strauch wahrgenommen wird, liegt an ihrer Verbreitung im Naturgarten – als Hochstamm ist Cornus mas dagegen noch ein Geheimtipp. Die frühe Blüte bietet wertvolle Nahrung für Insekten, die herben roten Früchte lassen sich vielfältig verwenden. Für Privatgärten ist die Art wegen ihrer Robustheit und frühen Jahreszeitpunkte besonders attraktiv.
Neue Wildbirnen-Selektion im Sortiment
Mit der Sorte Pyrus communis ‘Beech Hill’ kommt eine relativ neue Wildbirnen-Selektion an den Thüngersheimer Standort. Ihre tiefreichenden Wurzeln, die kompakte Krone und kleine feste Früchte machen sie zu einem Baum, der auch unter zunehmend trockenen Bedingungen im Siedlungsbereich gut gedeiht.
Für Besucher der LWG entsteht damit ein noch breiteres Bild der Vielfalt möglicher Hausbäume. Die verschiedenen Kronenformen, Wuchscharakteristiken und Arten erlauben anschauliche Vergleiche direkt vor Ort.
Warum jetzt gepflanzt wird
Die aktuelle Pflanzung fällt bewusst in die laublose Jahreszeit – denn sie gilt als beste Zeit für Laubgehölze. Ohne Blattwerk verdunstet kein Wasser, und die Bäume können ihre Energie vollständig in die Wurzelbildung stecken. Bayerische Baumschulen roden Hochstämme frühestens ab Mitte Oktober, wenn sie ausgereift sind. Wer dann zeitnah pflanzt, profitiert im Frühjahr von einem deutlichen Entwicklungsvorsprung: Der Boden ist durch die Winterniederschläge gut durchfeuchtet, und viele Gehölze beginnen – je nach Witterung – bereits zwischen Ende Februar und Mai mit neuem Wurzelwachstum.
Gepflanzt werden kann grundsätzlich so lange, wie der Boden nicht gefroren ist.
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