Geflügelzuchtverein Veitshöchheim feierte 103. Lokalgeflügelschau mit 310 Tieren und hervorragenden Bewertungen
Eine bunte Vielfalt an Geflügelrassen lockte am Wochenende zahlreiche Besucher in die Turnhalle der St.-Vitus-Schule: Der Geflügelzuchtverein Veitshöchheim (GZV) präsentierte dort seine 103. Lokalgeflügelschau – den Höhepunkt im Vereinsjahr. Vom winzigen Wachtelküken bis zu den imposanten Brahmas, einer der größten Hühnerrassen der Welt, reichte die Spannbreite der ausgestellten Tiere.
Vielfalt der Rassen
Insgesamt 17 Züchter, darunter drei Jugendliche, stellten 310 Tiere in 56 Rassen und Farbenschlägen aus. Neben Hühnern verschiedenster Zuchtformen – etwa Deutsche Lachshühner, Wyandotten, Amrocks, Rheinländer, Araucana oder Seidenhühner – waren auch zahlreiche Taubenrassen wie Schlesische Kröpfer, Deutsche Modeneser oder Polnische Schönheitstauben zu sehen. Ergänzt wurde die Schau durch Fränkische Landgänse und Streicherenten.
Küken, Kaninchen und Tombola als Publikumsmagnete
Ein besonderes Erlebnis war das Schlüpfen von Hühner- und Wachtelküken während der Ausstellung – ein Publikumsmagnet vor allem für Kinder.
Hinzu kamen eine reich bestückte Tombola mit 600 Preisen sowie Kaffee und Kuchen für die Gäste.
Hohe Bewertungen durch Preisrichter
Die vier Preisrichter Friedrich Günther (Obersontheim), Sandro Lämmerzahl (Wüllersleben), Daniel Lösch (Ansbach) und Stefan Winterbauer (Weisendorf) vergaben Bestnoten: Fünf Tiere erhielten die Höchstbewertung „Vorzüglich“, neun wurden mit „Hervorragend“ bewertet.
Vorzüglich ausgezeichnet wurden:
Fränkische Landgänse blau – Richard Stamm:
Deutsche Zwerg-Lachshühner lachsfarbig – Elfriede Christ:
Zwerg-Dresdner weiß – Josef Kozilek:
Zwerg-Seidenhühner perlgrau – Wolfgang Holzheimer:
In der Kategorie Groß- und Wassergeflügel siegte Richard Stamm (Fränkische Landgänse blau, 473 Punkte) vor Josef Kozilek (Amrocks gestreift, 473) und Dana Holzheimer (Araucana schwarz, 472).
Bei den Zwerghühnern errang Elfriede Christ (Deutsche Zwerg-Lachshühner, 475 Punkte) den ersten Platz, gefolgt von Wolfgang Holzheimer (Zwerg-Seidenhühner, 474) und Alfons Christ (Zwerg-Rheinländer, 473).
In der Sparte Tauben lagen Alfons Christ (Schlesischer Kröpfer, 472), Josef Kozilek (Deutsche Modeneser, 470) und Alfons Christ (Gimpeltaube, 469) vorn.
In der Jugendklasse siegten Lukas Willmy (Deutsche Modeneser Schietti, 472) und Johanna Freisinger (Holländische Zwerghühner, 187).
Lob für Qualität und Dekoration
Über den hohen Qualitätsstandard und die liebevoll dekorierten Käfige freuten sich Landrat Thomas Eberth und Altbürgermeister Rainer Kinzkofer bei ihrem Rundgang mit Vereinsvorsitzendem Josef Kozilek und Ausstellungsleiter Wolfgang Holzheimer.
Die Showvolieren von Manfred Prust („Bantam“)
Jolanta Bertram („Brahma“)
und Dana und Wolfgang Holzheimer („Zwerg-Seidenhühner“) sorgten für Bewunderung.
Landrat Thomas Eberth zeigte sich beeindruckt:
„Ich bin sehr froh, dass die Geflügelpest derzeit nicht im Landkreis Würzburg auftritt – so sind solche Ausstellungen überhaupt möglich. Es ist wichtig, den Menschen zu zeigen, welche Vielfalt an Lebewesen es gibt. Besonders schön ist, dass sich hier viele Kinder für die Tiere begeistern. Denn was gibt es Besseres als ein Frühstücksei? Und dafür brauchen wir eben auch die Hühner dazu. Ich finde es großartig, dass sich Jung und Alt gemeinsam für die Rassegeflügelzucht einsetzen – das zeigt, dass dieses Hobby in unserer Region noch lebt.“
Aufwendiger Aufbau in der Schulturnhalle
„Der immense Aufwand einer solchen Ausstellung hat sich gelohnt“, sagte Vereinsvorsitzender Josef Kozilek, der den Verein seit 2020 leitet. Für den Aufbau musste der Boden und die Wände der Schulturnhalle zwei Meter hoch mit Schutzfolie ausgekleidet werden. Noch am Sonntagabend nach Ausstellungsschluss wurde alles geräumt und von einer Fachfirma desinfiziert, damit die Halle am Montag wieder für den Schulsport bereitstand.
Die Organisation lag in den bewährten Händen von Wolfgang Holzheimer, der gemeinsam mit seiner Tochter Dana die Halle schmückte und den Ausstellungskatalog erstellte. Jugendleiter Alfons Christ dankte ihm für die hervorragende Arbeit.
Verein mit großer regionaler Ausstrahlung
Seit sich in der Region immer mehr Geflügelzuchtvereine aufgelöst haben, ist der GZV Veitshöchheim zum Sammelbecken für Züchter aus dem Umland geworden. Mitglieder kommen mittlerweile aus Güntersleben, Leinach, Thüngersheim, Himmelstadt, Zellingen, Urspringen, Eußenheim, Rimpar, Würzburg, Unterpleichfeld und Neuendorf bei Gemünden.
Leidenschaft und Idealismus
„Unsere Ausstellung zeigt, dass die Geflügelzucht in Veitshöchheim lebendig bleibt“, betonte Kozilek. „Hier steckt viel Herzblut, Wissen und Idealismus – und das spürt man in jeder Voliere.“
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