Festkommers zum 50-jährigen Bestehen der Club-Fans Veitshöchheim im festlich geschmückten Bacchuskeller
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Seit einem halben Jahrhundert schlägt in Veitshöchheim das Herz vieler Fußballbegeisterter für den 1. FC Nürnberg.
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Dieses besondere Jubiläum feierte der 1. FC Nürnberg-Fanclub Veitshöchheim am Freitagabend im stilvollen Ambiente des mit FCN-Symbolen geschmückten Bacchuskeller mit einem festlichen Kommersabend iim Kreise von 50 Mitgliedern und Ehrengästen.
Feierlicher Auftakt mit Musik und Grußworten
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Für den festlichen Rahmen sorgten die ehemaligen Heeresmusiker Charly Neuland und Rudi Reichel. Sie eröffneten den Abend mit dem Frankenlied und setzte anschließend mit „Freude, schöner Götterfunken“ aus Beethovens 9. Sinfonie sowie dem schwungvollen „Capriccio Italien“ von Pjotr Tschaikowski weitere musikalische Akzente. Zum Abschluss erklang passend zum Anlass die Club-Hymne „Die Legende lebt, die von den Gästen begeistert mitgesungen wurde.
"50 Jahre Fanclub sind etwas Besonderes"
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Vorsitzender Peter Katzorek begrüßte die Mitglieder und Ehrengäste, darunter Bürgermeister Jürgen Götz, den Direktor des Club-Nachwuchsleistungszentrums Dieter Frey sowie den Bezirkskoordinator des Fanclub-Bezirks 5, Christian Wolf aus Güntersleben.
Katzorek betone die Besonderheit des Jubiläums. "50 Jahre Feuerwehr- oder Schützenverein sind nichts Außergewöhnliches. Aber 50 Jahre Fanclub eines Fußballvereins sind in unserer Zeit etwas ganz Besonderes."
Mit derzeit rund 160 Mitgliedern gehören die Club-Fans Veitshöchheim zu den ältesten der rund 800 offiziell eingetragenen Fanclubs des 1. FC Nürnberg. Als Fanclub Nummer 12 seien die Veitshöchheimer "schon im letzten Jahrhundert und sogar im letzten Jahrtausend" gegründet worden, bemerkte Katzorek augenzwinkernd.
Bürgermeister und Clubfan aus Überzeugung
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Bürgermeister Jürgen Götz gratulierte den Mitgliedern nicht nur als Gemeindeoberhaupt, sondern auch als langjähriges Fanclub- und Clubmitglied. Seine Ansprache war geprägt von persönlichen Erinnerungen, humorvollen Anekdoten und großem Dank an alle, die den Verein über fünf Jahrzehnte geprägt haben.
„Für mich ist dieser Abend weit mehr als ein offizieller Termin“, betonte Götz gleich zu Beginn seiner Rede. Als langjähriges Mitglied des Fanclubs und des 1. FC Nürnberg sei das Jubiläum für ihn eine echte Herzensangelegenheit.
Mit einem Schmunzeln erinnerte Götz an die Entstehungsgeschichte des Fanclubs. Der Legende nach sei dieser „aus einer Bierlaune heraus“ entstanden. Während des früheren Fußballturniers der örtlichen Vereine hätten Clubfans beschlossen, eine eigene Mannschaft aufzustellen. Aus dieser spontanen Idee entwickelte sich schließlich ein Fanclub, der bis heute fest zum Veitshöchheimer Vereinsleben gehört. Damals war er der erste von inzwischen vier Fanclubs im Ort.
In den vergangenen 50 Jahren erlebten die Mitglieder unzählige Stadionfahrten, gemeinsame Feiern, Freundschaften sowie Höhen und Tiefen mit ihrem Herzensverein. Gerade beim 1. FC Nürnberg gehörten Aufstiege ebenso zur Vereinsgeschichte wie schmerzhafte Abstiege.
Mit Humor erinnerte Götz an legendäre Episoden aus der Fanclubgeschichte – von vergrabenen Asbachflaschen bis zum unvergessenen Trauermarsch nach einem Abstieg. Damals zog die „Trauergemeinde“ mit schwarzem Humor durch den Altort, ehe Fanclubmitglied Rudi Zott von der Drehleiter der Feuerwehr aus eine denkwürdige „Trauerpredigt“ hielt.
Für den Bürgermeister liegt genau darin das Wesen eines echten Clubfans: Treue – unabhängig vom sportlichen Erfolg. „Treue zeigt sich nicht nur dann, wenn Titel gefeiert werden, sondern gerade in den schwierigen Zeiten“, sagte er. Diese besondere Verbundenheit lasse sich nicht erklären, sondern müsse erlebt werden.
Zum Abschluss wünschte Götz dem Fanclub weiterhin großen Zusammenhalt, viele junge Mitglieder, zahlreiche gemeinsame Erlebnisse und natürlich auch sportlichen Erfolg für den 1. FC Nürnberg.
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Mit den Worten „Die Legende lebt“ schloss der Bürgermeister seine Rede, gratulierte dem Fanclub herzlich zu seinem 50-jährigen Bestehen und überreichte ein Präsent sowie den obligatorischen Jubiläumsscheck von 250 Euro (pro Jahr 5 Euro).
Dieter Frey wirbt für nachhaltige Nachwuchsarbeit
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Anschließend sprach Ehrengast Dieter Frey zu den Clubfans. Der frühere FCN-Profi (2001 bis 2004) leitet seit Frühjahr 2026 als Direktor das Nachwuchsleistungszentrum des 1. FC Nürnberg. Nach seiner aktiven Laufbahn unterrichtete er ab 2004 14 Jahre lang als Mathelehrer, war viele Jahre als Jugendtrainer, Ausbildungsleiter und Verantwortlicher für die Trainerentwicklung tätig. Der Schwerpunkt liegt nach dem Motto "fördern und fordern" auf einer langfristigen Ausbildung junger Talente und deren Entwicklung bis in den Profibereich. Eigengewächsen wie Finn Jeltsch, Nathaniel Brown und Can Uzun glückte erfolgreich der Sprung in die Bundesliga und brachten dem FCN einen Geldregen von über 25 Millionen Euro ein.
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Bei einer von Christian Wolf moderierten anschließenden Fragerunde gab Frey interessante Einblicke in die Nachwuchsarbeit des Clubs mit eigenen zehn Internatsplätzen und beantwortete zahlreiche Fragen der Mitglieder.
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Zur Erinnerung übereichte er dem FCN-Fanclub ein Trikot des Clubs mit Jubiläums-Aufdruck auf der Rückseite.
Rückblick auf bewegte Vereinsgeschichte
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In einem unterhaltsamen Rückblick erinnerte Katzorek an die Gründung des Fanclubs am 24. Juni 1976.
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Damals hatten ein Dutzend Fußballfreunde (im Bild oben) beim Turnier der örtlichen Vereine und Freizeitmannschaften des SV Veitshöchheim eine Mannschaft unter dem Namen "Club-Fans" gestellt und beschlossen, ihre gemeinsame Leidenschaft für den 1. FC Nürnberg in einem Verein zu organisieren.
Die ersten Jahrzehnte bezeichnete Katzorek schmunzelnd als "wilde Zeit", ehe sich aus den legendären Glubberer-Festen im Laufe der Jahre familienfreundliche Vereinsveranstaltungen entwickelten. Besonders bewegend war sein Gedenken an zahlreiche verstorbene Mitglieder, die den Verein über Jahrzehnte geprägt hatten.
Anschließend ließ der Vorsitzende viele Höhepunkte der Vereinsgeschichte Revue passieren: Heimspiele vom Städtischen Stadion bis ins Max-Morlock-Stadion, Fahrten zu Auswärtsspielen quer durch Deutschland, Besuche von Pokalfinals und Europapokalspielen in Berlin, Bukarest und Lissabon sowie die seit Jahren gepflegten Familienfahrten zum letzten Auswärtsspiel einer Saison.
Auch außerhalb des Fußballs habe der Fanclub immer wieder bewiesen, dass Gemeinschaft großgeschrieben werde. Als Beispiele nannte Katzorek die gemeinsam organisierten Hofweinfeste im Weingut Hessler und zahlreiche Vereinsveranstaltungen, die ausschließlich durch ehrenamtliches Engagement der Mitglieder getragen wurden.
Treue zum Club trotz verändertem Fußball
Nachdenkliche Töne schlug Katzorek beim Blick auf den modernen Profifußball an. Stadionerlebnisse würden zunehmend von Kommerz, Business-Seats und VIP-Bereichen geprägt. Gleichzeitig werde es schwieriger, junge Menschen dauerhaft für den 1. FC Nürnberg und das Fanclubleben zu begeistern. Dennoch bekannte sich der Vorsitzende klar zur Tradition des Vereins.
Die Club-Fans Veitshöchheim seien keine Erfolgsfans, sondern stünden ihrem Verein seit fünf Jahrzehnten in guten wie in schlechten Zeiten treu zur Seite. Ziel bleibe es auch künftig, Kameradschaft zu pflegen, gemeinsame Veranstaltungen zu organisieren und den 1. FC Nürnberg zu unterstützen.
Mit einem gemeinsamen "Prost auf den Ruhmreichen" leitete Katzorek zur Brotzeitpause über.
Dank an Gäste und Musikanten
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Nach der Fragerunde mit Dieter Frey dankte Katzorek dem Ehrengast für seinen Besuch und überreichte ihm ebenso wie Christian Wolf ein Präsent aus Veitshöchheim.
Ein besonderer Dank galt auch den beiden Musikern Charly Neuland und Rudi Reichel für die festliche musikalische Gestaltung des Abends.
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Mit der gemeinsam gesungenen Club-Hymne „Die Legende lebt“ endete der offizielle Teil des Festkommers, bevor die Jubiläumsfeier bei Unterhaltungsmusik und guten Gesprächen in geselliger Runde ausklang.
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Genießen konnten dabei die Clubfans zu einer Tassse Kaffee eine Jubiläumstorte, die hier Vorstand Katzorek serviert.
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Die Torte zierte das Foto, das bereits Ende Juni auf der Schlosstreppe im Hofgarten geschossen wurde und das Jubiläum einläutete.
Öffentliche Jubiläumsfeier 19. September
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Die ursprünglich für Ende Juni geplante öffentliche Jubiläumsfeier musste wegen der angekündigten extremen Hitze abgesagt werden. Sie wird am Mittwoch, 19. September 2026, ab 14 Uhr auf dem Sportgelände des SV Veitshöchheim nachgeholt. Für die musikalische Unterhaltung sorgt der Musikverein Veitshöchheim, ab 17 Uhr wird eine Schlachtschüssel angeboten. Eine Anmeldung hierfür ist erforderlich.
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Legenden-Lied
Fotos Dieter Gürz