Gemeinderat billigt Jahresbetriebsplan 2026 für den Gemeindewald – Harvester-Einsatz beschlossen
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Harvester übernimmt Arbeiten im Gemeindewald - Neue Wege nach Fachkräftemangel in Veitshöchheim
Der Gemeinderat in Veitshöchheim hat einstimmig den Jahresbetriebsplan 2026 für den Gemeindewald beschlossen.
Link auf Mainpost-Online
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Die geplante Holzentnahme steigt 2026 leicht an – von 782 Festmetern im Jahr 2025 auf nun 806 Festmeter
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Der Veitshöchheimer Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Dienstag, 18. November 2025, den Jahresbetriebsplan 2026 für den Gemeindewald einstimmig verabschiedet. Die Unterlagen waren vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Würzburg erarbeitet worden. Für den laufenden Forstbetrieb erwartet die Gemeinde im kommenden Jahr Gesamtkosten von etwa 30.000 Euro, mit ausstehenden Arbeiten aus 2025 für den Wegebau kommen noch rund 10.000 Euro dazu. Nicht enthalten sind die Kosten für Ausbildung und das im Wald eingesetzte Personal der Gemeinde.
Holzernte mit insgesamt 806 Festmetern
Geplant sind
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350 Festmeter in der End- und Verjüngungsnutzung,
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369 Festmeter aus Altdurchforstungen
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sowie 70 Festmeter in Jungdurchforstungen.
Weitere 17 Festmeter fallen im Bereich der Jungwuchspflege an. Insgesamt ergibt dies eine geplante Holzernte von 806 Festmetern.
Pflege von Forstkulturen und Verkehrssicherung
Auch die Pflege der Forstkulturen bleibt ein zentraler Bestandteil des Waldmanagements. Auf rund 5,4 Hektar sollen Naturverjüngungen unterstützt und Mischbaumarten nachgepflanzt werden. Hinzu kommen regelmäßige Zaunkontrollen sowie erforderliche Reparaturen.
Für Maßnahmen im Bereich der Unfallverhütung, Erste Hilfe sowie die Leistungen der Betriebsleitung rechnet die Gemeinde mit rund 10.000 Euro.
Wegebau bleibt großer Kostenfaktor
Ein erheblicher Posten im Jahresbetriebsplan 2026 betrifft erneut den Wegebau. Dafür sind rund 20.000 Euro veranschlagt. Da einige Maßnahmen aus 2025 wetterbedingt eventuell nicht mehr umgesetzt werden können, müssen im Haushalt 2026 zusätzliche rund 10.000 Euro bereitgestellt werden.
Harvester-Einsatz aus Sicherheitsgründen notwendig
Ein Thema, das schon bei der Waldbegehung am 31. Oktober diskutiert wurde, war der mögliche Einsatz eines Harvesters. Revierleiterin Annette Fricker erläuterte damals, dass in zwei Waldabschnitten, so auch im Bereich des Unteren Grundes, der Einsatz einer Holzernte-Maschine aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen unumgänglich sei. Der Gemeinderat folgte dieser Einschätzung und erteilte die Zustimmung.
Hintergrund: Keine Waldarbeiter – zwei Quereinsteiger in Ausbildung
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Der Harvester-Einsatz wird auch deshalb erforderlich, weil die Gemeinde seit zwei Jahren über keine ausgebildeten Waldarbeiter mehr verfügt. Der gemeindliche Forstwirt Jürgen Taupp war nach 35 Jahren im Dienst im Oktober 2023 in die Freistellungsphase der Altersteilzeit gewechselt; sein Kollege hatte kurz zuvor gekündigt. Eine Ausschreibung für Forstwirte blieb erfolglos. Erst im September 2024 traten Torsten Lother und Tobias Gram – beide ausgebildete Schreiner – als Quereinsteiger ihren Dienst bei der Gemeinde an. Bevor sie eigenständig im Gemeindewald tätig werden können, absolvieren sie seit September 2024 die auf zwei Jahre verkürzte Forstwirt-Ausbildung: schulisch an der Waldbauernschule in Kehlheim sowie betrieblich bei der Forstverwaltung der Gemeinde Zellingen, die als offizieller Ausbildungspartner fungiert. Dies dokumentiert auch das aktuelle Pressefoto, das die beiden im Vordergrund zusammen mit Motorsäge zeigt.
Einstimmige Zustimmung des Gremiums
Nach kurzer Aussprache stimmte der Gemeinderat allen Punkten geschlossen zu. Der Jahresbetriebsplan 2026 wurde genehmigt, die Kostenansätze bestätigt, die Fertigstellung offener Wegebauarbeiten ermöglicht und der Einsatz eines Harvesters offiziell beschlossen.
Hinweis: Brennholz,das von Selbstwerbern aufgearbeitet wurde, ist bis zum 1.Mai aus dem Wald abzufahren!
Fotos Dieter Gürz