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Neues HvO-Fahrzeug der Veitshöchheimer Feuerwehr hilft Menschenleben retten - Heuer schon 160 Einsätze

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Offizielle Übergabe des neuen HvO-Fahrzeuges v.l. 2. Kommandant Michael Birk, Bürgermeister Jürgen Götz (im Auto) 1. Kommandant Robert Röhm und HvO-Gruppenführer Simon Försch

Offizielle Übergabe des neuen HvO-Fahrzeuges v.l. 2. Kommandant Michael Birk, Bürgermeister Jürgen Götz (im Auto) 1. Kommandant Robert Röhm und HvO-Gruppenführer Simon Försch

Bereits seit einem Monat im Einsatz übergab nun Bürgermeister Jürgen Götz vor der jüngsten Gemeinderatssitzung das für 45.000 Euro von der Gemeinde neu angeschaffte Einsatz-Fahrzeug für die Helfer vor Ort (HvO) ganz offiziell an die beiden Kommandanten Robert Röhm und Michael Birk und den HvO-Gruppenführer Simon Försch, nicht ohne selbst einmal in dem von der Firma Hensel in Waldbrunn für Rettungseinsätze top ausgestattetem Fahrzeug Platz zu nehmen..

Bewusst wählte die Feuerwehrführung als Basisfahrzeug einen 140 PS starken VW-Touran aus, da dieser aufgrund seiner kompakten Fahrzeugmasse nur einen kleinen Wendekreis hat und er auch in jede normierte Garage passt, was besonders im Winter wichtig sei. Das Automatikgetriebe erhöht die Sicherheit bei Sondersignalfahrten, da der Fahrer dann beide Hände am Lenkrad lassen könne. Heizlüfter mit Thermostat würden auch im Winter eine eisfreie Windschutzscheibe garantieren und die medizinische Ausrüstung warmhalten. Heckwarnbeklebung und Heckwarnanlage mit blinkendem Gelblicht würden die Warnwirkung erhöhen, was sich bereits an verkehrsstarken Einsatzstellen wie auf der B27 und der Kreisstraße WÜ3 bewährt habe.
"Unsere HvO-Gruppe ist an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr in Alarmbereitschaft" berichtete Feuerwehrkommandant Robert Röhm. Im Vorjahr waren es 281 Einsätze und in diesem Jahr bis dato schon wieder 160 Einsätze (Stand 27. Juli), davon 23 mit dem neuen Fahrzeug.

Das neue Fahrzeug ermöglicht den First Respondern, wie die HvO-Helfer auch genannt werden, nach der Alarmierung noch schneller zur Lebensrettung am Einsatzort präsent zu sein, ohne den Umweg über das Feuerwehrhaus nehmen zu müssen. Denn dieses steht nun unter der Woche ab 18 Uhr, zu Hause beim Diensthabenden HvO'ler, was laut Simon Försch, wie die bis dato gemachten Erfahrungen ergaben, einen Zeitvorteil von drei Minuten bringe, da die Fahrt zum Feuerwehrhaus entfalle. So sei nun der First Responder im Ortsgebiet im Durchschnitt bereits nach dreieinhalb bis fünf Minuten nach der Alarmierung an der Einsatzstelle.

Ebenfalls über den Notruf 112 per Funkwecker verständigt, seien sie durch ihre Ortsnähe einige Minuten vor Rettungsdienst und Notarzt am Einsatzort. Nachweislich hätten so die HvO'ler durch ihr schnelles Eingreifen, sei es nun durch Reanimation, Beatmung oder Blutstillung schon Menschenleben retten können.

"Der enorme Aufwand hat sich deshalb rentiert" lautet die Bilanz, die zweiter Kommandant Michael Birk voller Stolz zieht. Dabei ist der Einsatz der Ersthelfer eine freiwillige Aufgabe der Feuerwehr, die Altbürgermeister Rainer Kinzkofer vor 15 Jahren initiiert hatte. In den ersten Jahren waren auch noch der Sanitätsdienst der Bundeswehr, die BRK-Ortsgruppe und die Wasserwacht mit im Boot. Jetzt sei nur noch ein Wasserwachtler dabei. Um mit der HvO-Gruppe Einsätze fahren zu können, muss ein jedes Mitglied zunächst eine 80stündige Ausbildung absolvieren.

Tief beeindruckt zeigte sich denn auch der Bürgermeister als oberster Dienstherr der Floriansjünger, was die 14 Mitglieder der HvO-Gruppe unter der Leitung von Simon Försch tagaus, tagein ehrenamtlich leisten. Sie haben sogar eine enorme Doppelbelastung, denn sie rücken wie alle Feuerwehrler zusätzlich auch noch bei allen Einsätzen zur Brandbekämpfung und zur Technischen Hilfe mit aus und bestreiten auch alle Feuerwehr-Übungen.

Diese enormen Leistungen vor Augen, zeigten sich auch die Bürger spendabel, die nach einem Hilfeaufruf im Veitshöchheimer Mitteilungsblatt zur Finanzierung des HvO-Fahrzeuges über 14.000 Euro beitrugen.

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